3. & 4. MTBO Austria Cup in Fehring

von  Michael Melcher,

erstellt am 21.04.2017
Kategorie: MTBO, Austria Cup

Kartenausschnitt mit zwei fiktiven Posten - mustertypisch für Karte und Bahnlegung

In den tiefen Wäldern und Grabensystemen der Südoststeiermark geht am kommenden Wochenende das erste nationale MTBO-Saisonhighlight über die Bühne.

Neben dem 3. und 4. MTBO Austria Cup finden auch die ÖSTM & ÖM Mitteldistanz sowie die steirische MTBO-Meisterschaft statt. Die Bewerbe zählen auch zum ungarischen MTBO-Cup. Insgesamt sind an die 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Ländern (Österreich, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Frankreich, Litauen) gemeldet.

Erstmals organisiert der HSV Feldbach / Sektion OL einen MTBO Austria Cup. Bereits vor einem Jahr wurde begonnen, das ca. 20 km² große Wettkampfgelände neu aufzunehmen. In den 1980er-Jahren gab es hier eine Fuß-OL-Karte - "Kroppiwald" - wo seinerzeit eine Österreichische Staatsmeisterschaft durchgeführt wurde.

Das Gelände ist typisch für die Südsteiermark: Es gibt viele tiefe Grabensysteme mit rapiden Höhenunterschieden von der Talsohle auf den Grabenrücken. Dies eignet sich hervorragend für komplexe, versteckte Routenwahlen. Die Wege sind zum Teil extrem schnell befahrbar, zum anderen Teil tief mit Laub bedeckte, sehr schwer erkennbare Pfade. Auch durchziehen etliche asphaltierte Gemeindestraßen die Höhenrücken und sorgen für zusätzliche Routenwahlaspekte.

Einige internationale Spitzenfahrer wollen sich auf typisch österreichische Terrain einstellen, da es im Waldviertel beim kommenden Weltcup ähnlich steil wird.

Bester Fahrer im Elitefeld ist der Franzose Yoann Garde, der für einen slowakischen Verein startet, da seine Frau aus der Slowakei stammt. Er ist Favorit auf die Tagessiege, hat er doch bereits mehrere WM- und EM-Medaillien gewonnen -  zuletzt WM-Bronze in der Staffel 2016 und EM-Silber 2015 (Mitteldistanz und Staffel). Der Litauer Regimantas Kavaliauskas hat bereits etliche Top-Ten-Plätze bei Weltcups in den letzten beiden Jahren errungen. Bei den Österreichern sind derzeit - siehe auch Ergebnisse Slovenj Gradec - Kevin Haselsberger, Andreas Waldmann, Bernhard Schachinger und Tobias Breitschädel die besten Vier und werden sich die Medaillen vermutlich untereinander ausmachen.

Bei den Damen ist Hana Garde - die Ehefrau von Yoann Garde die Top-Favoritin. Sie hat zuletzt eine Babypause eingelegt; zuvor hatte sie Silber bei der EM 2015 auf der Langdistanz und in der Staffel gewonnen. Die teilnehmenden Litauerinnen (Arlauskiene, Babrauskaite, Zaliaskaite) sind allesamt Top-15-Fahrerinnen bei WMs und EMs; 2016 belegte das litauische Damen-Team Rang 6 bei der WM in Portugal - wer die Beste von den Dreien ist, kann man zur Zeit schwer sagen. Sie sind aber heuer bei ihrer "Heim-WM" in Litauen sicherlich zu den Medaillienanwärterinnen zu zählen. Von den Österreicherinnen werden Michaela Gigon, Marina Reiner und Sonja Zinkl um den Sieg kämpfen.

Die beste Ungarn sind Anna Füzy bei den Damen und Laszlo Rozsa bei den Herren - jeweils Favoriten auf den Sieg im ungarischen Cup.

Für äußerst selektive Bahnen und für eine tolle Karte hat das Feldbacher Trio Hans Luttenberger, Rudolf Schwarz und Alois Fuchs gesorgt.


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