Finallauf - Einzelrennen CISM 2002
Die zweite Hitzeschlacht ist geschlagen. Am heutigen Finaltag war der größte Gegner der angetretenen Athleten in erster Linie die extreme Hitze des Tages, welche von den Sportlern bis zur Ziellinie wirklich alles abverlangte.
Der Vorjahressieger der CISM 2001 (Portugal), MAMLEEV Mikhail (RUS), war auch bei dieser OL-WM wieder das Maß aller Dinge. Mit einem Zeitpolster von 2 min, resultierend aus dem Qualifikationslauf, gab er sich auch heute beim Finallauf wieder keine Blöße und gewann letztendlich mit über 3 min Vorsprung auf PORZYZ Janusz (POL) und AMBRAZAS Svajunas (LTU).
Unsere OL-Athleten konnten die guten Ergebnisse vom Vortag wiederholen und so erzielte der überglückliche Kpl Breitschädel Felix als 33. sein bestes CISM-WM Ergebnis. Kpl Helminger Norbert wurde am Ende des Rennes kreislaufmäßig gehörig durchgebeutelt und erreichte als 38. mit letzter Kraft das Ziel. Kpl Seeböck Stephan konnte sich im Finale von seinem 53. Platz auf den 52. Platz verbessern.
Im B-Finale erzielte Gfr Kaltenbacher Pierre den sehr guten 14. Platz. Gfr Kerschbaumer Gernot wurde bei seiner ersten CISM-WM Teilnahme im B-Finale 30. und StWm Hubmann Gerhard erlief den 31. Platz.
Nach diesem äußerst zufriedenstellenden Endergebnis folgt nun ein Tag Pause, an welchem ein attraktives Kulturprogramm vom Veranstalter geboten wird.
Am Samstag geht dann ein weiterer Höhepunkt dieser 35. CISM - der Staffellauf (Karte WIESENFELD - GLETSCHERMÜHLE) - über die Bühne, wobei sich unser OL-Team hier ebenfalls eine gute Platzierung (10-15) ausrechnet.
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3 Österreicher liefen ins A - Finale
Am Mittwoch den 19. Juni 2002 fand der erste Einzellauf im Rahmen der CISM 2002 im Raum GMÜND statt.
Um Punkt 0930 Uhr beginnend wurden im 1-Minuten-Takt 172 Topathleten aus 28 Nationen in den Wald abgelassen, um 31 Kontrollpunkte in der richtigen Reihenfolge so schnell wie nur irgendwie möglich anzulaufen.
Bereits am Vorabend wurde aufgrund der Startliste klar, dass die momentan im Gesamtweltcup Führenden, wie z.B. Valentin NOVIKOV (RUS), für ein superschnelles Rennen sorgen werden, und dies trotz der zu erwartenden großen Hitze (weit über 30°C).
Auf der 12,1 km langen mit 230 Höhenmeter technisch sehr anspruchsvollen Strecke setzte sich letztendlich Mikhail MAMLEEV (RUS) vor Svajunas AMBRAZAS (LTU) und Michal JEDLICKA (CZE) durch.
Aus österreichischer Sicht hat diese OL-WM begonnen wie man sie sich nur insgeheim erhoffen durfte. Der Aufwärtstrend im rot - weiß - roten OL-Team ist unübersehbar und gleich drei Bundesheerleistungssportler liefen in das A-Finale, welches am Donnerstag den 20.06.2002 zur Austragung kommt.
Kpl Breitschädel Felix lief in diesem mit vielen Steinen, Sümpfen und Heidelbeersträuchern - ähnlich dem skandinavischen Gelände - mit 71:15 min auf den fantastischen 36. Rang. Der Routinier Kpl Helminger Norbert lief erwartungsgemäß ebenfalls ein sehr starkes Rennen und erreichte den 45. Rang in einer Zeit von 72:34 min. Als dritter im Bunde lief der in Österreich als bekannt physisch starker OLer Kpl Seeböck Stephan (73:39) vom Start bis ins Ziel aufgrund der Startauslosung ein einsames Rennen und erreichte mit dem 53. Platz bei dieser WM sein bisher bestes Ergebnis in seiner noch kurzen OL-Karriere. Gfr Kaltenbacher Pierre verpasste mit einer Zeit von 75:19 min um 3 sec äußerst knapp das A-Finale und errechte den 63.Rang. Gfr Kerschbaumer Gernot (83:36 min) lief bei seiner ersten Elite-CISM auf den 89. Rang uns startet ebenfalls morgen im B-Finale. StWm Hubmann Gerhard - der Oldboy im österreichischen OL-Team - kam mit einer Zeit von 86:38 min auf den ebenfalls sehr guten 101 Rang.
Der bestplatzierte Österreicher Kpl Breitschädel Felix meinte zu seinem ersten Lauf: " Für mich war das heutige CISM-Rennen das wohl härteste in dieser OL-Saison. Die Hitze und die ständige Abwechslung zwischen feinen Posten, der teilweise kräfteraubenden Belaufbarkeit und wegen der aufgrund der hohen Temperaturen schwindenden Konzentration verlangte mir alles ab."
Ein überglücklicher Kpl Seeböck Stephan meinte zu seinem ersten Einzug in ein Elite A-Finale:" Ich lief von Beginn weg ein Rennen auf Sicherheit; mir kam bei diesem warmen Wetter meine körperlich sehr gute Verfassung zu gute und bin daher vom Start bis zum Ziel mit meinen Lauf hochzufrieden."
Als Draufgabe erreichte das österreichische OL-Team in der Mannschaftswertung in der Besetzung Kpl Breitschädel Felix, Kpl Helminger Norbert, Kpl Seeböck Stephan und Gfr Kaltenbacher Pierre den sehr guten 11. Rang unter 28 Nationen.
Resümee des Trainers Vzlt Schuh Richard: " Ich bin mit den erreichten Leistungen äußerst zufrieden. Insgeheim habe ich gehofft, dass drei meiner Athleten sich fürs A-Finale qualifizieren werden. Diese Rechnung ist voll aufgegangen. Gfr Kaltenbacher als 4. Österreicher verpasste das A-Finale nur knapp und aufgrund der geringen Zeitabstände hätten wir bei etwas mehr OL-Glück auf dem siebenten bis achten Platz in der Mannschaftswertung landen können.
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"Freundschaft durch Sport"
Nach der Eröffnungsfeier der 35. Militär-Weltmeisterschaft im Orientierungslauf (OL) in Allentsteig beginnen am 19.06. in Breitensee bei Gmünd die Wettkämpfe mit den Einzelläufen. Internationales Flair verbreitete sich Dienstag Abend, als 172 männliche und 44 weibliche Militärsportler aus zahlreichen Ländern auf dem Sportplatz in Allentsteig einmarschierten. Neben Österreich sind 25 Mannschaften aus Belgien, Brasilien, Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, Lettland und Littauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Ukraine vertreten. Griechenland und Neuseeland haben Beobachter entsandt. Insgesamt sind rund 300 ausländische Gäste im Bereich der Liechtensteinkaserne und in verschiedenen privaten Unterkünften innerhalb der Gemeinde untergebracht.
Zu den Klängen der Militärmusik des Militärkommandos OÖ , die zuvor schon am Hauptplatz in Allentsteig ihr musikalisches Können zum besten gab, nahmen die Wettkämpfer am hiesigen Sportplatz zur Eröffnungsfeier Aufstellung. Die Weltmeisterschaft steht unter dem Motto des internationalen Militärsportrates (CISM) "Freundschaft durch Sport". Der belgische CISM-Generalsekretär Oberst Robert Eggermont hob vor allem die völkerverbindende Funktion solcher Veranstaltungen hervor. Anläßlich seiner Eröffnungsrede ergriff er die Gelegenheit, dem Bundesheer zu danken und die Verantwortlichen für die gute Vorbereitung zu loben. "Der Orientierungslauf gilt als eine Top-Disziplin innerhalb des CISM und das Bundesheer hat unsere höchste Wertschätzung. Allein die Wälder und die Landschaft des Waldviertels, von denen ein Veranstalter nur träumen kann, sind ein Garant für eine erfolgreiche Durchführung." Für den Allentsteiger Bürgermeister, OSR Ing. Franz Bendinger, ist die Eröffnung der Weltmeisterschaft ebenfalls ein großer Tag und ein einmaliger Augenblick. "Die Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf ist eine Markierung und ein Meilenstein für die Geschichte des Landes, der Region, und der Stadt Allentsteig", betonte Bendinger. Der Gesamtleiter und Kommandant der 3. Panzergrenadierbrigade Oberstleutnant dG Kurt Wagner wies auf die außergewöhnliche Erfahrung in der Bewältigung verschiedenster Aufträge durch die Brigade hin. "Wir sind um einen fairen Wettkampf bemüht und versuchen Ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten," versprach er den Teilnehmern. Nach dem Hissen der CISM-Fahne eröffnete der Vertreter des Bundesministers für Landesverteidigung, Brigadier Rolf Urrisk, die 35. Militärweltmeisterschaften im Orientierungslauf. "Nicht alle können gewinnen, aber Sport macht überall auf der Welt neue Freunde."
Die 35. Militärweltmeisterschaften im Orientierungslauf stehen unmittelbar bevor!
Das Waldviertel ist Schauplatz der 35. Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf. In der Zeit vom 17. bis 23. Juni 2002 werden in Allentsteig an die 30 Nationen um die Einzel- und Teamwertung kämpfen. Die Österreichische Mannschaft hat auf Grund des "Heimvorteils" Chancen, um vordere Plätze mitzureden, wird jedoch dabei sicherlich auf schärfste Konkurrenz stoßen.
Besonders die Sportler aus Russland und auch die Finnen, Schweden, Norweger und Esten sind traditionell sehr gute Orientierungsläufer. An der Weltmeisterschaft nehmen noch Mannschaften aus Bulgarien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Niederlande, Polen, Portugal, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn und Weissrussland teil. Mit der Durchführung dieser Weltmeisterschaft wurde das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade aus Mautern beauftragt. Dies stellt einen weiteren Vertrauensbeweis in die multifunktionellen Fähigkeiten dieser Kommandostruktur dar.
Die Weltmeisterschaft wird am Dienstag, dem 18. Juni am Sportplatz der Stadt Allentsteig eröffnet. Ab 1600 Uhr gibt es eine Informationsschau der 3. Panzergrenadierbrigade, um 1600 und 1800 Uhr jeweils ein Platzkonzert der Militärmusik und um 1900 Uhr die feierliche Eröffnung mit dem Einmarsch aller teilnehmenden Nationen. Die Wettkämpfe finden dann am Mittwoch, Donnerstag und Samstag statt.
Am 19. & 20. Juni ab 1000 Uhr die beiden Einzelläufe im Raum Breitensee, am 22. Juni ab 0900 Uhr die Staffelläufe im Raum Wiesenfeld.
Die Vorbereitungen für die 35. Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf im Waldviertel sind seitens des Veranstalters abgeschlossen. Den Sportlern werden von der Organisation optimale Bedingungen geboten. Die österreichischen Militärnationalmannschaft wird von ihrem Trainer, Vizeleutnant Richard Schuh speziell auf dieses Großereignis vorbereitet.

Im Team laufen für Österreich Kpl Norbert Helminger, StWm Gerhard Hubmann, Kpl Felix Breitschädel, Kpl Stephan Seeböck, Kpl Andreas Eglseer, Gfr Pierre Kaltenbacher und Gfr Gernot Kerschbaumer
Am Wochenende holte sich das Team noch den letzten Schliff in Salzburg bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Staffelorientierungslauf, frei nach dem Motto: "Das beste Training ist der Wettkampf" Die letzten zwei Tage vor dem ersten Höhepunkt werden nun mit aktiver Erholung und lockerem Training gestaltet um am Mittwoch aus dem vollen Schöpfen zu können!
Die Weltmeisterschaft steht unter der Schirmherrschaft der CISM, dem internationalen Rat des Militärsports. CISM (Conseil International du Sport Militaire) wurde 1948 gegründet und zählt heute 120 Nationen zu seinen Mitgliedern.
Steckbriefe der Österr. Teilnehmer
Informationen im Detail
Bericht von Karl Khissl; Fotos von Richard Schuh
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