Gernot Ymsén-Kerschbaumer 3. beim Weltcup in Tschechien

von  Nationalteam,

erstellt am 07.10.2018
Kategorie: OL, Leistungssport

Gernot Ymsén-Kerschbaumer, Foto Matthias Gröll

Tschechien, Turnov, Burg Waldstein, Sandsteine, viele Sandsteine … Gernot Ymsén-Kerschbaumer kam mit dem Sandsteinlabyrinth südlich von Turnov ausgezeichnet zurecht.

Gernot Ymsén-Kerschbaumer durfte sich über seinen insgesamt dritten Podiumsplatz im Orientierungslauf-Weltcup freuen, nach einem dritten Platz 2011 in Liberec und EM Bronze heuer in der Schweiz.

Der Mitteldistanz-Weltcupbewerb hielt was er versprach (ebenso der Kartenname Waldstein). Orientierungstechnisch äußerst anspruchsvoll mit Routenwahl- und Mikroroutenwahlentscheidungen zu beinahe jedem Posten. Die Damen hatten 3,7 km mit 305 Höhenmetern und 17 Posten zu bewältigen, die Herren 4,3 km mit 360 Höhenmetern und 22 Posten. Die Streckendaten alleine zeigen, wie steil es zur Sache ging.

Kerschi zog zufrieden Bilanz: "Das war eine Mitteldistanz vom Feinsten. Zwar war das Kartenlesen wirklich nicht einfach aufgrund der vielen eingezeichneten Steine (Anm. nicht nur eingezeichnet), aber mir macht dieses Gelände einfach Spaß. Ich versuchte in den entscheidenden Momenten Tempo rauszunehmen, um sicher im Postenraum zu navigieren, sowie gute Routenwahlentscheidungen zu treffen. Bis auf die letzte lange Route ist mir dies auch sehr gut gelungen heute. Im Ziel hieß es dann noch ein wenig warten bis das Endresultat feststand, danach war ich so was von glücklich, einfach herrlich."

Das österreichische Team demonstrierte abermals mannschaftliche Geschlossenheit und konnte zahlreiche Platzierungen in den Weltcuppunkterängen (Top 40) für sich verbuchen. Neben Ymsén-Kerschbaumers dritten Platz zeigte Robert Merl einen starken Lauf und durfte sich nach dem sechsten Platz im KO-Sprint über Rang 16 freuen: "Ein paar falsch gewählte Routen waren dabei, sonst sehr gut. 16. ist deutlich besser als gedacht."

Matthias Gröll bestätigte seine orientierungstechnisch feine Klinge und erkämpfte mit Rang 32 wertvolle Weltcuppunkte: "Leider waren ein paar schlechte Routenwahlentscheidungen dabei, aber bei 22 Posten stets richtig entscheiden ist recht unwahrscheinlich. Ärgerlich war ein Fehler beim letzten Steinposten, der hat 40 Sekunden gekostet. Ansonsten bin ich super zufrieden."

Auch Mathias Peter ließ mit Platz 39 aufhorchen: "Ich hatte anfängliche Probleme die richtigen Routenwahlen zu treffen, gegen Ende gelang mir dies besser. Ich bin zufrieden mit den Weltcuppunkten, auch wenn doch mehr drinnen gewesen wäre."

Christian Wartbichler schrammte als 41. hauchdünn mit nur sieben Sekunden an Weltcuppunkten vorbei.

Matthias Reiner belegte unter 115 Startern den 67. Platz: "Mein Lauf war mit einigen Anfängerfehlern bestückt – ich bin ziemlich unzufrieden. Dennoch war es ein extrem tolles Gelände für einen Weltcuplauf."

Unter 93 teilnehmenden Damen war Ursula Kadan als 26. beste Österreicherin. Die 15 Weltcuppunkte können sich am Ende als wertvoll erweisen: "Es war größtenteils ein kontrollierter, guter Lauf. Gegen Ende habe ich dann leider etwas nachgelassen. Die schlechte Route samt Fehler zum letzten Posten hat mich 12 Plätze gekostet, wie ich im Nachhinein gesehen habe, schade."

Anna Nilsson Simkovics zeigte ein beherztes Rennen und erkämpfte sich den 34. Rang, unmittelbar vor Anja Arbter.

Anna meinte: "Ich fühle mich physisch immer besser. Zwei Routen bei denen ich etwas Zeit verloren habe, aber bin mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es hat Spaß gemacht zwischen den Sandsteinen zu cruisen."

Anja resümierte: "Fehler zum ersten Posten (1 Minute), dann sehr gut, leider falsche Route zum letzten (wieder 1 Minute).“

Laura Ramstein und Johanna Trummer landeten als 44. bzw. 50. nur knapp außerhalb der Top 40. Lauras Bilanz: "Schlechte Startphase, nicht richtig auf die Karte gekommen, ab Posten 3 fand ich meinen Rhythmus so langsam."

Am Sonntag steht der letzte Weltcupbewerb der Saison auf dem Programm. Gernot Ymsén-Kerschbaumer, Robert Merl, Ursula Kadan und Anja Arbter haben über die Saison hinweg einen Platz im A-Finale (beste 40) erkämpft.

Links:

 

Video vom Zieleinlauf

Live Results

Kerschi, Foto Tomas Bubela

Siegerehrung, Foto Öystein Kvaal Österbö

Gernot Ymsén-Kerschbaumer, Foto Matthias Gröll


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