EOC2004: So lala bei der Langdistanz
Roskilde (Dänemark) vom 10.-17.Juli 2004
Voll motiviert gingen Andrea Eisl (ASKÖ Henndorf) und Thomas Krejci (TV Fürstenfeld) am Freitag in ihr Final-Einzelrennen über die Langdistanz. Beide waren sich auch bereits vor dem Klassikfinale bewusst, welche Erwartungen aus österreichischer Sicht auf beiden lastete.
Beide haben von Beginn an bis ins Ziel auch alles gegeben.
Aber leider gibt es in einer Sportlerkarriere Tage, wo es einfach nicht so läuft wie man es sich wünscht. Natürlich hat sich Thomas von diesem Einzelfinale viel erwartet, und natürlich haben auch alle österreichischen OL-Freunde Großes gehofft. Aber es hat einfach nicht sein wollen. Thomas hat zwar wie erwartet sein Zwischenziel, den Einzug ins A-Finale, geschafft, hat sich aber seine Leistungsbestätigung seines 13.Platzes bei der WM in der Schweiz auf etwas später aufgehoben.
Die Leistung von Andrea kann sich aber trotzdem sehen lassen. Natürlich wenn sie die Platzierung vom Zuschauerposten bis ins Ziel halten hätte können...
Mit einem 38.Platz in ihrem Klassikfinale und den drei gewonnenen Weltcuppunkten sind wir, die Trainer, aber sehr zufrieden. Dass sie aber mehr kann, wissen wir alle. Sie wird es uns sicher noch beweisen!
Thomas zu seinem Rennen:
Vorbereitung in letzten Tagen sehr gut verlaufen; beim Sprint körperlich ok, technisch Probleme. Nach langem intensivem Kartenstudium der alten Karte vom Wettkampfgebiet aber für heute optimistisch.
Gekommen ist alles anders leider.
Körperlich zu Beginn so lala; technisch Posten 1 und 2 sicher. Dann zum 3er großer Richtungsfehler --- einige Minuten Zeitverlust --- Frust.
Einige Läufer gesehen, aber körperlich dann nicht in der Lage mitzuhalten. Versucht eigenen Rhythmus zu finden, aber immer müder geworden und technische Unsicherheiten haben sich eingeschlichen. Nach Zuschauerposten im Brennesselgebiet zwar versucht zu kämpfen, aber immer wieder etwas unsicher und kleine Fehler.
Körperlich einfach nicht mein Tag und mit Leistung sehr unzufrieden.
Andrea über ihren Lauf:
Ich startete wie schon beim Vorlauf ruhig weg und nahm mir die notwendige Zeit, um gut auf die Karte zu kommen. Eigentlich hatte ich bis Posten 12 keine großen Probleme. Erst dort holte mich die vier Minuten hinter mir gestartete Anne M. Hausken ( aus Norwegen ) ein. Ich lag also zwischenzeitlich ganz gut im Rennen, so um den 30.Platz herum. Dann allerdings bekam ich plötzlich so Bauchweh ( keine Ahnung wieso ), dass ich einen "Zwischenstopp" einlegen musste und ich mich auf der letzten Schleife mehr mit meinem Bauchweh beschäftigte als mit dem Kartenlesen.
Dies hatte zur Folge, dass ich nicht mehr ganz sauber lief wie zu Beginn und sich einige Fehler und Steher einschlichen.
Letztlich reichte es für den 38.Platz und ein paar Weltcuppunkte...
Dieser Lauf hat mir wieder gezeigt, wie hart es wirklich ist, vorne mitlaufen zu können und was ich in Zukunft noch tun muss, um einmal eine gute Platzierung zu erreichen...
Ergebnis Langdistanz:
Männer A-Finale 14.5 km 560 Höhenmeter 29 Posten
1 29 Kalle Dalin SWE 1:23:40
2 50 Mats Haldin FIN 1:23:58
3 39 Emil Wingstedt SWE 1:24:41
4 30 Robert Banach POL 1:25:20
5 28 Andrey Khramov RUS 1:25:37
...
48 27 Thomas Krejci AUT 1:40:45
Frauen A-Finale 9.6 km 340 Höhenmeter 21 Posten
1 250 Simone Niggli-Luder SUI 1:02:04
2 249 Emma Engstrand SWE 1:05:45
3 242 Tatiana Ryabkina RUS 1:05:53
4 248 Heli Jukkola FIN 1:06:12
5 246 Minna Kauppi FIN 1:06:26
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38 221 Andrea Eisl AUT 1:21:15
Als letzter Bewerb ist am Samstag die Staffelentscheidung angesagt. Ein letztes Mal ist Daumen drücken angesagt!
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Richard Schuh
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