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5.+6.MTBO-Austria-Cup in Ungarn

Einige dominierende FahrerInnen könnten bereits jetzt den „Sekt“ einkühlen!

Der 5.+ 6.MTBO-AC fand auf typisch ungarischem Terrain statt. Start und Ziel (inkl. Wettkampfzentrum) waren auf einer Lichtung, mitten im tiefen Laubwald mit dichten Baumkronen, neben einem idyllisch gelegenen Forsthaus. Der umgebende Wald war meistens „grün“, sodaß sich das — in Ungarn erlaubte — Queren überhaupt nicht lohnte, bzw. viel Zeit im Unterholz liegen gelassen wurde.

Die Fahrbedingungen waren gut, das Wetter war an beiden Tagen trocken, somit gab es keine tiefen Wege und Pfade. Es gab ein schnelles Vorwärtskommen, da sämtliche Wege (auch die Single Trails) gut befestigt waren. Am Sonntag kam heftiger Wind auf, was die Biker ein wenig abkühlte, was aber in Anbetracht der Langdistanz kein Nachteil war.

Die Strecken waren an beiden Tagen eher kurz gehalten; sie lagen am unteren Limit der Sollzeiten-Skala.

Dennoch gab es überwiegend zufriedene Gesichter, die viel Spaß an diesem familiären Wochenende hatten. In Summe waren an die 160 Teilnehmer aus 5 Ländern mit dabei; davon ca. 80 Österreicher, die um Austria-Cup-Punkte kämpften.

Neben dem AC war dieser Event natürlich auch Ungarischer und auch Slowakischer MTBO-Cup. Von den 17 durchgeführten Kategorien, gab es am 1.Tag 11 Tagessiege für Österreich, bzw. sogar 13 Siege am 2.Tag.

Am Samstag 29.Juni fand ein Middledistanz-Bewerb statt. Das Terrain war einfach „gestrickt“; viele parallel (und quer dazu) verlaufende Wege und Schneisen, die quasi einen rechteckigen Raster bildeten. Man konnte sehr schnell fahren, mußte sich auch nicht jede Schneise merken, mußte sich nur stets rechtzeitig auffangen können, um rechtzeitig abzuzweigen. Und dann begann dieses Spielchen von Neuem. Querfahren oder Abkürzen spielte überhaupt keine Rolle. Obwohl der Bewerb als Middle-Distanz ausgeschrieben wurde, hatte er doch eher den Charakter eines Sprints (allerdings mit wenig Posten). Die Siegerzeiten in fast allen Klassen lagen unter 30 Minuten.

Die längste Strecke hatten die Herren 21-Elite mit 8,0km+150 Hm und 12 Posten zurückzulegen. Der Tagessieg ging äußerst überraschend an den Ungarn Laszlo ROZSA in 29:55min. Tobias BREITSCHÄDEL in 30:35 (ASKÖ Henndorf) und der sensationell fahrende Wiener Florian EXLER in 30:45 (OLT Transdanubien) folgten auf den weiteren Podestplätzen. Platz 4 ging an den Dänen Mickael SOMMER in 31:03 und Platz 5. an den Slowaken Matej PILKA in 31:06. Als 3.bester Österreicher folgte Bernhard SCHACHINGER (HSV Ried) in 31:12 als 6.ter in diesem internationalen Feld.

Auch in der Damen 21-Elite-Klasse ( 7,3km + 120HM + 11Po) gab es keinen Österreichischen Tagessieg. Diesen holte sich die Slowakin Stanislava FAJTOVA (Vazka Bratislava) in 29:57.

Michaela GIGON (OLT Transdanubien) kam mit ihren 30:34 knapp an die Tagessiegerin heran und sicherte sich somit den 2.Tagesrang (und Austria-Cupsieg). Auf der 3.Position folgte mit 34:53 Sonja REISINGER-ZINKL (LZ OMAHA), dahinter reihte sich die Schwedin Laura FENYVESI in 36:44 ein. Leider waren nur diese beiden österreichischen Damen am Start.

Zu Vergleichszwecken zu erwähnen wären noch die Siegerzeiten auf den Parallelstrecken der D21-E: Michael STOCKMAYER (HSV Wr.Neustadt) – als Sieger der H40 – benötigte 28:20min, und Andreas WALDMANN (OLT Transdanubien) – Sieger bei den Junioren – brauchte gar nur sensationelle 25:51min!!

Am Sonntag 30.6. fand im gleichen Gebiet, mit einer größeren Karte der Langdistanzbewerb statt; zugleich 6. Austria-Cup. Auch diese Langdistanz war eher von der „kürzeren Sorte“.

Das Terrain war großteils flacher als am ersten Tag, auch viel mehr Forststraßen, daher noch ein wenig schneller zu befahren; und es gab auch wesentlich mehr Routenwahlen.

Die Herren 21E- hatten 19,5km mit 250Hm und 19 Posten zurückzulegen. Andreas RIEF (OLC Graz) erwischte einen fast fehlerfreien Lauf, und stellte mit 65:12 die Tagesbestzeit auf!

Kevin HASELSBERGER (NF Villach) radelte sich in 65:44 – nach verpatztem ersten Tag – als Zweiter auf das Podest. Auch der 3.te in der Tageswertung war diesmal ein Österreicher: Bernhard SCHACHINGER schaffte in 66:54 noch den Sprung auf das Podest.

Die Damen 21E- hatten an diesem Tag 16,1km + 200Hm, und 17 Posten anzufahren. Die am Vortag ausgefallene Ungarin Anna FÜZY nutzte diesmal ihren „Heimvorteil“ und siegte in 70:05; allerdings mit nur knapp 8 Sekunden Vorsprung auf die Siegerin vom Vortag, die Slowakin Stanislava FAJTOVA (70:13). Michaela GIGON wurde an diesem Tag mit einer Zeit von 72:40 Dritte in der Tagesreihung und auch Siegerin im AC.

Auch beim sonntägigen Event waren D21E und H18-20 und H40-Fahrer auf der gleichen Strecke unterwegs. Auch an diesem Tag erzielte Andreas WALDMANN in der Juniorenklasse mit 57:19 überlegene Tagesbestzeit auf dieser Strecke. Bester in der H40-, war wiederum Michael STOCKMAYER in  63:38.

In allen Nachwuchs- & Senioren- und auch Hobbyklassen gab es äußerst moderate Bahnen.

Die Sorge mancher Nicht-Biker –  (so wie es beim 3.+4.MTBO-AC in Tschechien der Fall war), – die jüngsten Teilnehmer und Hobbyfahrer und auch schwächeren Senioren, könnten auf einer kilometerreichen Langdistanz überfordert sein, war auch diesmal völlig unbegründet.

Die 6,5km Luftlinie (ca. 8km optimal) für die kürzesten Kategorien, war den H/D14-FahrerInnen lt. eigenen Aussagen fast immer noch zu kurz [FZ: 30-40min].  „Da ist so mancher tägliche Schulweg per Rad noch länger“ – so die Aussage eines Starters!

Paul KRATKY und Lea HNILICA (beide OLT Transdanubien) waren übrigens an beiden Tagen Sieger ihrer Nachwuchsklassen und können auch in der Gesamtwertung kaum mehr eingeholt werden.

Auch die Sorge so mancher Person man würde in Ungarn auf Unfreundlichkeit (und vermehrter Fremdenfeindlichkeit) stoßen, war völlig unbegründet. Das Gegenteil war der Fall. Wir kommen jederzeit gerne wieder und hoffen auf eine Weiterführung der MTBO-Kooperation zwischen dem ÖFOL und dem ungarischen Verband auch in den nächsten Jahren!

Die Bewerbe in Ungarn bringen stets eine große Abwechslung in unseren MTBO-Kalender.

Die Vielfalt ist eines der herausforderndsten Kriterien im MTBO-AC. Nur Fahrer, die sich in allen Geländetypen zurechtfinden und die richtige fahrerische Taktik finden, werden in der Gesamtwertung vorne sein.

Im Herbst folgen noch 2 MTBO-Weekends in der Steiermark und in Kärnten.

Das nächste nationale Highlight startet am 21.+22.September in Bad Mitterndorf; dem „Geburtsort“ des heimischen MTBO-Sports [1999 erste ÖFOL-MTBO-ÖMS]. Gleichzeitig mit der Langdistanzmeisterschaft findet auch ein World-Ranking-Event für die Eliteklassen statt.

Bulletin unter: „

http://www.oefol.at/anne/files/uploaded/event_848_Bulletin%201-2%20MBO%20BaMi.pdf

von Michael Melcher in Alle News

8. Juli 2013