JEC2003: Platz 2 für Junioren-Staffel
Krönender Saisonabschluss mit bitterem Beigeschmack
"That's why we are here" - So der legendäre Spruch unseres Nationaltrainers Agoston Dosek. Und er sollte Recht behalten. Beim abschließenden Staffelwettbewerbes des diesjährigen Junioreneuropacups "hauten" sich alle auf Grund der guten Einzelplatzierungen mit zusätzlichen Selbstvertrauen mächtig ins Zeug.
In der männlichen Juniorenklasse gingen als Startläufer für Österreich Michael Stroi und Martin Binder auf die 7 km lange und mit 340 Hm versehene Strecke ins Rennen, wo sie ihre Aufgabe passabel erfüllten und im erweiterten Spitzenfeld an die zweiten Läufer Martin Pongratz bzw. Markus Lang übergaben. Die Strecke forderte jeden Athleten physisch auf das Äußerste, war sie nämlich so angelegt, dass zuerst auf den ersten 3km alle Höhenmeter zu überwinden waren (also " a wüde Krallerei").
Unsere zweiten Läufer "schluckten" die Höhenmeter und überholten Läufer um Läufer. Pongo erzielte von allen zweiten Läufern die schnellste Zeit und übergab an dritter Position hinter Tschechien und Finnland an Schlussläufer Gernot Kerschbaumer. Markus Lang rannte mit der zweit besten Zeit der zweiten Läufer auf Rang 6 und schickte Michael Auer auf die Schlussstrecke, der schlussendlich auf den 13.Platz lief.
Kerschi schloss, nachdem er den Finnen hinter sich gelassen hatte, nach ca. der Hälfte der Strecke auf den Tschechen auf, zu dem er von Beginn an Sichtkontakt hatte. Auf der letzten Bergabpassage im Wald und auf dem offenen Pferderennbahngebiet, das wie bei den Läufen an den Tagen zuvor als Zielgebiet diente, konnte er sich knapp absetzen und passierte auch den Zuschauerposten als Führender. Bei einem der drei letzten Posten, die sich alle in unmittelbarer Zielnähe befanden, kam es zu einem Karteninterpretationsfehler. Der Tscheche erkannte die entscheidende Situation um den Tick schneller und übernahm wieder die Führung, die er auf den letzten 300m, wo es nur mehr zum Sprinten war, nicht mehr abgab.
So erreichte das Team Österreich mit Michael Stroi, Martin Pongratz und Gernot Kerschbaumer (er erzielte die Tagesbestzeit) den ausgezeichneten 2.Endplatz. Der Umstand, dass der Sieg bei diesem internationalen Großevent nur hauchdünn verfehlt wurde, dämpfte zuerst die Freude. Hoffnung keimte nochmals auf, da der Tscheche, für alle Zuschauer sichtbar, unmittelbar vor dem Zuschauerposten eine Gartenhecke regelwidrig überquerte, die Kerschi vor ihm regelkonform umlief, was den tschechischen Läufer entscheidende Meter näher brachte. Der von uns eingebrachte Protest wurde nach Abstimmung aller Teamleader abgelehnt und somit die Disqualifikation der Tschechen nicht vorgenommen, weil bei strikter Umlage der Wettkampfbestimmung zahlreiche Staffeln disqualifiziert gehört hätten müssen, da auch einige andere Läufe regelwidrige Hindernisse überquert hatten.
Bei der Siegerehrung überwiegte aber bei allen unseren Läufern bei weitem die Freude.
Unsere Juniorenläufer haben mit dieser hervorragenden Teamleistung gezeigt, dass sie im Mitteleuropäischen OL- Gelände durchaus in der Lage sind mit der Weltspitze mitzuhalten.
Resümee von Juniorenkaderreferent Richard Schuh:
"Die letzten vier Jahre harter Arbeit möchte ich heute einmal Revue passieren lassen. Zunächst gebührt aber allen Läufern/innen, die Österreich bei diesem Junioreneuropacup vertreten haben, großes Lob für die professionelle Einstellung, für das kameradschaftliche Verhalten und Gratulation für die erbrachten Einzel- und Teamleistungen. Österreich schrieb im Juniorenbereich mit diesem zweiten Platz durch Michael Stroi, Martin Pongratz und Gernot Kerschbaumer OL-Geschichte. Es fällt schwer diese hervorragende Leistung in Worten zu fassen. Dieses Ergebnis wäre ohne einem professionellen Umfeld nicht möglich gewesen. An erster Stelle bedanke ich mich bei unserem Nationaltrainer Agoston Dosek, der mit seinem Fachwissen und seiner Vorbildwirkung einen großen Teil zum Zustandekommen dieses Erfolges beitrug.
Erheblichen Anteil daran möchte ich auch unserem Trainingsberater Manfred Zeilinger zusprechen, der im letzten Jahr durch seine theoretische und praktische Kompetenz im Kraft- Ausdauerbereich ein unverzichtbarer Teil unseres Betreuerteams geworden ist.
Ein spezieller Dank gebührt unseren Trainern Goggi und Max, sowie allen Postensetzern bei diversen Trainingskursen und den Bahnlegern bei sämtlichen nationalen Wettkämpfen, denn durch das ständige OL- Techniktraining wurde einer der wichtigsten Grundsteine gelegt.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass unsere Sportler im Heeresleistungssportzentrum in Seebenstein bestmöglich versorgt und betreut werden, wofür ich mich bei unserem Chef Herrn Oberst Gerhard Ecklsberger, LZ- Kommandant Vzlt Willi Höritzauer und Vzlt Riebenbauer mit seinem gesamten Team von der BVST/MilKdo NÖ bedanken möchte. Danke!!!
Für die Arbeit in unserem Fachverband möchte ich vor allem unserer Sekretärin Gerti Gigon und unserem Kassier Fritz Fruhwirth für die ständige Hilfsbereitschaft Dank und Anerkennung zusprechen.
Für einen ständigen Motivationsschub sorgen unsere beiden Homepage-"Bastler" Erich Göschl und Thomas Täuber, die ernorm viele Stunden für das Aufrechterhalten einer immer aktuellen ÖFOL- Homepage investieren.
Auch die Arbeit des "Orientierung"- Team mit Hans Kolar gehört gewürdigt.
All jene, die ich in dieser Aufzählung vergessen habe, aber trotzdem erwähnt gehört hätten sollen, möchte ich genauso danken."
Ohne Fleiß kein Preis
Bericht Sprint und Langdistanz
JEC2003-Homepage
Fotos
Mit Sportgruß
Richard Schuh
|