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WM-Staffel – Österreich festigt sich in den Top-10

Regen, strömender Regen begleitete das Abschlussrennen der Weltmeisterschaften in Norwegen, der Staffel. Der völlig aufgeweichte Boden sorgte für ein körperlich sehr hartes Rennen, das ohnehin anspruchsvolle norwegische Gelände für technische Herausforderungen und die Tatsache, dass es sich um eine Staffel handelte für mentale innere Kämpfe.

Zunächst starteten 30 Damenteams in die Regenschlacht, darunter Laura Ramstein für das österreichische Team. Sie machte ihre Sache gut, musste zwar die erste größere Gruppe ziehen lassen, übergab aber in der zweiten Gruppe an 17. Stelle, aber nicht weit von den Top10 entfernt, an Anja Arbter. Anja kämpfte stark über die zweite Strecke, lief technisch einwandfrei, hielt den Abstand gering zu den Top10 und schickte Schlussläuferin Ursula Kadan an 15. Stelle in den sumpfigen Wald.

Ursi fand zwar nicht ideal ins Rennen, aber packte Kampfgeist und mehr und mehr Selbstbewusstsein aus. Dieses nahm sie auch in den Zieleinlauf mit und sprintete an einigen Konkurrentinnen vorbei. So konnte sie die Ziellinie an 10. Stelle überqueren. Damit haben Österreichs Damen ihr Ziel, drei technisch kontrollierte Läufe zu absolvieren und in die Top10 zu laufen, erreicht.

An der Spitze kam es das ganze Rennen über zu einem Zweikampf zwischen der Schweiz und Schweden. Die Skandinavierinnen hat das bessere Ende für sich. Bronze holte Russland.

Das Herrenrennen startete um 18:30 und aufgrund der dunklen Wolken sah man sogar die eine oder andere Stirnlampe während der drei Strecken. Wie die Damen liefen auch Österreichs Herren in derselben Aufstellung wie 2018. Matthias Gröll ging im 36 Staffeln starken Feld auf die Startstrecke. Die erste von zwei Schlaufen lief er perfekt, verlor danach physisch etwas an Boden, konnte aber Gernot Ymsén mit nur 2:08min Rückstand auf die Spitze an 16. Stelle in den Wald schicken.

Wie im Vorjahr packte dieser eine souveräne Staffelleistung aus, überholte Läufer um Läufer und brachte Österreich an siebter Stelle, unweit des vierten Platzes, zurück in den Kampf um die Diplomplätze.

Robert Merl zeigte auf der Schlusstrecke ein solides Rennen, ließ keinen Angriff von hinten zu und überquerte für Österreich an siebter Stelle die Ziellinie. Österreichs Herren konnten damit auch im skandinavischen Gelände zeigen, dass sie nicht weit von den Medaillen entfernt sind.

An der Spitze kam es vor allem auf der Schlussschleife der letzten Strecke zu spannenden Szenen. Schweden profitierte von einem Fehler der Finnen und Norweger, übernahm die Spitze und gab diese nicht mehr ab. Silber sicherte sich im Zielsprint Finnland vor Frankreich. Knapp dahinter landeten Tschechien, Norwegen und die Schweiz auf den Rängen vier bis sechs.

Es war klar, dass es schwierig werden würde die starken Ergebnisse aus dem Vorjahr von der WM in Lettland auch in Norwegen zu bestätigen. Weit davon entfernt war man aber nicht. Sowohl Damen als auch Herren landeten in der Staffel wieder in den Top 10 und wenn die ersten Hochrechnungen stimmen dürfte das Herrenteam in die Division 1 aufgestiegen sein, was einen dritten Startplatz über die Langdistanz in Tschechien bedeuten würde.

Rangliste Damen:
1. Schweden          1:35:49
2. Schweiz             1:35:53
3. Russland            1:36:56
….
10. Österreich        1:47:39

Rangliste Herren:
1. Schweden          1:40:42
2. Finnland            1:42:16
3. Frankreich         1:42:25
……
7. Österreich         1:46:12

Die vollständige Rangliste

 

 

von OL Nationalmannschaft in Alle News OL OL Leistungssport

18. August 2019

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