Top 10 Platzierung zum Abschluss
Am Samstag, dem 13.Juli 2002 fand der Staffel Ol als letzter Höhepunkt der Junioren WM statt. Bei diesem Abschlussbewerb erreichte unsere männliche Junioren Staffel unter 34 gestarteten Nationen den sehr guten 9. Rang. Die großen "Winner" dieses Staffellaufes wurden unsere Schweizer Nachbarn. Sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Junioren stellten sie nach einem spannenden und dramatischen Rennverlauf die Weltmeister und zeigten nochmals welche Ol Großmacht sie wirklich sind. Auch unser Staffel Team mit Startläufer Markus Lang (HSV Pinkafeld), zweitem Läufer Michael Stroi (HSV Ried) und Finisher Gernot "Kerschi" Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) liefen vom Start weg ein gutes Rennen und erzielten auf der technisch und von der Belaufbarkeit her sehr anspruchsvollen Strecke in TIBI, trotz einiger kleiner Fehler, den ausgezeichneten 9.Platz.
Die Mädchenstaffel mit Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt), Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld) und Julia Breitschädel (ASKÖ Henndorf) erreichte den 21.Rang bei den weiblichen Juniorinnen.
Resümee des Juniorenkaderreferenten Richard SCHUH über die gesamte WM:
Wir wissen jetzt wieder genau wo wir jetzt wirklich stehen. Durch die starken Platzierungen von Markus Lang (HSV Pinkafeld)- 33.Platz auf der Kurzstrecke, 41.Platz auf der Klassikstrecke und durch seinen 9.Platz mit der Staffel- sind sowohl er, als auch Michael Stroi (HSV Ried) - 24.Platz auf der Klassikstrecke und dem 9.Platz mit der Staffel- und Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) die großen Zukunftshoffnungen aus österreichischer Sicht.
Der große Pechvogel dieser WM war trotz guter Leistungen bei jedem einzelnen Bewerb Gernot "Kerschi" Kerschbaumer (HSV Pinkafeld). Durch seine bei der österr. Sprint Staatsmeisterschaft erlittene Muskelzerrung war es ihm in den letzten 4 Wochen vor dieser WM nicht möglich ein gezieltes Training sowohl im technischen als auch physischen Bereich durchzuführen. Immer wieder habe ich ihm mittlerweile mehrere Jahre hindurch "vorgepredigt": "Im Ausdauersport gibt es keine Wunder, alles muss man sich täglich beinhart erarbeiten." Diese Tatsache mussten wir beide in Spanien zur Kenntnis nehmen. Gerade aus diesem Grund sind seine erbrachten Leistungen, obwohl er nicht ganz fit war, als äußerst hoch einzustufen. Erreichte er doch auf der Kurzstrecke den 50.Platz, auf der Klassik den 38.Platz und beim abschließenden Staffelbewerb lief er gegen seine ausländischen Kontrahenten auf Biegen und Brechen und erreichte mit dem 9.Platz auch die schnellste österreichische Staffelzeit. Was ich besonders hervorheben möchte, obwohl Kerschi gehandicapt war, hat er bei jedem einzelnen Bewerb körperlich alles gegeben.
Bei den Juniorinnen waren die Highlights der 40.Platz durch Julia Breitschädel (ASKÖ Henndorf) und der 50.Platz durch Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt) auf der Kurzstrecke.
Sowohl bei den weiblichen als auch bei den übrigen männlichen Junioren muss es in der Zukunft gelingen die Zeitabstände zu den Siegerzeiten zu minimieren.
Noch im Herbst wird es im Juniorenbereich zu notwendigen Veränderungen kommen müssen.
Bereits am Donnerstag dieser Woche fahren wir weiter zu einem Techniktrainingskurs mit Wettkämpfen zwischendurch nach Schweden, danach bis Mitte August über Finnland nach Estland, als erste Vorbereitung für die im kommenden Jahr stattfindende Junioren WM in POLVA (Estland) in der zweiten Juli Woche 2003.
Die Klassik-Distanz wurde zur Hitzeschlacht
Von 09:30 Uhr bis 14:42 Uhr dauerte im Raum Biar (im Landesinneren von Spanien) auf einer technisch sehr anspruchsvollen Strecke allein der Startvorgang der Königsdisziplin dieser Junioren Weltmeisterschaften, um faire Bedingungen zu schaffen. Allen teilnehmenden Junioren/innen kam der gegenüber dem Ziel um 200 Meter höher gelegene Start sehr entgegen. Das Gelände selbst glich mitteleuropäischem Gelände, wie man es auch in Österreich bzw. in Ungarn vorfindet. Bei den langen Teilstrecken war eine gute Routenwahl für eine vordere Platzierung notwendig. Der, wegen des dichten Bodenbewuchses und der vielen losen Steine, sehr schwer belaufbare Untergrund verlangte den WM-Teilnehmern aus 34 Nationen alles ab.
Daniel Hubmann (Schweiz) im Sprintvorlauf kläglich gescheitert, lief heute das Rennen seines Lebens und siegte auf der 10km langen äußerst schwierigen Strecke mit 59:35 vor Kowalski Wojciech 59:57 (Polen) und Bortnik Alexei 60:00 (Russland).
Bei den Juniorinnen siegte wieder eine OL-erin aus Finnland. Kivimäki Tina 50:08 gewann knapp vor Przyczkova Michaela 50:14 (Tschechien) und vor der Sprintweltmeisterin von gestern Kauppi Minna 51:10 (ebenfalls aus Finnland).
Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) der letztes Jahr mit 17 Jahren bei der Junioren-WM in Ungarn sensationell auf den 13. Rang lief, konnte diese Platzierung leider nicht wiederholen. Gehandicapt durch eine Muskelzerrung vor 4 Wochen und Fehlern bei den ersten drei Posten mit insgesamt 5,5 Minuten, konnte er sich selbst nochmals motivieren, und landete doch noch auf dem ausgezeichneten 37. Platz in der Zeit von 67:15.
Ein unerwartet gutes Rennen lief aber der WM-Neuling Michael Stroi (HSV Ried). Beim ersten Posten hatte er bereits Sichtkontakt zu dem vor ihm gestarteten Novikov aus Russland, den er dann aber zum zweiten Posten wieder verloren hat. Er überholte ab diesem Zeitpunkt immer wieder vor ihm gestartete Läufer. Bei den langen Routenwahlstrecken, erwischte er ideale Teilstrecken und erreichte verdient in einer Zeit von 64:13 als 24ter das Ziel. Mit dieser Platzierung und sehr geringen Zeitrückstand auf den Sieger, erreichte er die beste Einzelplatzierung bei dieser Junioren-WM aus österreichischer Sicht. Michael Stroi meinte zu dieser sensationellen Leistung: Was ich jetzt fühle ist unbeschreiblich, einfach wunderbar. Eine weitere gute Leistung erbrachte wiederum Markus Lang (HSV Pinkafeld) 67:36 als 41ter dieses Rennens.
Bei den Juniorinnen erreichte Anita Seeböck den 68. Rang und somit die beste Platzierung der Österreicherinnen.
Alle Platzierungen der Österreicher/innen:
24. Rang - Michael Stroi (HSV Ried) 64:13
37. Rang - Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) 67:15
41. Rang - Markus Lang (HSV Pinkafeld) 67:36
75. Rang - Martin Pongratz (HSV Pinkafeld) 72:50
122. Rang - Martin Binder (HSV Pinkafeld) 84:42
68. Rang - Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt) 65:05
74. Rang - Julia Breitschädel (ASKÖ Henndorf) 66:58
108. Rang - Jasmin Schuh (HSV Pinkafeld) 80:09
Die ersten Medaillen sind vergeben.
Am Mittwoch den 10. Juli 2002 wurden in der Mittagshitze die ersten Medaillen bei der Junioren-WM in der Kurzstrecke auf der Karte Guademar wiederum direkt am Meer vergeben. Auf einer technisch und körperlich sehr anspruchsvollen Strecke setzten sich zum Großteil Läufer/innen aus Skandinavien durch. Bei den männlichen Junioren siegte Andersson Erik (22:54) aus Schweden vor den 3 Finnen Terno Tuomas (23:09), Wickholm Jörgen (23:20) und Huhtanen Matti.
Bei den Damen siegte erwartungsgemäß, die momentan weltbeste Juniorin Kauppi Minna aus Finnland (22:42) vor Valaite Indre aus Litauen (23:09) und Fritschy Martina aus der Schweiz (23:47).
Der routinierteste des österreichischen Teams, Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) begann sein Rennen programmgemäß sehr gut. Am Ende des ersten Drittels schlich sich ein Fehler ein, der ihm ca. 4 Minuten kostete. So war das weitere Rennen nur mehr ein schnelles Training und er landete mit einer Zeit von 29:38 auf dem 50. Platz im A-Finale.
Aber es wurde der schönste Tag im Leben von Markus Lang (HSV Pinkafeld), der durch seine physische Stärke bestens bekannt ist. Er konnte sein starkes Rennen von der Quali des Vortages wiederholen und erzielte in der Zeit von (27:14) den ausgezeichneten 33. Rang. Ein überglücklicher Markus Lang meinte zu seiner Spitzenplatzierung bei seiner ersten Junioren-WM: Ich habe Läuferisch alles gegeben, hatte jedoch einige kleine "Hackler" - bin Überhappy.
Bei den Mädchen, kam die technisch anspruchsvolle Strecke Julia Breitschädel (ASKÖ Henndorf) sehr entgegen. Sie ein fehlerfreies Rennen und erreichte mit einer Zeit von 30:48 den 40. Platz im Rennen der weiblichen Juniorinnen. Als zweitbeste Österreicherin landete Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt) mit 32:04 auf dem 50. Platz bei ihrer 1. Junioren-WM.
Weitere Ergebnisse der Österreicher/innen:
Damen A-Finale: 57. Nina Striednig (HSV Pinkafeld)
Damen B-Finale: 42. Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld)
51. Jasmin Schuh (HSV Pinkafeld)
Herren C-Finale: 2. Martin Pongratz (HSV Pinkafeld)
5. Michael Stroi (HSV Ried)
Überraschung bei der Quali für die Kurzstrecke
Die erste Qualifikationsentscheidung der Junioren WM in Alicante ( Spanien ) begann mit einer großen Überraschung aus österreichischer Sicht.
Drei Mädchen und zwei Burschen qualifizierten sich fürs A - Finale, wo am Mittwoch die ersten Medaillen auf der Kurzstrecke vergeben werden.
Ab 0900 Uhr wurden im 2 Minutentakt auf je 3 verschiedenen Bahnen (A,B,C) 157 Burschen und 134 Mädchen aus 34 Nationen in die erste Hitzeschlacht vom Start im Raum La Marina direkt am Meer ins Rennen geschickt.
Schon vom Training in den Vortagen war allen klar, dass man sich keinen technischen Fehler erlauben darf und dass läuferisch alles gegeben werden muss.
Aus österr. Sicht kam es zu einer großen Überraschung, erreichten doch mit Anita Seeböck (HSV-Wr. Neustadt) als 6., Julia Breitschädel (Askö-Henndorf) als 10. und Nina Striednig (HSV-Pinkafeld) als 20. ihrer Vorläufe gleich 3 Mädchen das A-Finale. Bei den Burschen erreichten mit einem sehr starken Rennen Markus Lang (HSV-Pinkafeld) als 7. und erwartungsgemäß Gernot "Kerschi" Kerschbaumer (HSV-Pinkafeld) als 16. auch das A-Finale.
Resümee von den Betreuern DOSEK u. SCHUH : Mit großer Freude nehmen wir zur
Kenntnis, dass sich 3 Mädchen u. 2 Burschen fürs morgige A-Finale qualifiziert
haben. Wir haben gute Chancen auf Spitzenplatzierungen bei der ersten
Medaillenentscheidung.
Unser erfahrenster WM-Teilnehmer Gernot "Kerschi" Kerschbaumer meint zum morgigen Rennen: "Laufen bis zum Umfallen!"
Weitere Ergebnisse der Österreicher:
42. Michael Stroi (HSV Ried)
43. Martin Binder (HSV Pinkafeld)
46. Martin Pongratz (HSV Pinkafeld)
25. Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld)
39. Jasmin Schuh (HSV Pinkafeld)
Ergebnisse
Der Countdown läuft
Am letzten Mittwoch um 17:30 ist das gesamte österreichische Junioren-WM-Team in Alicante gelandet. Von dort ging es in unser Quartier, genauer gesagt ins Hotel Maya, welches 400m vom Meer entfernt ist.
Von Donnerstag bis Sonntag standen in erster Linie gewöhnen an die spanischen "heißen" Temperaturen und Techniktraining (der letzte Feinschliff) am Trainingsplan.
Vom Betreuerteam wurde versucht alle Athleten auf dieses Saisonziel vorzubereiten. Das teaminterne Klima ist hervorragend und alle freuen sich bereits auf die bevorstehenden Wettkämpfe.
Es wurden bereits die ersten "Erfolge" eingefahren. So wurden sowohl die Belgier als auch die Schweizer im Beachvolleyball deklassiert (ohne Satzverlust).
Programmvorschau:
Montag: Model Event
Dienstag: ab 9:00 Uhr Kurzdistanz-Qualifikation (La Marina)
Mittwoch: ab 9:00 Uhr Kurzdistanz-Finale (Guardamar)
Donnerstag: ab 9:30 Uhr Klassik-Distanz (Biar)
Freitag: Ruhetag
Samstag: Staffel ab 9:30 Uhr (Tibi)
Spanien, wir kommen
Vom 7. - 14. Juli 2002 findet im Raum Alicante (Spanien) die diesjährige Juniorenweltmeisterschaft statt. Bei 5 Qualifikationsläufen im In- und Ausland haben sich letztendlich 5 Mädchen und 5 Burschen laut Trainer Agoston Dosek für dieses OL-Großereignis das Ticket nach Spanien gesichert.
Im Rahmen des 6. Ranglistenlaufes in Alberndorf, der von den Naturfreunden LINZ hervorragend organisiert wurde und dadurch zu einem weiteren High-light der laufenden OL-Saison avancierte , wurde den österreichischen OLern das Team für diese Juniorenweltmeisterschaft von Juniorenkaderreferenten Schuh Richard vorgestellt.
Folgende AthletenInnen haben sich qualifiziert:
Julia Breitschädel (ASKÖ Henndorf), Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld), Jasmin Schuh (HSV Pinkafeld), Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt), Nina Striednig (HSV Pinkafeld)
Martin Binder (HSV Pinkafeld), Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld), Markus Lang (HSV Pinkafeld), Martin Pongratz (HSV Pinkafeld), Michael Stroi (HSV Ried)
Den Läufern wurde bei der Präsentation auch bewusst gemacht, welche ehrenvolle Aufgabe und Verpflichtung sie bei dieser Veranstaltung für den österreichischen OL-Sport haben.
Großer Dank gilt auch dem Vizepräsidenten Erich Simkovics, der im letzten Augenblick für die bevorstehende heiße Junioren WM ( 35-40°C ) tolle kurze Shorts für alle Junioren- und Elitekaderathleten zur Verfügung stellte.
Am kommenden Mittwoch wird das gesamte Team am Flughafen Wien-Schwechat nach Alicante abheben.
Der Juniorenkader wird versuchen, den österreichischen OL-Sport so gut wie möglich zu verkaufen.
Alle interessierten OLer werden ständig auf dem Laufenden gehalten werden.
Junioren Weltmeisterschaft
Bericht von Richard Schuh
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