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Sommer-Feeling in Dänemark

Ein großer Teil des MTBO-Elite- und Nachwuchskaders (mit Betreuern/innen 21 Österreicher/innen) verbrachte die Osterferien beim international bekannten und beliebten MTBO-Camp in Dänemark (5 Wettkämpfe, 5 Trainings).

Veranstaltungsort war Viborg (Norddänemark), wo Anfang August auch die Weltmeisterschaft stattfinden wird. Um sich bestmöglich auf die WM vorzubereiten, waren heuer die meisten Top-Athletiennn und -Athleten aus fast allen MTBO-Nationen am Start. Damit sich alle auf die Besonderheiten für den Sommer einstellen können, waren die Karten, die für die Trainings und Wettkämpfe verwendet wurden, ähnlich denen, die auch bei der Weltmeisterschaft befahren werden.

Nach einer langen Autoreise kam der Nachwuchskader am Dienstag zu Mittag an, um sich gleich am Nachmittag auf die ersten Trainingskarten zu stürzen. Nach einem weiteren Training am Mittwoch Vormittag stieß zu Mittag das Eliteteam dazu und der erste Wettkampf wurde bestritten. Dieser war, wie für Dänemark meist üblich, sehr flach. Nach den steilen ACs in Ungarn war das für einige eine ziemliche Umstellung, sowohl orientierungstechnisch als auch fahrerisch. Trotzdem konnten ein paar Österreicherinnen und Österreicher zeigen, dass man auch in Gebieten ohne Berge nicht auf sie vergessen darf. In der Damen-Jugend konnte Jana Hnilica knapp vor Lena Schnetz den Sieg herausfahren, bei der Damen-Elite konnten Michaela Gigon (7.) und Marina Reiner (9.) mit zwei Top-10-Plätzen aufzeigen.

Die für die Jugendlichen wichtigeren Rennen fanden Donnerstag (Mitteldistanz) und Freitag (Langdistanz) statt, da diese Teil des Europacups („Young Guns Series“) waren. An diesen Tagen wurde den Athletinnen und Athleten einiges abverlangt: Einmal im hügeligen, dünenartigen Gelände, gespickt mit unzähligen coolen Singletrails, dann in einen höhenmeterlastigen Wald, den man in Dänemark nicht vermutet hätte, konnte Jana Hnilica mit Respektabstand den ersten Platz des Vortages verteidigen. Lena Schnetz erkämpfte sich bei der Mitteldistanz den 3. Platz; über die Langdistanz hatte sie, knapp in Führung liegend, einen Reifendefekt, der sie einen möglichen Sieg kostete. Lea Hnilica konnte bei den Juniorinnen über beide Distanzen ihre Stärken ausspielen und beide Male den 4. Platz ins Ziel bringen. Auch Hannes Hnilica (4.) und Benjamin Gaudernak (5.) waren über ihre Mitteldistanz sehr zufrieden. Georg Koffler und Martin Illig mischten in ihrem ersten Jahr bei den Junioren im immer noch starken Mittelfeld mit.

Auch die österreichischen Elite-Fahrerinnen und -Fahrer brachten bei einem Teilnehmerfeld von 45 Damen und 70 Herren wieder einige gute Ergebnisse ins Ziel. Michaela Gigon erreichte über die o-technisch schwierige Mitteldistanz den 8. Platz, Florian Exler war hierbei als 28. bester Österreicher. Die steile Langdistanz, bei der man besonders auf die Routenwahlen achten musste, gelang Kevin Haselsberger (8.) und Marina Reiner (11.) am besten.

Am Samstag fand eine verlängerte Mitteldistanz statt, bei der die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer kreuz und quer durch ein relativ flaches Militärgelände geschickt wurden, welches ähnlich dem der WM-Staffel im Sommer ist. Da das Wetter diese Woche, wie bestellt, frühsommerlich (13 bis 22° C mit Sonnenschein) war, waren fast alle Wege komplett trocken und staubig. Das hieß also: Wasser mitnehmen, um den Sand aus dem Mund zu spülen. Oft war der Sand sehr tief, wodurch das Treten noch anstrengender wurde. Sehr gut fanden sich Benjamin Gaudernak (1. Platz), Lena Schnetz (2.), Hannes Hnilica (4.) und Marina Reiner (10.) zurecht, was trotz der Anstrengung wieder einige glückliche Gesichter hervorbrachte.

Als Abschluss fand, wie jedes Jahr, der sogenannte Höker, eine Ultralangdistanz mit Massenstart, statt. Lena Schnetz konnte hier ihre fahrerische Stärke ausspielen und fuhr nach einer Fahrzeit von über zweieinhalb Stunden mit einer halben Minute Rückstand die zweitschnellste Zeit. Leider wurde diese in der Ergebnisliste wegen eines Fehlers im Anmeldesystem nicht berücksichtigt. In der Elite beendete Michi Gigon ihr Rennen mit einem starken 6. Platz, Andreas Waldmann und Kevin Haselsberger fuhren auf die Plätze 17 und 19.

Nicht vergessen darf auf die Masters und Betreuerinnen und Betreuer werden, die an den meisten Tagen respektable Ergebnisse, teilweise sogar Podestplätze, einfahren konnten, und die Athletinnen und Athleten trotzdem nebenbei toll betreut haben.

Das Elite-Team trat bereits nach dem Höker die Heimfahrt an. Das Nachwuchsteam konnte noch mit den anderen Nationen beim gemeinsamen Abendessen Geschichten austauschen, bei der Startnummerntombola groß absahnen und die körperlich und geistig anspruchsvolle Woche gemütlich ausklingen lassen.

Die Saison 2019 kann kommen!

von Lena Schnetz & Jana Hnilica in Alle News Leistungssport MTBO Leistungssport

25. April 2019

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