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Einsatz im Lidl-Lager

Hilfseinsatz Bundesheer bei Lidl
Hilfseinsatz Bundesheer bei Lidl

Zwei unserer insgesamt acht Bundesheer-Leistungssportler/innen und Trainer Martin Binder wurden am Dienstag, 17. März 2020, im Zusammenhang mit der Corona Krise zu einem Arbeitseinsatz einberufen.

Ursula Kadan, Martin Binder und Robert Merl haben im Lidl Zentrallager in Wundschuh (Bezirk Graz Umgebung) mitgeholfen, die Lücken in den Supermarkt-Regalen wieder zu füllen.

„Gemeinsam mit zwei anderen Sportlern vom Heeresleistungssportzentrum Seebenstein, zwei Basketballern, wurden wir eingewiesen, wie das Kommissionieren der Waren funktioniert“, erzählt Martin Binder.

Nach den Hamsterkäufen am Freitag, 13. März 2020 wegen der bevorstehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der befürchteten Ausgangssperren war man im Lidl Lager mit den Nachlieferungen gar nicht mehr nachgekommen. Dank der Unterstützung unserer Athleten konnte bereits innerhalb eines Tages wieder viel aufgeholt werden.

„Wir sind im Lager herumgefahren und haben anhand von Listen jene Waren eingeladen, die für die einzelnen Lidl-Märkte bestellt worden waren“, berichtet Martin Binder. Danach wurden die Waren auf Paletten gepackt und die nächsten Listen abgearbeitet. Dank der fleißigen Helfer/innen gibt es nun wieder WC-Papier und Nudeln bei Lidl 😉

Zuständig ist das Lager Wundschuh für das Burgenland, die Steiermark, Kärnten, Osttirol und den Lungau. Da sich seit Wochenbeginn das Einkaufsverhalten der Menschen wieder normalisiert hat, könnte im Lidl-Lager wieder der Alltag einziehen.

Für Robert, Ursula und Martin ist die Arbeit im Lidl-Lager eine willkommene Ablenkung von der nicht nur aus sportlicher Sicht ungewissen Situation. Martin Binder empfiehlt auch anderen, denen derzeit „die Decke auf den Kopf fällt“, freiwillig Hilfe zu leisten, wo dies möglich ist. „Eingeschult ist man schnell, die Arbeit ist nicht schwer“, sagt er. Eine wertvolle Qualifikation brachte er schon mit: „Hier im Lidl-Lager ist es ein Vorteil, wenn man als Kind Tetris gespielt hat!“

Und wie ist es mit dem Infektionsrisiko? „Man versucht, Abstand zu halten“, sagt Martin Binder. Hygiene und Kontaktverzicht sind ein Gebot der Stunde.

Wegen eines Corona-Verdachtsfalls im HLSZ Seebenstein konnten die Heeressportler Nicolas Kastner, Jannis Bonek und Leo Holper vorerst nicht am Bundesheer-Hilfseinsatz teilnehmen. Da mittlerweile Entwarnung gegeben wurde, werden sie möglicherweise noch diese Woche zum übrigen Team stoßen.

Gernot Ýmsen und Matthias Reiner sind in Schweden bzw. Finnland und werden voraussichtlich dort bleiben. Mathias Peter befindet sich nach seiner Rückkehr vom Maximus O-Meeting in Spanien in Heimquarantäne.

Der ÖFOL wünscht den Bundesheer-Athleten und der Bundesheer-Athletin alles Gute für ihren Hilfseinsatz. Bleibt gesund!

von Elisabeth Kirchmeir in Sonstiges

17. März 2020