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Ursula Kadan läuft zu einer Top-10 Platzierung im WM-Sprint

Die besten Sprint-Orientierungsläufer der Welt kämpften heute um den ersten der begehrten WM-Medaillensätze dieses Jahres. Bei ähnlichen Bedingungen wie am Vortag, regnerisches Wetter ließ Parkpassagen und steile Böschungen am Stadthügel abermals rutschig werden, waren wie in der Qualifikation läuferische Stärke vonnöten, aber diesmal mehr Routenwahlprobleme zu lösen. Dabei erleichterten es längere Postenabstände, die Routen im Voraus zu planen.

Laura Ramstein startete als erste Österreicherin von der Arena am Hauptplatz auf die 3400 m lange Bahn der Damen. Sie lief ein solides Rennen und auf den 29. Platz.
Aufgrund ihrer starken Leistung in der Qualifikation startete Kadan inmitten der absoluten Weltspitze gegen Ende des Rennens und konnte ihre Leistung von Freitag bestätigen: Mit ihrer besten WOC-Einzelplatzierung (zuvor war dies der 15. Platz in der Langdistanz von 2014) fehlten nur knapp sechs Sekunden auf ein Diplom (und den damit verbundenen sechsten Platz) bzw. 29 Sekunden auf Bronze. „Ich bin überglücklich! Während des Laufes war ich mir bezüglich der doch kniffligen Routenwahlen unsicher, doch ich habe sie anscheinend gut erwischt. Und auch läuferisch bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, meinte Kadan kurz nach ihrem Wettkampf.

Mit Maja Alm sicherte sich zum dritten Mal in Folge die Läuferin aus Dänemark den Weltmeistertitel über die Sprintdistanz und das abermals mit einem großen Vorsprung von 37 Sekunden. Silber und Bronze gingen an Russland: Natalia Gemperle distanzierte ihre Landsfrau Galina Vinogradova dabei um nur eine Sekunde.

Die Herren hatten auf ihrer 4000 m langen Bahn ähnliche Herausforderungen wie die Damen zu meistern, wobei vor allem die Routenwahlen auf und um den Stadthügel entscheidend waren.

Robert Merl lief mit einem beherzten Rennen auf Platz 33 und meinte danach: „Ich habe mein Bestes gegeben, hätte womöglich manche Routenwahlen besser lösen können. Doch generell habe ich die Zeit auf den Sieger heute doch läuferisch verloren.“ Ein guter Start gelang Matthias Reiner, doch nach dem Kartenwechsel unterlief ihm ein Fehler, der ihm eine bessere Platzierung kostete. Es resultierte ein 40. Platz.

Der Schweizer Daniel Hubmann wurde in einem knappen Rennen zum sechsten Mal in seiner Karriere Weltmeister und ließ Frederic Tranchand (FRA) und Jerker Lysell (SWE) zwei bzw. fünf Sekunden hinter sich.

Für Österreich gingen mit Ursula Kadan, Matthias Reiner, Robert Merl und Laura Ramstein eben jene vier Läufer ins Rennen, die auch in der morgigen Mixed-Sprint-Staffel in Viljandi für einen weiteren Top-10 Platz sorgen möchten (in der genannten Reihenfolge). Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächste Medaillenentscheidung, die morgen um 17:00 OESZ bzw. 16:00 MESZ mit einem Massenstart der Damen gestartet wird.

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von Mathias Peter in Leistungssport OL

1. Juli 2017