Doppeltes Gold für Schweden im WSOC-Sprint

von  Hans Georg Gratzer,

erstellt am 09.03.2017
Kategorie: Ski-OL, Leistungssport

Adrian Wickert (Foto: WSOC 2017)

Tove Alexandersson bei den Damen und Ulrich Nordberg bei den Herren sicherten beim Sprint-Bewerb an der Ski-O-Weltmeisterschaft in Russland dem schwedischen Team die nächsten Goldmedaillen.

Hinter Alexandersson reihten sich Polina Frolova (Russland) und Salla Koskela (Finnland) auf den Medaillenrängen ein, Diplome gab es bei den Damen ebenfalls in der Reihenfolge Schweden - Russland - Finnland. Bei den Herren genügten Nordberg 1,6 Sekunden, um einen russischen Dreifachsieg zu verhindern. Silber ging an Andrey Lamov, Bronze an Sergey Gorlanov. Diplome gingen hier neben Russland an Bulgarien und Schweden.

Die österreichischen Athleten mussten sich mit Rängen in der zweiten Hälfte der Ergebnisliste zufrieden geben - Roland Fesselhofer lief auf Rang 44, Adrian Wickert auf Rang 49.

Die Schneebeschaffenheit im Gelände gestaltete sich sehr unterschiedlich. Gleich zu Beginn war es durch die starke Sonneneinstrahlung sehr tief und weich. Sobald man im "geschützten" Wald war, wurden die Spuren eisig und extrem schnell.

Roland meinte zu seinem Rennen, dass er einfach nicht schnell genug für den Sprint sei; er hofft, dass es bei der Mitteldistanz besser geht. Adrian zeigte sich angesichts des großen Rückstands überrascht, da er eigentlich keinen größeren Fehler auf seiner Runde feststellen konnte. Er meinte weiter, dass er teilweise Probleme beim Laufen auf den schmalen Spuren hatte und auch öfter einfädelte. Beide Athleten freuen sich auf die kommenden Rennen und hoffen dort auf bessere Ergebnisse.

Wieder war der Wettkampf bestens organisiert. Start in der Arena mit einer Schikane am Durchgang durch den Zaun, danach ging es zuerst durch einen eher flachen Teil mit vielen schmalen Spuren, der Teil nach dem Arena-Durchlauf (den übrigens keiner der Teilnehmer auf der geplanten Spur gewählt hat) zum Ende noch einmal steil bergauf zu zwei Posten und dann einen weiten Weg durch die Arena ins Ziel. 

Aufregung gab es am, ging doch der Feueralarm in der Unterkunft los und alle mussten raus – nur das Notwendigste (Dokumente und warme Kleidung) konnte mit! Nachdem klar war, dass eine in Betrieb genommene Waschmaschine, die ohne Wasser arbeiten musste, verantwortlich war, konnten wir wieder zurück. Interessanterweise waren dann ab heute Morgen die zahllosen "Brandschutztüren" die vorher immer offen standen, zumindest teilweise geschlossen!

Das Team Austria hat heute Vormittag den freien Tag für eine angebotene Exkursion in das Umland und eine mobile Stadtführung genutzt. Der Nachmittag wird für die Vorbereitung zur morgigen Mitteldistanz genutzt. Mauskniehoch Neuschnee und um einiges tiefere Temperaturen erfordern geänderte Abstimmungsarbeiten an den Sportgeräten.

Links:

Ergebnis Sprint
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Fotos unten: Hans Georg Gratzer

Roland Fesselhofer am Start

Die beeindruckende Arena

Großes Zuschauerinteresse

Ulrich Nordberg (SWE) siegt vor drei Russen

(Offene) Brandschutztür


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