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Bei den Meisterschaften kommendes Wochenende im Marathon-OL werden - um einen
fairen Wettkampf gewährleisten zu können - auch Leibesvisitationen zum Startvorgang gehören!
Laut Internetseite eines finnischen Technikstudenten und langjährigen OLers gelang es
bereits voriges Jahr erstmals, eine Lücke in der Spezifikation der Sportident Karte 6 auszunützen
und sich dadurch einen unrechtmäßigen Vorteil bei einem OL-Bewerb zu verschaffen!
Wie aber erst jetzt bekannt wurde, konnten damals Studenten der in Silicon-Valley gelegenen Stanford-University
einen SI-Chip der Version 6 derart manipulieren, dass bereits ab einer Entfernung von 14m (!) zur
SI-Station ein Stempelvorgang ausgelöst werden kann. In dem Bericht wird geschildert, dass wohl Sichtkontakt
zum Posten vorhanden sein muss, dass sich der Läufer aber wertvolle Sekunden erspart, weil
er den Posten nicht mehr direkt anlaufen muss. (Anm.: Das sich aber dadurch nicht nur Zeit sondern auch
auch Kraft sparen läßt, da man sich ja auch so manche "Kletter"partien ersparen kann,
ist weiters gar nicht erwähnt!)
Technischer Hintergrund:
Normalerweise wird mittels Induktion in der SI-Karte Spannung aufgebaut, mit der im embedded
Chip ein Schreibvorgang durchgeführt wird. Durch Anlegen einer äußeren
Batteriespannung mittels einer Feder, die in jedem billigen Kugelschreiber enthalten ist,
gelang es nun, den Vorgang umzukehren und den SI-Chip zum aktiven Sender zu machen. Das dadurch um
den Faktor 10hoch4 verstärkte Magnetfeld spiegelt nun der SI-Station vor, dass sich ein "Target" in
der SI-Stationen-Öffnung befindet, und löst dadurch auch den internen Schreibvorgang aus.
Daher lässt sich selbst beim nachträglichen Auslesen der SI-Stationen nach dem Wettkampf
kein Unterschied zwischen den wirklichen und den gefälschten Stempelungen feststellen!
Derzeit ist aber der große Stromverbrauch noch das größte Hindernis beim Einsatz dieser Technik,
sodass man Manipulatoren noch relativ leicht auf die Schliche kommt.
(Anm.: außer beim Nacht-OL, wo der Einsatz von solchen Akkupacks ja gang und gäbe ist).
Doch kleinere Batteriepacks werden in Zukunft noch genauere Kontrollen notwendig machen.
Natürlich sollte es sowieso für jeden Wettkämpfers klar sein, sich an die Wettkampfordnung
zu halten und den Gebrauch solcher unzulässigen Mittel gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Trotzdem
wird es sich in Zukunft nicht vermeiden lassen, zumindest durch Stichproben, den Einsatz solcher Techniken
zu unterbinden, um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen.
Weitere Informationen bei unten stehenden Quellen und beim Autor dieses Beitrags.
California Hiking and Outdoor Society (CHAOS)
Suomen Suunnistusliitto
English Version
Nach einem (durch den Webmaster übersetzten) Bericht
des finnischen Studenten Äärsdaa Bril
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