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Anspruchsvolle Langdistanz bei der Junioren-WM

Angekommen auf 2.149 m Seehöhe und bei strahlendem Sonnenschein ging es los mit dem längsten Lauf der Woche. Die Damen hatten 6,7 km und 300 Höhenmeter, die Herren 8,8 km und 450 Höhenmeter zu bewältigen. Wohl gemerkt: Jeweils Luftlinie. 

Gestartet wurde im 2-Minuten-Intervall von 9:00 bis 14:40 Uhr. Ein langer Tag für die Athletinnen und Athleten, aber auch für die Betreuer.

Das steile Laufgebiet war charakterisiert durch alpine Vegetation, viele Felsabbrüche und Almlandschaft mit Blick auf die umliegenden Berge.

Die Langdistanz begann mit einem überhöhten Startbereich, bei dem die Athleten im offenen kupierten Gelände die ersten Posten absolvieren mussten. Weiter ging es in einen steilen, bewaldeten Hang. Danach absolvierten die Herren den Zuschauerdurchlauf nach ungefähr 25 Minuten Laufzeit. Die Damen kamen nicht beim Ziel vorbei, denn sie hatten eine lange Routenwahl vor sich. Auch bei den männlichen Kollegen gab es einige knifflige Routen zu bewältigen.

Für beide Kategorien ging es anschließend wieder auf das höher liegende Plateau. Die Damen hatten eine kleine, die Herren eine etwas größere Schlaufe, bevor es für alle ein paar Downhill-Posten zum Zieleinlauf gab.

Das österreichische Team war großteils mit seinen Ergebnissen zufrieden. Dies hatten sie nicht nur ihren eigenen Leistungen zu verdanken, sondern auch Libor, der am Vortag noch eine unglaublich ähnliche Bahn fabrizierte. Die letzten Reserven beim Zielsprint entlockte der österreichische Fanclub den Läufern, der beim Zieleinlauf die Stellung hielt. Unterstützt wurden sie von Jannis Bonek, der sich für die Mitteldistanz schonte und als Fan und Fahnenschwinger aktiv war.

Dominik Jandl und Nicolas Kastner liefen solide Läufe. Johanna Trummer konnte sich nach einem sicheren und langsameren Start steigern und sich einen Platz unter den Top 60 sichern. Unglücksrabe Rafael Dobnik vollendete mit einem eingerissenen äußeren Seitenband den Lauf und durfte danach noch drei Stunden Krankenhausaufenthalt auf sich nehmen. Anika Gassner lief ein technisch fehlerfreies Rennen und sicherte sich damit die beste österreichische Platzierung. Mathias Peter unterlief auf dem Weg zum fünften Posten ein Parallelsituationsfehler, der ihm ein paar wertvolle Minuten raubte. Carina Polzer war nach dem Zielsprint mit ihrem Lauf sehr zufrieden, musste sich danach aber über eine missglückte Routenwahl ärgern.

Florian Kurz und Jasmina Gassner machten den Nachmittag spannend, denn die beiden letzten Starter des Teams beendeten ihre Läufe erst nach 15:00 Uhr – die restlichen Österreicherinnen und Österreicher fieberten mit ihnen im Zielbereich und beim Zuschauerdurchlauf mit. Jasmina haderte mit ein paar kleinen Startproblemen und war im Ziel nicht so zufrieden, Flo hingegen erlief sein persönliches Maximum.

Trotz dem einen oder anderen Fehler war der Tag am Ofenpass doch ein unglaubliches Ereignis mit einer postkartenreifen Bergkulisse und traumhaftem Wetter.

Ergebnisse  Damen Langdistanz

1.

Anna Haataja

FIN

57:37

2.

Valerie Aebischer

SUI

59:27

3.

Sofie Bachmann

SUI

1:00:31

 

 

 

28.

Anika Gassner

AUT

1:09:03

43.

Carina Polzer

AUT

1:11:32

53.

Johanna Trummer

AUT

1:14:00

56.

Jasmina Gassner

AUT

1:15:23

Ergebnisse Herren Langdistanz 

1.

Joey Hadorn

SUI

1:05:01

2.

Thomas Curiger

SUI

1:05:53

3.

Isac von Kursenstierna

SWE

1:07:05

 

 

 

46.

Mathias Peter

AUT

1:18:46

49.

Florian Kurz

AUT

1:19:36

66.

Dominik Jandl

AUT

1:22:53

70.

Nico Kastner

AUT

1:23:30

76.

Rafael Dobnik

AUT

1:25:02

Fotos von Remy Steinegger

von Hanni Trummer Und Flo Kurz in Leistungssport OL

12. Juli 2016