Teilnehmer: Markus Buchtele, Richard Schuh, Michael Prehsler, Curt
Maier, Michael Wendler, Karl Lang, Gäste: Michi Hohenwarter, Merit Thea Lillehov und Martin Pongratz
Beginn: 19:15
Protokoll wie angekommen? Wo angekommen?
Maier hat Einladung bekommen, war auch schon an Seebenstein
interessiert
Reihum Bericht der Teilnehmer, was sie erkundet haben:
Bericht Prehsler: Viele
Rückmeldungen, zum Teil erfreulich. Von 42 ausgesendeten sind 15 Fragebögen
zurückgekommen:
Zusammenfassung Fragebögen:
Alle die geantwortet
haben sind noch immer im OL aktiv, zT auch anderswo.
Zwei Drittel arbeiten
noch als Trainer irgendwie
individueller Trainer
1 nein, 5 ja, der Rest hat hier nicht geantwortet
Einige im Verein, fast
keiner im Landesverband
Keine angemessene Entlohnung, 7 bekommen
symbolische Entlohnung, 2 Trainern war die Anerkennung genug
Mehrheit hat keine ausreichende Zeit, Trainer
zu sein.
Überwiegend besteht großes Interesse, als
Trainer zu arbeiten.
Ausgeglichen beantwortet ist die Nachfrage
nach Trainerarbeit.
Fortbildungsinteresse ist durchwegs gegeben.
Die Mehrheit hätte gerne mehr Bezahlung und
mehr Anerkennung
Persönliche Bemerkungen zeigen zum Teil schon stark ideelle Motivation,
wie Arbeit mit Freunden, Mitgenuß von Erfolgen, Freude an Sportpsychologie
Verschiedene Anregungen in , die diskutiert werden können:
Bei der Ausbildung verpflichtet sich der Trainer, in den nächsten 10
Jahren dem OL in Österreich in irgend einer Art zur Verfügung zu stehen.
àAnalyse Prehsler.
Als Antwort sollte man den Trainer Hilfestellungen geben, wie sie
Trainertätigkeit besser zeitlich und finanziell managen könnten und wie sie
klarere Prioritäten setzen könnten (Privatleben, Beruf, Trainer, eigener
Wettkampfsport)
Idee einer diesbezüglichen Fortbildung im kleinen Rahmen mit denen, die die Fragebögen geschickt haben.
Kommentar Buchtele: Wenn man auf Sportlerseite mehr fortbildet, wird
auch mehr Verständnis für die Trainerarbeit entstehen
Bericht Wendler:
Grundaussage zum Ergebnis meiner Nachforschungen: Entgegen meinen
Wunschvorstellungen und Einschätzungen:
In der Öffentlichkeit gibt
es
keine positive oder negative Beurteilung der Trainerarbeit an der Basis, denn
es gibt das Thema Trainer nicht!
Einzelne Ausnahmen bestimmen die Regel, einzelne Sportarten folgen
eigenen Gesetzen.
Beobachtet wurden von mir allgemeine Sportzeitungen, Fachzeitungen,
Tagespresse, unsere Verbandsveröffentlichungen
Zu Beginn Orientierungslauf:
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, das die Sommersportart
Orientierungslauf in den Steirischen Medien im Juli und August nicht vorhanden
war. Beurteilung daher überflüssig.
Sportmedien allgemein: OL praktisch nicht vorhanden.
Eigene Veröffentlichungen: Nationaltrainer wird von Michael Grill
regelmäßig in Orientierung zu Analysen gebeten, manchmal wird der eine oder
andere Trainer in einen Nebensatz erwähnt.
Laufsportmedien: Eine löbliche Ausnahme im „Laufsport“ das Porträt
von Lucie Böhm durch Heiner Bobersky (früher schon großer OL-Förderer): Hier
war die Zusammenarbeit von Lucie und Ulu Aeschlimann besonders hervorgehoben.
Doch kleine Ironie der Geschichte: das halbseitige Foto der beiden war von ....
Michael Wendler.
Orientierungslauf International: In den skandinavischen
Medien vor allem immer ausführliche Berichte bei Wechsel der diversen
National-Trainer. Bei den Einzelsportlern steht deren eigenes Profil im
Vordergrund.
Der CompassSport zeigt, daß in Großbritannien Trainerarbeit mehr
honoriert wird: Seit Jahren regelmäßige Tipps von Trainern in der Zeitung, in
letzter Zeit Serie „O-coach is Slow-Coach“: H-50 Vater ist Trainer von H21E
Läufer, beide diskutieren Zielsetzung und Analyse bei regionalen Wettkämpfen,
die sie auf der selben Bahn laufen.
Auch im mehrseitigen Porträt aus Anlass des Rücktritts von Yvette Baker ein ganzes Kapitel “many coaches“.
Laufsport: Für mich auffallend,
daß vor allem dann über Trainer berichtet wird, wenn diese Ehepartner, Väter
etc. sind und herausragende Athleten betreuen (österreichische Läufer-Ehen
dieser Art gab es einige), zuletzt im Laufsport beim Frauenlauf der Bericht
über eine junge Läuferin (13) auf Platz 3, deren Trainer-Stiefvater Wilhelm
Lilge ist.
Sonstige Sportarten:
Vor allem Sportarten mit gigantischem finanziellem Aufwand, wo die
Öffentlichkeit Rechenschaft haben will über die Verwendung der Gelder, dort
wird über die Trainer geredet in den Medien. Jedoch nicht über deren fachliche
Arbeit sondern eher als Gesellschaftstratsch. Ganz im Vordergrund der Schiverband und Tennisverband .
Vereinzelt etwas mehr Background bei besonders hervorragenden Personen
dank ihrer persönlichen medienwirksamen Ausstrahlung (Beispiel Walter Mayer).
Aber das ist es schon.
Fußball als Mannschaftssport
spielt eine Sonderrolle: Jeder Zuschauer glaubt, selbst Trainer sein zu können
und daher stehen Trainerleistungen von der untersten bis zur höchsten Liga im
Mitelpunkt des Mediensinteresses und oft wird Versagen der Mannschaft
unreflektiert dem Trainer in die Schuhe geschoben. Damit geht’s uns unbekannt
und unbedankt Werkenden ja gut. Beispiele sind täglich in den Medien, da
Fußball alles in den Schatten stellt.
Bei den anderen
Mannschaftssportaten sind die Trainer vor allem unter Insidern ein Thema,
kaum in der breiten Öffentlichkeit (Eishockey,
Handball, Basketball).
Bei allen anderen Sportarten stehen die Trainer im Abseits und werden
höchstens bei Erreichung olympischer Stockerlplätze gnädig von den Medien
zitiert (siehe z.B. Segler in Sidney). Ansonsten
wird durchwegs das Bild vermittelt, daß der Einzelsportler in Österreich ohne
Trainer werkt.
Sonstige Medien : In der Zeitung der
BSO Wettbewerb zur Wahl des besten Trainers des Jahres. Zeigt, daß von dort
sehr wohl Interesse besteht, die Leistungen der Trainer ins mediale Spiel zu
bringen.
àResumee:
Die Arbeit des Trainers muß vorerst überhaupt zum Thema in der Öffentlichkeit gemacht werden, damit man diese Arbeit positiv besetzen kann.
Vorschläge:
Portrait-Serie „Trainer und Schützling“ (wie von mir in Ärztekammerzeitung)
Fixe Kurzinterviews mit den Trainern nach Meisterschaftstiteln (unter dem Motto: “Was hast Du gedacht in dem Moment, als dein Schützling gewonnen hat“).
Trainer als Wissensvermittler und Meinungsbildner auf der Homepage.
Trainerforum kommentiert oder diskutiert Öffentlichkeitsarbeit (zB Berichte Studenten-WM)
Fortbildung (auch mit Trainern aus anderen Sportarten). Idee dazu von Markus Buchtele: ÖFOL sollte dabei Teilnahmezertifikate ausgeben als Zusatzmotivation.
ÖFOL Medienbeobachtung auf das Thema Trainer spezifizieren mit Bericht beim nächsten Trainerforum.
Sonstiges:
Zu den Fortbildungen: Buchtele: Die Sportler sollten auch
weitergebildet werden. Wendler: Wichtig, da dadurch auch die Kommunikation
zwischen Sportler und Trainer verbessert wird!! Schuh: Nur wo gute
Kommunikation da ist, wird die Trainerarbeit funktionieren.
Karl: Bei Jugendlichen auch die Eltern informieren, was auf Kursen geschieht.
Nachforschungen bei verschiedensten Institutionen ergab keine Möglichkeit, daß persönliche Trainer subventioniert oder honoriert werden.
Von Dachverbänden gibt es Subventionen für Vereinstrainer.
Sporthilfe hat keine Trainerdotierungen.
Die Honorierung der OL-Trainer auf nationaler Ebene sind für Außenstehende schwer nachzuvollziehen.
Trainer-Tagsatz im Elite und Jugendbereich 40,- EU
àÜberlegungen:
Zue Erleichterung Unterstützung von Läufern anderer Nationen beiziehen, die zum Beispiel im schwierigen Gelände Posten setzen.
Eliteläufer helfen bei Jugendkursen
Wendler: Vertrag zwischen Sportler und Trainer könnte Klausel
enthalten, daß ein bestimmter Prozentsatz der finanziellen Subventionen an den
Trainer weiterfließt. Auch als symbolische Leistung im Sinne „Was nichts kostet
ist nichts wert“.
Schuh: Wenn andere die Medienarbeit nicht machen, muß der Trainer auch
diesen Bereich abdecken, dann fließen Gelder leichter.
Als Beispiel der Trainerfortbildung mit Badmintonverband gesprochen, dort werden ausländische Trainer eingeladen, die neue Trends vorführen. Sportler zahlen, Trainer kostenlos. Wird weiter sich informieren
Bericht Schuh
Berichtet über Leistungskriterien Kader Schilanglauf und Biathlon Saison 2002 / 03
Nationalmannschaft: WM / Weltcup / Olympiade unter de ersten 6 oder Medaille in der Staffel und 1x bis unter die ersten 12 und 1x unter die ersten 30 im Weltcup, Weltcup-Gesamtwertung unter die 30.
A-Kader: Olympiade: 1x unter die ersten 40 (Einzel), Staffel unter die ersten 6, Weltcup: 1x bis 30 und 1x bis 40 (Einzel), Gesamtweltcup bis 60. Platz.
Junioren: (können auch im A-Kader sein): Junioren WM unter die ersten 8 oder 2xunter 12
B-Kader: Weltcup-Start Trainer-Entscheid, Junioren WM 1x unter die ersten 20, Jugend WM 1x unter 8 und 1xunter 12, Europacup 5x rückstand unter 6%
C-Kader: reine Nachwuchskader
Trainingsgruppe 1: National-/ A-Kader (6 Athleten)
Trainingsgruppe 2: Junioren- / B-Kader (6-8 Athleten)
Jugendtrainingsgruppen: In Eisenerz, Stams, Saalfelden und Schladming. Momentan je 12-15 Athleten. Langfristiges Ziel pro Standort 10 Nachwuchsathleten, davon aber 5 fördern.
Trainer /
Betreuer:
Hauptberufliche und Nebenberufliche mit Werksvertrag mit ÖSV (Biathlontrainer Jahrespauschale)
Tagesbetreuer mit Vergütungssatz (500-700,- ATS)
Trainer möglichst immer österreichische. Ausländische für Spezialsparten, und nur für diese verantwortlich.
Unterstützug der
Athleten im ÖSV:
Bekleidung: Gratis vom ÖSV haben die wichtigen Funktionäre, National und A-Kader. B und C-Kader bekommen nur Teile, Rest auf Selbstbehalt.
Ausrüstung: LL-Schi gratis 6 Paar bei 1.-10. Platz im Weltcup, 4 Paar bis zum 25. Platz im weltcup.
Alle anderen zum Kaderpreis ca 60% ausgesuchte Schi
Kursunterstützungen: National und A Kader alle anfallenden Kosten im In und Ausland, B und C Kader in Österreich alle Kurse, im Ausland auf Trainerentscheid.
àResumee
Wir dürfen nicht mögliche Kontingente auffüllen, sondern wir dürfen nur gute Athleten in Kader und Leistungszentren nehmen, auch wenn das Kontingent nicht voll.
Buchtele: Die Kaderrichtlinien sollten auf der Homepage sein oder in einem weiter verbreiteten Verteiler sein. Lang: Im Verband müssen die Postverteiler nochmals überprüft werden. Auch die Trainer sollten die Informationen für die Kaderläufer bekommen.
Vorausschau der nächsten Aktivitäten im Trainerforum:
Voraussichtlich ÖFOL Trainer-Fortbildung Krafttraining im
OL am 4.10.02 in Seebenstein, Anmeldeschluß 29.09. Richard Schuh, 20 EU
Unkostenbeitrag Sportbekleidung, Laufschuhe, Beginn 15:00
Einladung geht an alle
staatlichen OL-Trainer und Regionalkaderbetreuer
Veröffentlichung Fortbildung auf der Homepage!
Vorschlag Nächstes
Trainerforum 14.11.02 (?), Ort voraussichtlich Graz. Themen: Überprüfung der
erreichten Ziele (Prehsler: Resumee Fortbildungsveranstaltung, Planung
Zeitmanagementkurs, Wendler: Medienarbeit, .........)
Ende 24:00