DER MTBO-WELTCUP 2000 - EINE BILANZ AUS ROT-WEISS-ROTER SICHT

 

Was haben wir für diese Saison eigentlich erwartet? Was hat man von uns erwartet?

Ich glaube die Weltcupergebnisse des letzten Jahres sind durchaus herzeigbar.  Wir haben gesehen, dass die internationale Spitze nicht unbedingt in unerreichbarer Ferne liegt. Greta Novak (Köchl), Aushängeschild unseres Damen Nationalteams, landete in der Gesamtwertung auf den ausgezeichneten 7. Gesamtrang.  In Belgien verfehlte sie als vierte nur um wenige Sekunden das Siegerpodest. Überlegene Siegerin im Damenweltcup wurde die in Österreich allseits bekannte Antje Bornhak. Die Wahltirolerin und für den LKI startende SKI-OL- und MTBO-Spezialistin setzte auch bei den Bank Austria Cup Läufen die Maßstäbe. Österreichs MTBO Damen hatten dadurch aber auch national immer einen Vergleich zur Weltspitze und konnten sicherlich davon profitieren. Schönster Mannschaftserfolg war sicherlich der 4. Platz bei der Damen-Staffel (Novak/Ulreich/Wieser) in Tschechien.

Eine Überraschung gelang auch der Herren-Staffel in Ungarn. Dass wir mit den besten Teams mithalten konnten, überraschte selbst Markus Kössler, der als 2. Fahrer im Ziel auf die Übergabe wartete und gerade noch im letzten Moment sich aus der Überhose befreien konnte, als Thomas Wieser zeitgleich mit den Tschechen und noch vor Frankreich von der Startrunde zurück kam. Trotz einer nur 5 Wochen vorher erlittenen Schlüsselbeinverletzung sicherte Dietmar Dörfler als Schlussfahrer für das TEAM AUSTRIA den gut abgesicherten 4. Platz. In der Weltcupgesamtwertung der Herren wären sicherlich, ohne Dietmar Dörflers Verletzung und ohne meine technischen Probleme und geistigen Aussetzer bei der Disqualifikation in Belgien, bessere Plätze möglich gewesen. Aufgrund unseres Leistungspotenzials hätten wir uns Plätze unter den TOP 15 im Gesamtweltcup verdient. In der Nationenwertung fehlten uns einige Staffelresulate (Verletzungen, Nichtteilnahme, Disqualifikation) Trotzdem schafften wir den 6. Platz unter 15 gewerteten Nationen. Angesichts der Tatsache, dass es Mountainbike Orienteering in Österreich erst seit rund 12 Monaten gibt, (Geburtsstunde des MTBO in Österreich: ÖMS-MTBO, 3. 10. 1999, Bad Mitterndorf) eine Leistung, mit der wir durchaus zufrieden sein können. Aufbauend auf unsere diesjährigen Erfahrungen und auf unsere enorme Motivation sind noch bessere Platzierungen im nächsten Jahr das erklärte Ziel des MTBO TEAMS AUSTRIA.