Forderndes Gelände zum Auftakt der Waldbewerbe an der WM

erstellt am 07.08.2018
Kategorie: OL, Leistungssport

Gernot Ymsén-Kerschbaumer auf dem Weg zum tollen 12. Platz über die Mitteldistanz.

Gernot Ymsén-Kerschbaumer sorgt mit dem 12. Platz für das beste Österreichische Resultat über die Mitteldistanz. Das Gelände forderte durch die teils sehr schlechte Sicht sauberes Orientieren bis hin zum Postenobjekt.

In der dienstäglichen Mitteldistanz wechselten sich steile Gräben auf der Nordseite des Flusses Gauja mit flachen Waldpartien ohne markante Geländemerkmale, wie sie südlich des Flusses zu finden waren, ab. Dem Laufgebiet auf beiden Seiten des Flusses war gemeinsam, dass die Sicht äusserst begrenzt war. Dies wurde einigen Athleten zum Verhängnis, so hatte beispielsweise Topfavoritin Tove Alexandersson bereits bei der zweiten Zwischenzeit einen Rückstand von einer knappen Viertelstunde zu beklagen. Deutlich erfolgreicher navigierte Gernot Ymsén-Kerschbaumer durch den lettischen Wald. Am Ende resultierte Platz 12, ohne einen Fehler auf der längsten Routenwahl des Tages wäre gar ein Diplomplatz möglich gewesen. «Ich bin gut in den Lauf reingekommen, habe aber dann anstatt einer eher direkten Route eine Umlaufvariante gewählt, auf der über eine Minute verloren ging», so Ymsén-Kerschbaumer nach dem Lauf. Keine großen Fehler, dafür einige Unsicherheiten im Postenraum hatte Matthias Gröll (35.) zu beklagen. Er erklärte seine Leistung mit einer Analogie aus dem Dart-Sport: «Ich hab jeweils die Scheibe getroffen, machte aber keine Punkte». Dennoch, es habe Spass gemacht, so Gröll nach seiner guten Leistung. Das Rennen gewann der Norweger Eskil Kinneberg vor den beiden Schweizern Daniel Hubmann und Florian Howald. 

Ebenfalls zwei solide Leistungen zeigten Anja Arbter (36.) und Ursula Kadan (38.). Am Ende trennten die beiden Läuferinnen nur gerade acht Sekunden. Arbter unterliefen keine größeren Fehler, doch auch bei ihr schlichen sich im Postenraum ein paar kleine Zeitverluste ein. «Ab und zu hätte ich noch etwas direkter laufen können, vor allem im sehr flachen Teil nach dem Überqueren des Flusses». Bereits früh lief es bei Ursula Kadan nicht nach Wunsch: «Nachdem ich den ersten Posten gesucht habe, schlich sich gleich zum zweiten ein großer Zeitverlust ein. Den Posten habe ich etwas unterschätzt, ich dachte es sei eindeutiger.», meinte Kadan nach dem Lauf. In der Folge gelang ihr aber ein guter Lauf und sie war wohl auch etwas mitverantwortlich dafür, dass Isia Basset (Frankreich) am Ende über eine bronzene Medaille jubeln durfte. Am schnellsten unterwegs waren über die Mitteldistanz Natalia Gemperle (Russland) und Marika Teini (Finnland). 

Nach einem Ruhetag findet die WM am Donnerstag mit den Staffel-Entscheidungen ihre Fortsetzung. Resultate sowie alles andere zur diesjährigen Weltmeisterschaft gibt es auf der offiziellen Website der WM 2018.

Anja Arbter fliegt dem Ziel entgegen.

Ursula Kadan mit der späteren Bronze-Gewinnerin Isia Basset im Schlepptau.

Kurz vor der Arenapassage: Matthias Gröll.


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