Labyrinth-Challenge im Weltcup-Sprint

von  Philipp von Arx,

erstellt am 11.06.2014
Kategorie: OL, Leistungssport

Robert Merl bei der Sprint-Qualifikation in Imatra

Die heurigen Weltcup-Läufe in Skandinavien fanden mit dem Sprint ihren offiziellen Abschluss. Mit dabei war eine kleine Delegation aus Österreich.

Die diesjährige Austragung des Weltcup-Blockes in Skandinavien fand in einem etwas abgespeckten Umfang statt. War die letztjährige Nordic Orienteering Tour durch Norwegen, Schweden und Finnland noch ein veritabler Großanlass, so wurde dieses Jahr nicht nur das mittlere der drei Ländern übersprungen, sondern auch die Anzahl der Wettkämpfe reduziert.

Eines zeichnete alle drei Weltcup-Läufe aus: Sie waren physisch sowie vor allem technisch äußerst fordernd. Den Auftakt bildeten zwei Läufe in der Nähe von Kongsberg (NOR). Robert Merl, der einzige Österreicher am Start, wurde seinen eigenen Erwartungen mit den Rängen 26 und 28 gerecht. "Technisch fühlte ich mich in diesem anspruchsvollen Gelände sicher, in der Langdistanz bin ich jedoch gegen Ende läuferisch ziemlich eingegangen. Der kürzeren Distanz in Finnland sehe ich aber auf jeden Fall mit Vorfreude entgegen."

Die Organisatoren des Sprints in Imatra (FIN) folgten dem Beispiel des letztjährigen WM-Sprint-Finales. Wie 2013 in Sotkamo kreierten sie mit Hilfe von Zäunen ein wahres Labyrinth. Und sie toppten die letztjährige WM bei weitem. Ganze 800 Meter an Zaun sollen den Läufern zu offensichtliche Routen verunmöglicht haben.

Bereits in der morgendlichen Qualifikation galt es, einigen temporären Hindernissen auszuweichen. Laura Ramstein verpasste leider den Sprung in die Top 40, sie habe unterwegs den Flow nie ganz gefunden. "Ich habe zwar meistens die beste Route gewählt, doch es schlichen sich unterwegs viele kleine Unsicherheiten ein."

Robert Merl gelang der Finaleinzug mit Rang 19, zeitgleich mit Sprint-Weltmeister Mårten Boström.

Die nach den Läufen in Norwegen erhoffte Leistungssteigerung blieb beim Finale jedoch aus. Merl kam nicht über Rang 29 hinaus, es hätte aber durchaus auch anders enden können. "Ich tat mich ab und zu schwer, die Zäune auf der Karte zu sehen und bin deswegen einige Male in die Falle getappt. Es war oft schwierig, auf die Schnelle überhaupt eine mögliche Route zu sehen."

Den inoffiziellen Abschluss des Weltcup-Blockes bildet am Donnerstag eine Sprint-Staffel im selben Laufgebiet. Gut möglich, dass die Zäune wieder ganz wo anders stehen werden ...


Resultate & GPS:

> Ergebnisse Weltcup 7, Norwegen, Mittel
> GPS Damen Weltcup 7, Norwegen, Mittel
> GPS Herren Weltcup 7, Norwegen, Mittel

> Ergebnisse Weltcup 8, Norwegen, Lang
> GPS Damen Weltcup 8, Norwegen, Lang
GPS Herren Weltcup 8, Norwegen, Lang

> Ergebnisse Weltcup 9, Finnland, Sprint Qualifikation und Finale
GPS Damen Weltcup 9, Finnland, Sprint
> GPS Herren Weltcup 9, Finnland, Sprint


Fotos: Philipp von Arx

Laura Ramstein bei der Sprint-Qualifikation

Robert Merl im Finale


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