Wien gewann die Bundesländerstaffel 2003
Niederösterreich hatte die schnellste Staffel
Am Samstag, dem 27.September, fand im Raum Gmünd die Bundesländerstaffel statt. Der HSV Wr.Neustadt organisierte mitten in der Natur ein großartiges Start/Zielgelände, welches keine Wünsche offen lies.
Der Start um 14:30 Uhr verzögerte sich um 20 Minuten, da ein Teil der burgenländischen Teilnehmer in einen durch das Bundesheer verursachten Stau kam. Die Ländervertreter sprachen sich einstimmig für die kurze Verschiebung aus.
Um 14:50 fiel der Startschuß und an die 50 Bundesländerstaffeln stürmten in den Wald. 10 Minuten später danach starteten noch weitere 35 offene Staffeln. Bereits nach 15 Minuten Laufzeit kamen die ersten Läufer zur Pflichtstrecke am Zielgelände vorbei. Joachim Friessnig (Steiermark 4) und Christian Wartbichler (Salzburg 5) direkt verfolgt von Brigitte Gschöpf (Wien) und Lucie Böhm (Salzburg 1) führten das Feld an. Auf der kleinen Schlußrunde konnte aber Brie noch alle überholen und im Ziel als erste übergeben. Knapp dahinter folgte Iain Rochford (Niederösterreich 1), der bis auf 5 Sekunden an die Führende herangekommen war.

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Joachim Friessnig, Christian Wartbichler, Brigitte Gschöpf vor Lucie Böhm (von rechts nach links)
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Zweite Strecke: H-14 bzw. D-16. Erik Simkovics (Wien 1) blieb an der Spitze, dahinter kam Marton Mets (Team Budapest 2) bis auf 30 Sekunden heran. Eine weitere halbe Minute dahinter ein dichtes Paket mit Simon Arbter (Wien 2), Stephanie Killmann (Steiermark 2) und Robert Merl (Salzburg 2).
Dritte Strecke: D17-18, D35- oder H55-. Katja Gasser (Wien 2) brachte ihre Staffel um 15 Sekunden vor Manuela Hlosta (Wien 1) in Front. Eine halbe Minute dahinter platzierte Jiri Gurka (Salzburg 1) seine Staffel erstmals am Stockerl. Ihm dicht auf den Fersen war mit nur 5 Sekunden Rückstand Heda Perner (Salzburg 2).
Die Übergabe zur vierten Strecke: H18- bzw. H35. Für Wien gingen Peter Bonek (Wien 1) und Ferri Gassner (Wien 2) an den Start und brachten den Lauf souverän über die Bühne. Zeitgleich übergaben sie in Führung liegend an die Schlußläufer. Dahinter schob sich Herwig Allwinger (Steiermark 2) mit grandioser Streckenbestzeit auf Rang 3 vor. Das Verfolgertrio Philipp Wiesberger (Salzburg 1), Manuel Wiesberger (Salzburg 2) und Manfred Stockmayer (Niederösterreich 1) übergaben knapp dahinter alle innerhalb von 5 Sekunden! Als Manfred Stockmayer seinen Chip auslas, brachte der Computer die Meldung "Fehlstechung". Manfred beteuerte, Posten 134 am Anfang der Pflichtstrecke gestempelt zu haben, seine Staffel wurde vorerst aber mit einem Fragezeichen versehen. Nach dem Rennen wurde jedoch die SI-Station kontrolliert und die Staffel als gültig gewertet. (Anmerkung: zuerst wird die Chipnummer in der Station gespeichert, danach die Stationsnummer im SI-Chip; das ganze spielt sich im Zehntelsekundenbereich ab, dennoch kann es vorkommen, dass der Läufer es zu eilig hat, den SI-Finger zu früh aus der Station herauszieht und der Vorgang dadurch nicht korrekt zu Ende geführt wird. Das dürfte in diesem Fall passiert sein. Dieser Fall ist übrigens in der Wettlaufordnung im Punkt III.6.10(5)a(b) [sic!] mit der Disqualifizierung des Läufers eindeutig geregelt.).
Die letzte Strecke: H19. Als Jan Zazgornik (Niederösterreich 1) loslief, wußte er nichts von der Fehlstempelung. Um die fast 2 Minuten Rückstand aufzuholen startete er im wahrsten Sinne des Wortes den Turbo. Bei der Pflichtstrecke am Ziel vorbei hatte er zu Franz Helminger (Wien 1) bereits ganz knapp aufgeschlossen. Im Ziel hatte er dann ganze 5 Sekunden Vorsprung! Weitere 12 Sekunden dahinter erlief schließlich Norbert Helminger (Salzburg 2) einen Podestplatz für seine Staffel.
Besonderes Pech hatte Felix Breitschädel (Salzburg 1) auf der letzten Strecke. Er verlor im Wald seinen Chip, rannte ins Zielgelände zurück und holte sich einen neuen. Nach einem Abstecher zu Clear- und Check-Posten machte er sich ca. 10 Minuten nach seinem ersten Start wieder auf den Weg in den Wald. Seine Staffel fiel dadurch aber auf den 9. Platz zurück und möglicherweise kostete es Salzburg auch den in Reichweite liegenden 2.Platz in der Gesamtwertung.
Probleme mit der neuen Version der Auswertungssoftware machten es notwendig, die Chips der Schlussläufer nochmals einzulesen. Der Beginn der Siegerehrung verzögerte sich dadurch ein wenig, doch konnte man so das sehr gute kulinarische Angebot der Freiwilligen Feuerwehr von Steinbach etwas länger in Anspruch nehmen!
Bei der Siegerehrung wurden zuerst die offenen Schülerklasse und die offenen Staffeln geehrt. Danach gabs Preise für die schnellsten Staffeln und den Abschluß bildete das Siegerfoto der Gesamtwertung: erstmals seit Einführung des Bewerbes konnte sich Wien den Gesamtsieg holen. Platz 2 für Niederösterreich vor den Vorjahrsiegern aus Salzburg. Für die Steiermark, normalerweise auch ein heißer Kanditat auf den Sieg, lief es dieses Jahr nicht ganz nach Wunsch: gleich 3 Staffeln kamen nicht in die Wertung!
Staffelergebnis:
1. Niederösterreich 1 1:45:25
(I.Rochford-J.Bock-E.Knapp-Ma.Stockmayer-J.Zazgornik)
2. Wien 1 1:45:30
(B.Gschöpf-E.Simkovics-M.Hlosta-P.Bonek-F.Helminger)
3. Salzburg 2 1:45:42
(A.Eisl-R.Merl-H.Perner-M.Wiesberger-N.Helminger)
Gesamtergebnis:
1. Wien 1 143
2. Niederösterreich 1 137
3. Salzburg 1 132
4. Kärnten 1 108
5. Niederösterreich 2 97
6. Burgenland 1 95
Ergebnis
Split
Gesamtergebnis
Fotos
Homepage des HSV Wr.Neustadt
Ein Bericht von Erich Göschl
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