Würdiges Gebiet, würdige Sieger
Bei idealen Witterungsbedingungen knapp unter der Schneegrenze ging am Sonntag den 21.4.2002 im Raum Innsbruck-Igls die österreichische Staatsmeisterschaft im Langstrecken-OL über die Bühne. Durch den Verein LC Kompass Innsbruck wurde dieser Wettkampf sehr gut vorbereitet und die Bahnen anspruchsvoll gelegt.
"Das Gebiet war einer österreichischen Staatsmeisterschaft wirklich würdig", so der Sieger auf der Herren-Elitestrecke Thomas Krejci. Weiters meinte er: "Die Kriterien des heutigen Laufes waren die langen anspruchsvollen Teilstrecken und die zahlreichen Schrägpassagen. Für mich war wichtig, dass ich die Wege sowohl bergauf als bergab gut ausgenützt habe. Mit meinem Lauf und natürlich auch mit dem Ergebnis muss ich sehr zufrieden sein, weil ich in den letzten Wochen sehr mit der Vorbereitung für den OL-Großevent Anfang Mai in Fürstenfeld beschäftigt war und zur Zeit machen mir meine Knieprobleme sehr zu schaffen. Nach jedem Training muss ich eine Therapie über mich ergehen lassen. Die Meisterschaft selbst aber war viel zu kurz für mich. Die Siegerzeit sollte, wie es in der ÖFOL-Wettlaufordnung steht, um die zweieinhalb Stunden liegen."
Brigitte Gschöpf, frischgebackene Staatsmeisterin im Langstreckenorientierungslauf, sagte zu ihrem Lauf: "Läuferisch habe ich mich heute sehr gut gefühlt. Leider habe ich zwischendurch bei den einzelnen Teilstrecken ein paar "blöde Hackler" gehabt. Im Ziel habe ich mich zunächst sehr geärgert, weil ich nicht auf Grund der kleinen Fehler nicht mit einem Sieg gerechnet habe. Als ich dann später realisiert habe, dass ich den Staatsmeistertitel erlaufen habe, war ich "überüberüberhappy". Für mich war die Karte im Maßstab 1 : 15000 öfters sehr schwierig zu lesen.
Die Entscheidung in der Damen Eliteklasse war eine denkbar knappe, lag ja die zweitplatzierte Lisi Hohenwarter nur 50 Sekunden hinter der Wienerin.
Obwohl Tirol für viele außerhalb des OL-Zentrums Österreichs liegt, hat der durchführende Verein LC Kompass Innsbruck bewiesen, dass auch Vereine aus dem Westen durchaus in der Lage sind, auf Grund ihrer Geländegegebenheiten, sehr anspruchsvolle Wettkämpfe professionell durchzuführen. Für diese Staatsmeisterschaft hätten sie sich sicher eine größere Starteranzahl verdient. In Zukunft sind sie sicher für weitere OL-Großveranstaltungen gerüstet.
Ergebnis
Split
Fotos
Bericht von Richard Schuh
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