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Senken, Hügeln, Dickicht, hohes Gras. Orientierungslauf-WM. Staffel

Nach der technisch schwierigen Mitteldistanz, die im gleichen Wald ausgetragen wurde wie die Staffel, konnte man sich auf ein spannendes Staffelrennen gefasst machen.

Die Herren begannen und bereits zu Beginn der ersten Strecke zeigte sich, dass auch Favoritenteams große Fehler machen können. Schweiz und Großbritannien begruben da z.B. gleich ihre Medaillenchancen zwischen den dicht bewachsenen Senken. Aber auch Österreichs Startläufer Matthias Reiner erwischte keinen idealen Start und verlor wertvolle Zeit bereits zu Posten eins. Frankreich wechselte in Führung liegend vor Norwegen und Litauen. Matthias Reiner schickte Gernot Kerschbaumer auf 19. Stelle liegend auf die zweite Strecke.

An der Spitze des Feldes setzte sich nun Norwegen mit Olav Lundanes ab. Er wechselte gut eine Minute vor Frankreich und Litauen an Schlussläufer Magne Daehli.

Kerschi konnte drei Plätze gut machen übergab an Robert Merl.

Norwegen lief wie im Vorjahr mit Daehli auf der Schlussstrecke zu Gold. Dahinter brachte Thierry Gueorgiou in seinem letzten WM-Rennen Frankreich auf den Silberplatz und Bronze sicherte sich noch Schweden nach einer starken Schlussrunde von Gustav Bergman.

Merl zeigte ein solides Rennen, die Positionen waren aber schon festgefahren, so wurde es für Österreich der 16. Endrang. 

Laura Ramstein lief auf der Startstrecke einen sicheren Lauf und war bis kurz vor dem Ziel gut dabei. Aufgrund zwei Fehler zum Schluss verlor sie leider eine grössere Gruppe und musste Ursula Kadan an 18. Stelle alleine in den Wald schicken. Kadan erwischte einen schlechten Start. Knapp lief sie am ersten Posten vorbei und liess sich vom diffusen estnischen Gelände etwas verwirren. Bis zum Überlauf hatte sie aufgrund zwei weiterer Fehler schon einige Minuten verloren. Auf der zweiten Schlaufe fand sie besser ins Gelände hinein und konnte mehrere Plätze gut machen. Anna Nilsson Simkovics startete gut, fühlte sich jedoch in dem schwimmenden Gelände nie richtig sicher. Nach dem Durchlauf schlich sich noch ein größerer Fehler ein. Trotzdem machte sie noch eine Platzierung gut und die österreichische Damenstaffel endete auf dem 14. Rang.  

Die Weltmeisterschaft ist nun zu Ende, die österreichischen TeilnehmerInnen freuen sich aber schon auf weitere Herausforderungen. In zwei Wochen geht es schon mit den World Games in Polen weiter.

von Anna Laura & Kerschi in Leistungssport OL

7. Juli 2017