Steiraman is very good
Thomas Krejci gewinnt überlegen den Ranglistenlauf
Ein Bild wie aus einem Werbeprospekt erwartete die Teilnehmer des 2.Ranglistenlaufes am 5.Mai 2003 in Seckau: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, grüne saftige Wiesen und
als Umrandung noch die Kulisse der Seckauer Tauern mit funkelndem Schnee auf den Gipfeln. Die - natürlich voll biologischen - Zutaten für ein Menü der Spitzenklasse waren gegeben. Es lag
am Veranstalter, daraus ein Haubenmenü zu zaubern. Und über 500 Teilnehmer aus ganz Österreich kamen, um zu verkosten.
Das Wettkampfzentrum lag direkt am Ortsrand von Oberfarrach, einem ganz kleinen Ort Nahe Seckau.
Abgegrenzt vom Zieleinlauf mit imposanten Zielbogen stand den Teilnehmern eine große Wiese zur Verfügung.
Der Weg zum Start erforderte mit seinen 2km eine gute Zeiteinteilung und Vergesslichkeit war nicht anzuraten. Dafür wurde man am
Start noch mit einer kleinen Erfrischung versorgt.
Der Start befand sich auf einem Weg am Rande des Hartwalds und "Stop, Wettkampfgebiet"-Schilder machten die Läufer darauf
aufmerksam, dass es jetzt langsam ernst wurde. Die Spannung wurde zusätzlich erhöht, da sich
einige Wettkämpfer nach ihrem Start wieder durch die Wartenden hindurch zwängten: der Standort des
ersten Postens mancher Kategorie ließ anscheinend auch solche eine Route für günstig erscheinen.
Aber der erste Posten war sowieso ein schwieriges Kapitel: wem es nicht gelang, sich möglichst schnell
auf der Karte einzulesen, fand sich plötzlich in der Wildnis wieder. Viele Wege boten wohl Auffanglinien, aber
abseits davon, forderte die Natur höchste Aufmerksamkeit.
Die Herren-Elite hatte 12.2km mit 500Hm vor sich, die einen Kartenwechsel im Zielgelände beinhaltete.
Wolfgang "Goggi" Pötsch als Platzsprecher informierte über den Stand des Rennens und
unterhielt die Teilnehmer wieder mit seinem reichhaltigen Wissen aus der OL-Szene. Beim Kartenwechsel lag Thomas Krejci (TV Fürstenfeld) schon klar voran,
bis zum Ziel konnte er seinen Vorsprung noch auf fast 15 Minuten ausbauen: mit 75 Minuten stellte
er eine neue, wirklich unglaubliche Bestzeit auf, die selbst vom Bahnleger nicht erwartet wurde. Dafür
wurde es dann auf den folgenden Plätzen eng, lagen doch die Plätze 2 bis 4 innerhalb von einer Minute: unglücklicher Vierter
wurde Jürgen "Chuck" Egger, der stark begann und selbst kleine Fehler immer wieder aufholte. Ein Podestplatz schien ihm bis
zum verflixten vorletzten Posten sicher. So konnten sich schließlich Franz Helminger (NF Wien) vor Wolfgang Waldhäusel (OLC Wienerwald)
über die Plätze 2 und 3 freuen. Beide machten bereits im ersten Viertel ihres Rennens Fehler und starteten dann eine erfolgreiche Aufholjagd. Bei seiner
Aufholjagd verletzte sich leider Tobias Breitschädel am Weg zum Posten 11. Erste Diagnose: die Bänder. Das Mitgefühl der Zuschauer war bei der Durchsage
der Meldung richtig zu spüren. Alles Gute und baldige Besserung übrigens auch allen anderen, die sich an diesem Wochende verletzt haben.
Bei der Damen-Elite standen 7.2km mit 315Hm auf dem Speisezettel. Lisi Hohenwarter (Leibnitzer AC) patzte gleich beim ersten Posten,
konnte den Fehler aber mehr als wett machen und arbeitete bis zur Hälfte des Rennens einen Vorsprung von mehr als
einer Minute auf Brie Gschöpf (WAT) heraus. Bei Posten 12 war dieser dann allerdings schon auf 3 Sekunden zusammengeschmolzen und Posten 13 kostete dann überhaupt die Führung.
Bis Posten 11 lief das Rennen auch für Regina Habenicht (SU Klagenfurt) gut, deren 3.Platz schon abgesichert schien.
Doch Posten 12 kostete ihr fast eine Minute und bei Posten 13 verlor sie sogar mehr als 6 Minute auf die Bestzeit. Und während
Lisi Hohenwarter und Regina Habenicht Posten 13 suchten, kam Brie Gschöpf und "sammelte" die Beiden auf. Das Dreiergespann
spornte sich dann gegenseitig auf den letzten 3 Posten an. Brie war der Sieg nicht mehr zu nehmen, Lisi sichere Zweite und
mit einem starken Finish konnte die auf Platz 4 abgerutschte Regina Habenicht wieder den Podestplatz erklimmen.
Gleiche Bahnen in H20, H21 lang und H35 bescherten diesmal nicht nur lange Startzeiten sondern auch
einen ungewohnten Vergleich zwischen den drei Kategorien: die Senioren Manfred Stockmayer (HSV Wr.Neustadt) und
Ferri Gassner (NF Wien) - die erst letzte Woche jeweils Landesmeister in NÖ bzw. Wien wurden - blieben voran.
Doch im Zielsprint zeigte Markus Lang (HSV Pinkafeld), dass Junioren nun mal doch die schnelleren Beine haben: 35 Sekunden für den Zielsprint war absolute Tagesbestzeit.
Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Weg zum Posten 99 in 2 Kategorien einzuteilen war:
entweder man kam von Richtung Start und es ging immer bergab oder man musste sich von einem Graben aus noch etliche Höhenmeter hinauf zum letzten Posten quälen.
Dass der Zielsprint danach natürlich etwas anders ausfällt, ist verständlich.
Ein kleiner Wermutstropfen bilden die Getränke: nicht bei Start und Ziel, dass war in Ordnung,
aber die zwei Getränkeposten auf der Strecke waren teilweise abseits der Idealbahn. Na gut, wer trinken muss, hat schon verloren,
aber einer von den zweien war auch noch vollkommen falsch postiert! Wenn man schon das Angebot macht, dann
sollte dabei auch die gleiche Sorgfalt aufgewendet werden wie bei normalen Posten!
Als Dessert gab es zum Abschluß des Tages eine etwas verspätet begonnene Siegerehrung, bei der die anwesenden Klassensieger
schöne Preise bekamen. Auch die mehr als zahlreichen Absolventen der Kinderfähnchenstrecke konnten den Veranstalter nicht
wirklich aus der Ruhe bringen. Die Tombola am Ende garantierte viele Zuschauer bis zum Schluss. Den Hauptpreis - eine
Woche Abenteuerurlaub in Schweden - gewann Karin Broinger. Den durchschnittlichen, österreichischen Jahresbedarf
an Bier (210 Flaschen) gewann - im zweiten Anlauf (wer beim ersten Mal genannt wurde, wird jetzt nicht verraten, er war allerdings nicht da) - Bernhard Fink.
Zahlreiche Laufkollegen halfen ihm gleich an Ort und Stelle, das Transportproblem
etwas einfacher zu gestalten! Nach Steir.Sprint-MS und Ranglistenlauf gewann dann Thomas Krejci auch noch bei der Ziehung:
ein erholsames Wochenende für 2 beim Hofwirten in Seckau.
Der Ranglistenlauf in Seckau bleibt in angenehmer Erinnerung zurück, sieht man vielleicht vom
Sonnenbrand ab, den so mancher als zusätzliches Souvenier vom Wettkampftag mitgenommen hat.
Ergebnisse
Fotos
Ein Bericht von Erich Göschl
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3-facher Gewinner Thomas Krejci

Nur nicht den Kopf hängen lassen!

Goggi will's sofort wissen:
Lisi beim Interview im Ziel

Einfach aber wirkungsvoll:
die Traktordusche

Bernhard Fink im siebenten Himmel
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