Alexandersson zum 3. Gold, Belomazhev zum 1.

von  Hans Georg Gratzer,

erstellt am 10.03.2017
Kategorie: Ski-OL, Leistungssport

Ausnahmeathletin Tove Alexandersson (Foto: WSOC 2017)

Die Wettkämpfe über die Mitteldistanz an der Ski-O-WM im Russland wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen. Die Titel gingen an Schweden und Bulgarien.

Während das Podium der Damen ident dem des Sprints war - 1. Tove Alexandersson (Schweden), 2. Polina Frolova (Russland), 3. Salla Koskela (Finnland), gab es im Rennen der Herren einen neuen Weltmeister: Stanimir Belomazhev (Bulgarien) setzte sich um 15 Sekunden vor Erik Rost (Schweden) und Lars Moholt (Norwegen) durch, wobei sich der Bulgare erst nach dem Arena-Durchlauf an die Spitze setzte und diese in Folge nicht wieder abgab.

Bei den Herren wurden einige Athleten, darunter auch zwei Spitzenläufer des Gastgeberlandes, disqualifiziert, da sie den "Zaunposten" nach dem Arena-Durchlauf übersehen hatten. Dieses Missgeschick war wohl auch der eher unglücklichen Wahl des Postenstandorts (gleich Startposten Sprint) geschuldet.

Die Mitteldistanz-Wettkämpfe waren geprägt von anderen äußeren Bedingungen als an den Tagen zuvor - Kälte und Wind haben sowohl breite als auch schmale Tracks sehr glatt werden lassen. Vom Kurssetzer und den Event Advisers wurden die Athleteninnen und Athleten per Information aufgefordert, speziell in den Abfahrten vorsichtig zu sein. Außer einigen Materialdefekten (Bindungs- und Ski-Brüche) ist aber alles gut gegangen.

Die Leistungen unserer Athleten waren unterschiedlich. Roland Fesselhofer lief auf Rang 34 trotz Stockbruch vor der Arena, kämpfte dabei mit den glatten Bedingungen und das dadurch bedingte "Herumrutschen". Adrian (42.) tat sich mit dem für ihn diffizil zu lesenden Spurennetz auf der Karte im Maßstab 1:10.000 schwer, und meinte, dass ihm die Erfahrung bei solchen Wettkämpfen fehle.

Abends war Erholung angesagt, folgt doch Samstag Nachmittag die Langdistanz mit Massenstart; für die Herren um 15:45 (!) Ortszeit, mit 31,2 km "shortest sensible route", 49 Posten und 925 Höhenmetern Steigung. Einerseits sind die Startzeiten am Nachmittag für die Teilnehmer angenehm, fällt damit der morgendliche Stress weg, andererseits sind die gewählten Startzeiten, speziell am späten Nachmittag für die Teilnehmer und Betreuer schon sehr gewöhnungsbedürftig, endet das Rennen für die weiter hinten platzierten doch erst nach 18:00 Uhr. Diese Startzeiten wollten die Veranstalter auch auf Anfrage nicht ändern, da diese auf die Fernsehzeiten in Europa Rücksicht nehmen.

Links:

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Fotos: WSOC 2017

Der letztgestartete Stanimir Belomazhev freut sich im Ziel über seine erste Goldmedaille bei Weltmeisterschaften

Das Podium der Herren mit (von links) Erik Rost, Stanimir Belomazhev und Lars Moholt

Bei den Damen das gleiche Siegerbild wie Tags zuvor


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