Das Lange Ende kommt zum Schluss

von  Boris KJ,

erstellt am 13.07.2018
Kategorie: OL

Neuer Tag. Neuer Wald. Neue Chance. Die WMOC 2018 in Dänemark wurden mit den Langdistanz-Finali abgeschlossen.

Wer nach der Medaillen-Entscheidung über die Mitteldistanz noch immer nicht genug von der Senioren-WM 2018 hatte, der bekam am letzten Wettkampftag noch einen mehr als ausgiebigen Nachschlag. Zunächst hatten alle die Möglichkeit, den „Wald der Geier“ am Tag vor dem Rennen kennenzulernen. Auch hier im „Gribskov“ wurde ein Model-Event angeboten, um sich an den Charakter von Dänemarks zweitgrößtem Waldgebiet zu gewöhnen. Wer dieses angebotene Training rund um die Mittagszeit absolvierte, hatte Glück. Oder Pech. In jedem Fall geriet er in eine Wikingerschlacht, die rund um ein Waldlager mit Zelten und Holzverschlägen tobte. Mit lautem Kampfgeschrei, mit Holzschilden und ebensolchen Waffen, mit bunten Kostümen und entsprechenden Regeln für dieses gut besuchte Rollenspiel. Für alle mit Karte und Kompass bewaffneten „Krieger“ begann der Kampf nach einmal Schlafen.

Die WMOC 2018 wurden am 13. Juli 2018 mit den Langdistanz-Finali abgeschlossen. Am Freitag, dem 13. Juli. Nach dem Mitteldistanz-Bewerb wurden die Startfelder in allen Altersklassen noch einmal durchgemischt. Eine ebenso komplizierte wie ganz sicher auch wohldurchdachte Auf- und Abstiegsregel sorgte schon vor dem abschließenden Langdistanz-Finale für Bewegung im Feld.

Mit den Aufsteigern aus den B- und C-Finalläufen waren für Österreich 10 Damen und Herren in den A-Finali im Einsatz. Hier die in Zahlen gegossene Bilanz: In der Kategorie W45- hieß es 20. Barbara Kastner, Naturfreunde Wien und 30. Ingrid Adenstedt, Orienteering Klosterneuburg. Bei den Herren 45- lief Wolfgang Waldhäusl vom OLC Wienerwald als 14. wieder ein herausragendes Rennen, Boris Kastner-Jirka von den Naturfreunden Wien ein herauszustreichendes (mp [wird aber vom Autor dieser Zeilen vehement bestritten]). In der Kategorie W50- wurde Guni Palme, Orienteering Klosterneuburg, gute 39. im A-Finale. Bei den Herren 50- erreichte Emanuel Braun, HSV Wr. Neustadt Platz 55, Franz Gusel von den Naturfreunden Steuerberg Platz 78. Ein ganz starkes Rennen gelang zum Abschluss dieser WM Siegfried Opetnik in der Kategorie M55-. Der HSV Klagenfurt-Athlet wurde 18. , Karl Lang, Orienteering Klosterneuburg kam als 51. in die Wertung. Und auch Ulrike Roder vom HSV Ried war wieder weit vorne. Sie holte in A-Finale der Damen 75- den tollen 19. Platz.

Kreuz und quer pflügten alle durch den „Gribskov“, der Wald erinnerte mit seinem kupierten Gelände und den zahllosen Wasserrinnen und Sümpfen immer wieder an das Waldviertel. Allerdings an ein Waldviertel auf Meeresniveau. Und ebenso allerdings waren die meisten der Rinnen und Sümpfe nach vielen Wochen ohne Regen trocken. So trocken wie die Kuhfladen auf der Arenawiese. Saftiger und auch g’schmackiger waren die Pizzen bei der improvisierten rot-weiß-roten Abschlussparty, die sich knapp 20 Österreicherinnen und Österreicherinnen am Ende der WMOC 2018 gönnten.

 


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