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Rückblick nationale Ski-OL-Saison 2016

Der Ski-OL-Winter beinhaltete – aufgrund des Schneemangels im Dezember und Jänner – nur fünf ÖFOL-Bewerbe, so wenige wie zuletzt im Jahr 2001. Es sah den ganzen Winter hindurch schneemäßig sehr schlecht aus, was Absagen, Verschiebungen und kurzfristige Einschübe zur Folge hatte, und daher ein großes Maß an Flexibilität erforderte.

Tatsächlich gestartet wurde die heimische Ski-OL-Saison erst am 13. Februar im Kitzbühler Golfclub Schwarzsee-Reith, wo gleich drei Wettkämpfe – eine Staffel und zwei Einzel-Bewerbe – durchgeführt wurden. Die nationale Ski-OL-Saison 2015/2016 endete bereits eine Woche später, am 21. Februar, mit dem 4. Lauf zum Ski-OL Austria Cup in Bad Kleinkirchheim. Auch hier wurden beide Bewerbe auf einem Golfplatz, dem Gelände des Golfclubs Zirkitzen, absolviert.

Die Abschlussbilanz der durchgeführten Bewerbe sieht dennoch wesentlich besser aus als vermutet. Getrost kann man sagen, dass die heurige Ski-OL-Saison – trotz aller Widrigkeiten – nicht die Schlechteste war.

Vor allem der Teilnehmerdurchschnitt der vier Austria-Cup-Läufe und der  ÖM Staffel liegt – mit 76 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Event (nur ÖFOL-Mitglieder) – im Vergleich der letzten 7 Jahre (seit 2010) im oberen Bereich. Nur im Jahr 2014 gab es mit durchschnittlich 84 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Austria-Cup-Lauf einen besseren Wert. Betrachtet man zusätzlich das Teilnehmerinteresse an den abgesagten Bewerben in der Steiermark und rechnet dies hoch, so kann man mit großer Sicherheit sagen, dass die Saison bei Durchführung aller Bewerbe noch wesentlich erfolgreicher vonstatten gegangen wäre. Das Interesse war in jedem Fall vorhanden.

Die Organisatoren der durchgeführten Läufe waren die Naturfreunde Kitzbühel unter der Leitung von Georg Hechl, die kurzfristig einsprangen und binnen zwei Wochen ein perfektes Wettkampfwochenende organisierten, und der ASKÖ OLC Ebenthal mit Curt Maier als Multifunktionär (Wettkampfleiter, Kartenzeichner, Bahnleger, Ski-Doo-Fahrer, Postensetzer, etc.). Geplant waren ursprünglich noch Bewerbe in Elmau (Bayern) am 19./20.Dezember, in Szentgotthard (Ungarn) am 30./31. Jänner und im steirischen Tragöß am 9./10. Jänner; letztere Läufe wurden zunächst nach Eisenerz auf den 6./7. Februar verschoben und mussten dann endgültig abgesagt werden.

Von den vier durchgeführten Einzelbewerben wurden für die Austria-Cup-Gesamtwertung die drei besten Resultate herangezogen; d.h. es war nur ein Streichresultat möglich. Für den Vereinscup zählten alle vier Einzel- sowie der Staffelbewerb. Neu ist die Regelung, dass mindestens drei Starts bei Einzel-ACs notwendig sind, um als AC-Gesamtsieger gewertet zu werden (Beschluss des ÖFOL-Vorstandes im Jänner 2016).

In den Elite-Kategorien D21E und H21E gab es interessante Positionskämpfe bis zum AC-Finale; erst das letzte Rennen entschied über Sieg und Podestplätze in der Gesamtwertung. Die Gesamtsieger in den Elite-Kategorien 2016 heißen – so wie auch 2015 – Sonja Zinkl und Johann Kugler (beide LZ OMAHA). Sonja Zinkl gewann bereits zum 8. Mal, Johann Kugler bereits zum 12. Mal die Gesamtwertung in der Elite.

Erfreulich ist die hohe Teilnehmerzahl in den jüngsten Nachwuchskategorien D-14 und H-14. Die Gruppe der "Unter-14-Jährigen" ist die zweitstärkste Altersgruppe nach den Elite-Kategorien D21E und H21E, was für die Zukunft Hoffnung gibt. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie der Verein Laufklub Kompass Innsbruck, bei dem unter Hans Georg Gratzer und Karin Lugsteiner gute Aufbauarbeit betrieben wird.

Die größten Teilnehmereinbußen gab es in den mittleren Masters-Kategorien der Herren 35-, 45- und 55-; gerade diese Kategorien waren in den vergangenen Jahren ein Garant für viele Starter.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Laufklub Kompass Innsbruck mit 5260,85 Punkten bester Verein in der Ski-OL-Vereinswertung ist – nicht zuletzt aufgrund der vielen Starterinnen und Starter in den Nachwuchskategorien weißt er mehr als doppelt so viele Punkte auf wie die nächsten beiden Vereine zusammen: Der HSV OL Wiener Neustadt (2480,01 Punkte) und die Sportunion Klagenfurt (2419,48 Punkte) belegen die Plätze 2 und 3. Vorjahressieger LZ OMAHA (2142,41 Punkte) musste diesmal mit Rang 4 vorlieb nehmen.

Nach Bundesländern betrachtet (Summe aller zu vergebenden Punkte) war Tirol (mit 5 teilnehmenden Vereinen) überlegen das stärkste Bundesland, vor Kärnten (7 Vereine) und der Steiermark (6 Vereine).

Die Saison 2016/2017 wird möglicherweise mit einem nachgetragenen Bewerb beginnen: Es gibt Überlegungen, die abgesagte ÖM Langdistanz im Dezember nachzuholen. Auch wollen die Naturfreunde Steiermark im kommenden Winter jene Bewerbe in Tragöß und/oder Eisenerz nachholen, wo Karten- und Bahnmäßig schon alles vorbereitet war, bevor es zur Absage dieser Bewerbe kam.

Auswertung und Statistik: Michael Melcher

Links:

> Ski-OL-AC-Gesamtwertung 2016
> Ski-OL-Statistik 2016
> Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Ski-OL
> Liste der Staatsmeisterinnen und Staatsmeister im Ski-OL

von Michael Melcher in Austria Cup Ski-O

5. April 2016