MTBO-WELTCUP IN TIROL - EINE ROT-WEISS-ROTE ERFOLGSTORY!
Mountainbike Orienteering international weiter im Aufschwung
MTBO-Freaks aus 17 Nationen kamen nach Tirol - eine deutliche Steigerung zu den letztjährigen Weltcupveranstaltungen. MTBO findet weltweit immer mehr Begeisterte und gerade Veranstaltungen wie jene am Mieminger Plateau werden gerne als Leistungsvergleich genutzt, denn im Rahmen des Weltcups fanden neben den Bank Austria Cup Bewerben auch international ausgeschriebene Mastersbewerbe statt. Der HSV ABSAM organisierte zweifellos einen der bisher bedeutendsten MTBO Veranstaltungen in der noch jungen Geschichte dieser Sportart. Einzig das Wetter wollte nicht so recht mitspielen. Regen, Kälte, tiefer Boden verlangte den MTBO-Enthusiasten alles ab, wirklich gestört haben diese Bedingungen jedoch niemanden.
Österreichisches Nationalteam kann gute Ergebnisse vom Weltcup in Finnland bestätigen. 4 Top10 Plätze im Sprintbewerb!
Erleichterung bei den Österreichern nach den Sprintergebnissen. Was sich durch ausgezeichnete Ergebnisse in Finnland und bei internationalen Wettkämpfen im August bereits abgezeichnet hatte, konnte beim Heim-Weltcup eindrucksvoll bestätigt werden. Der Rückstand zur absoluten Weltspitze ist denkbar knapp. Beeindruckt haben dabei nicht nur herausragende Einzelleistungen, sondern auch die mannschaftliche Ausgeglichenheit. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen erkämpften gleich 2 Österreicher einen Platz unter den Top 10.
Classic - Michaela Gigon nur 16 Sekunden an der Sensation vorbei!
16 Sekunden - bei einer Wettkampfzeit von 82 Minuten - bedeuteten im Damenbewerb den Unterschied zwischen Weltcupsieg und undankbarem 4. Platz.
Michaela Gigon musste an diesem Tag erfahren wie hart das Leben eines Spitzensportlers sein kann. Hin und hergerissen zwischen Ärger, eine sich nicht allzu oft anbietende Möglichkeit verpasst zu haben, und der Freude sich endgültig zur absoluten Weltspitze zählen zu dürfen. Diese 16 Sekunden werden wohl nicht so schnell aus dem Unterbewusstsein zu verdrängen sein. Auch Greta Novak als Siebente lag nur knapp 2 ½ Minuten zurück.
Bei den Herren bestätigte Dietmar Dörfler mit Platz 5 seinen 2 Jahre zurückliegenden 3. Platz beim ersten MTBO Weltcup in Tirol. Nach 4 Bewerben liegt Dietmar Dörfler in der diesjährigen Weltcupgesamtwertung damit klar unter den ersten 10!
Teambewerb - Herrenteam nur von Finnland geschlagen!
Erstmals wurde bei einem MTBO Weltcup anstatt der Staffel ein Team-Bewerb ausgetragen. Der Modus orientierte sich dabei am Schweizer Modell für Mannschafts-OL mit 3 Kontrollkarten pro Team. Als Hauptkriterium stellte sich die möglichst gleichwertige Aufteilung der Kontrollposten heraus, um Stehzeiten der anderen Teammitglieder bei den Sammelposten zu minimieren. Es entwickelte sich ein äußerst spannender Bewerb, der auch bei den Wettkämpfern äußerst positiv aufgenommen wurde. Eine Staffel ist ja doch auch nur ein Produkt von 3 Einzelläufen. Bei dieser Form steht dagegen der Teamgeist im Mittelpunkt.
Finnland war an diesem Tag nicht zu schlagen. Dass Österreichs Herren (Dietmar Dörfler, Thomas Wieser, Christian Gigon) jedoch Topnationen wie Tschechien und Frankreich auf die Plätze verweisen konnten, war die Überraschung des Tages.
Auch das Damenteam erreichte hinter den Mannschaften von Finnland und Tschechien mit Platz 5 das Optimum.
Österreich im Weltcup der Nationen auf Platz 3
In der Nationenwertung liegt Österreich durch diese Ergebnisse unter 18 Ländern nun auf Platz 3. Der Start in die Weltcupsaison ist also gelungen.
Das Team erntet damit den Lohn für zielgerichtete und ernsthafte Arbeit. Nicht nur im orientierungs-technischen sondern auch im bike-technischen Bereich sowie bei Kraft Tempohärte und Ausdauer konnten im Vergleich zum Vorjahr bei den Teammitgliedern deutliche Fortschritte erzielt werden. Selbst im Vergleich mit Speziallisten sind MTBO Sportler bei Mountainbike Marathons auf den vordersten Rängen anzutreffen. Das Manko an geeigneten MTBO Spezialkarten in Österreich wurde durch intensive Teilnahmen an Veranstaltungen im benachbarten Ausland (insb. Tschechien, Slovakei) wettgemacht. Schon bei diesen Veranstaltungen zeigte sich, dass die Österreicher auch in fremden Gebieten jederzeit gewinnen können.
Die Ergebnisse in Tirol
Sprint: HE - 1. Mäkilä Jussi (FIN) 53:52; 9. D. Dörfler (AUT) 58:33; 10. T. Wieser (AUT) 58:57; 20. P. Entenfellner (AUT) 64:22; 34. T. Hnilica (AUT) 71:13
DE - 1. Antje Bornhak (GER) 50:34; 4. M. Gigon (AUT) 56:04; 8. G. Novak (AUT) 57:33; 22. K. Wieser (AUT) 66:48; 27. I. Ulreich (AUT) 73:51;
Classic: HE - 1. Forsman Petri (FIN) 99:32; 5. D. Dörfler (AUT) 103:46; 20. T. Wieser (AUT) 110:18; 26. C. Gigon (AUT) 112:11; 31. M. Kössler (AUT) 115:34; 49. T. Hnilica (AUT) 126:49
DE - 1. Jakoubova Marketa 82:27; 4. M. Gigon (AUT) 82:43; 7. G. Novak (AUT) 84:53; 27. I. Ulreich (AUT) 126:13; 28. K. Wieser (AUT) 127:10;
TEAM: HE - 1. FIN I 70:38; 2. FIN II 74:07; 3. AUT I 76:01 (Dörfler, Gigon, Wieser); 13. AUT II 88:28 (Kössler, Hnilica, Lagler)
TEAM: DE- 1. FIN I 81:29; 2. CZE I 83 :24 ; 3. FIN II 84 :43 ; 4. CZE II 86:06; 5. AUT 90:47 (Gigon, Wieser, Ulreich)
» Ergebnisse im Detail »
Bericht von Thomas Wieser
|