Die Vorbereitung für die Klassikstaatsmeisterschaft läuft bereits auf Hochtouren.
Der HSV-Wr.Neustadt, ein langjähriger Garant für OL-Festivals erster Klasse eröffnet die zweite OL-Wettkampfphase der heurigen Saison mit einem Mega-Event im Raum
Gmünd - Tschechische Grenze mit einer OL-Doppelveranstaltung.
Dass es überhaupt zu einem OL-Wettkampf aus österreichischer Sicht in diesem, für OL-Verhältnisse technisch äußerst anspruchsvollen und, wir werden es alle am 7. und 8. September hautnah miterleben, interessanten und bestimmt auch spannenden Rennverlauf kommen wird, verdanken wir einerseits zwei wichtigen Personen des österr. OL-Sports und andererseits einer für den österr. Sport sehr wichtigen Institution.
An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, dass der frühere OL-BH-Sportfachoffizier Oberst Klaus Holzinger diese neuen und technisch extrem anspruchsvollen, für uns wichtige OL-Gebiete festgelegt hat. Durch seinen großen Einsatz ist es auch gelungen, dort im heurigen Juni bereits auf einem Teil der umfangreichen OL-Karten die Militärweltmeisterschaft durchzuführen.
Weiters war dieses gesamte Vorhaben nur möglich durch den OL-Chef des HSV-Wr.Neustadt Gottfried Tobler, ein unermüdlicher Ehrenamtlicher äußerst wertvoller Mitarbeiter des OL-Sports in Österreich, war maßgeblich mit Klaus Holzinger dafür verantwortlich, dass alle Grundstückseigentümer das OK dafür gegeben haben und dass zwei der besten Kartenzeichner, nämlich Orest Kotylo und Bogdan Stramyk, dieses Meisterwerk in die Tat umsetzen konnten.
Ohne die Mithilfe des Bundesheeres hätten diese perfekten OL-Karten schwer finanziert werden können.
Eines wage ich jedoch jetzt schon zu behaupten. Der Gesamtorganisator und Wettkampfleiter Gottfried Tobler mit seinem gesamten TEAM dem HSV-Wr.Neustadt, werden sowohl am Samstag dem 7. Sept. mit dem Bahnleger Gerhard Kellner im Rahmen der Bundesländerstaffel und am Sonntag dem 8. Sept. mit der österr. Staatsmeisterschaft, Österr. Meisterschaft für Jugend u. Senioren, World Ranking Event, 7. Ranglistenlauf mit dem Bahnleger Claus Hermann alles geben, dass diese OL-Ausdauersportgroßveranstaltung ein weiteres Highlight der heurigen OL-Saison werden wird.
Nun zur sportlichen Vorschau dieser österr. Staatsmeisterschaft auf der "Klassikdistanz":
Seit dem ich mit dem OL-Virus infiziert bin war diese Königsdisziplin im österr. OL-Sport noch nie so spannend wie vor dieser Staatsmeisterschaft in Gmünd / Neunagelberg.
Eines kann ich jetzt schon verkünden: Nach der Bundesländerstaffel am Samstag herrscht absolute Chancengleichheit. Alle Besserwisser werden während des Wettkampfes der Bundesländerstaffel dann einsehen, dass ihre Mitstreiter (Teilnehmer der CISM) hier überhaupt keinen Vorteil mehr haben.
Allen wird spätestens am Samstag Abend bewusst werden, Gewinner der Klassikstaatsmeisterschaft am nächsten Tag wird der/die beste/r Oler/in der Saison 2002.
Meiner Meinung nach gibt es in der H 19 E so viele potentielle Sieganwärter wie schon mehrere Jahre nicht. Topfavoriten sind zweifelsohne der mehrfache Klassikstaatsmeister der letzten Jahre Thomas Krejci (TV-Füsterfeld), der dreifache Staatsmeister der letzten Saison Felix Breitschädel (ASKÖ-Henndorf), der Sprintstaatsmeister des heurigen Jahres Jan Zazgornik (HSV-Baden) und der oftmalige österr. Staatsmeister Norbert Helminger (ASKÖ-Henndorf). Außenseiterchancen haben zusätzlich Stephan Seeböck, Pierre Kaltenbacher, Andreas Eglseer, Jürgen Egger, Martin Brantner (der es noch einmal wissen möchte).
Thomas Krejci wird wahrscheinlich seinen Staatsmeistertitel der letzten Jahre nur dann verteidigen können wenn es seine langwierige Knieverletzung überhaupt zulässt. Felix Breitschädel möchte heuer die Königsdisziplin der heurigen OL-Saison für sich entscheiden. Jan Zazgornik hat mit seinem Sieg auf der Kurzdistanz das nötige Selbstvertrauen u. möchte nach mehreren zweiten Plätzen endlich auch in dieser Disziplin reüssieren.
Norbert Helminger der bei der Hitzeschlacht im Rahmen der CISM im Juni gehörig durchgebeutelt wurde, hat mir bereits damals prophezeit: "Mit diesem Wald habe ich noch eine Rechnung offen."
Bei den Damen erwartet man einen Pflichtsieg von unserer OL-Weltmeisterin Lucie Böhm (ASKÖ-Henndorf). Erst ab dem zweiten Platz wird es zu einem Mehrkampf zwischen Brigitte Gschöpf, Andrea Eisl, Elisabeth Hohenwarter, Fruzsi Hejjas kommen und nicht vergessen darf man Michaela Gigon.
Weiteres möchte ich noch auf Grund gegebenen Anlasses auf eine mögliche sinnvolle Vorbereitung eines Mitfavoriten Felix Breitschädel Stellung nehmen.
Gemäß meiner Jahresplanung wurde die erste Wettkampfphase der BH-Leistungssportler mit der CISM Ende Juni und der Junioren WM Anfang Juli abgeschlossen.
Anschließend folgte ein intensives Techniktraining für Teile in Italien, Tschechien, Schweden, Finnland, Estland und Schweiz. Wobei meistens bis zu zwei Technikeinheiten pro Tag absolviert wurden. Einfach aus dem Training heraus wurden ohne Leistungsziel Mehrtage-OLs zusätzlich bestritten. Abgeschlossen wurde dieser Technikblock Anfang bis Mitte August (wie man so schön sagt, die Athleten wollen keine Posten mehr sehen).
Ab Mitte August begab man sich zurück zu den Ausdauergrundwurzeln (jeder Oler weiß mit ständigem immerwährendem OL-Training wird man nicht besser). Man verlegte zu einem Kraftausdauertrainingskurs nach Hochfilzen (Tirol) um wieder die Basis für die bevorstehende Klassik-Staatsmeisterschaft als ersten Höhepunkt u. in weiterer Folge für das noch weitere Saison Ziel nämlich die EM in Ungarn zu schaffen.
Hier in Hochfilzen waren keine Technik -Trainings das wahre Ziel, sondern man versuchte wieder den nötigen Biss und die notwendige verlorengegangene körperliche Grundlage für die zweite Wettkampfphase zu schaffen. Das Trainingsziel dieses speziellen Ausdauerblocks war es, wiederum die gleichen physischen bzw. psychischen Voraussetzungen zu erlangen wie zum Saisonstart bei der österr. Crosslaufstaatsmeisterschaft, wo Felix eine äußerst gute Ausdauerleistung erzielte. Gepaart mit bedingungslosen Einsatz, Mobilisierung aller im Körper vorhandener Kräfte bis über die Ziellinie. Diese positive Einstellung waren auch bei den WRE in Spanien meiner Meinung nach ausschlaggebend für die Spitzenleistungen von Felix (3. Platz u.7.Platz).
Der Trainingsplan dieser speziellen Vorbereitung für diese Klassikstaatsmeisterschaft beinhaltete Bergläufe auf den Kirchberg (1678 Meter), Steinbergkogel (1972 Meter), Berggehen mit Stöcke auf die Henne (2078 Meter), Wildseeloder (2118 Meter), von Kitzbühel vom Ziel der Hahnenkammabfahrt die Streif hinauf bis zum Start auf 1668 Meter, Spielberghorn (2044 Meter).
Mountain Bike Touren von Fusch a.d.Glocknerstraße über Fuscher Törl (2455 Meter) auf das Hochtor (2576 Meter) bis zum Franz Josef Haus (2370 Meter) und retour. Von Hochfilzen über Zell am See auf die Schmittenhöhe (1965 Meter) & retour und aufs Kitzbühler Horn (1996 Meter).
Zwischendurch wurde zur Trainingsabwechslung Schirollertrainingseinheiten bis zu 2 Stunden absolviert, um die Kräftigung der Oberkörper- bzw. Rumpfmuskulatur zu erzielen.
Natürlich gab es auch mehrere Trainingseinheiten in der Kraftkammer in Hochfilzen.
Abgeschlossen wurde dieser beinharte Kraftausdauerblock mit einer überlangen MTB-Tour im Raum Hochfilzen. Felix bewältigte bei diesem gezielt vorbereiteten notwendigen Ausdauerblock 430 MTB-Kilometer, 180 Schiroller-Kilometer, 140 Lauf-Kilometer mit insgesamt 15500 Höhenmeter.
Am kommenden Sonntag wird noch ein Speed-Training absolviert um dem Körper bewusst einen Schnelligkeitsschock zuzufügen. Montag u. Dienstag folgen zwei Regenerationstage mit aktiver Erholung, Auslaufen, Sauna, Whirlpool, Massage. Am kommenden Mittwoch sind beim Laktatstufentest in der Südstadt als Draufgabe 22 km/h Laufgeschwindigkeit erwünscht.
Spätestens am Sonntag den 8. Sept. nach der Klassik-Staatsmeisterschaft wird man sehen,
ob der OL-Schuh .................................
Bundesländerstaffel
StaatsMS klassik/WRE
Bericht von Richard Schuh 0676/6221359
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