EOC2004: Andrea und Thomas liefen ins Lang A-Finale
Roskilde (Dänemark) vom 10.-17.Juli 2004
Erwartungsgemäß begann die EM in Dänemark beim ersten Qualifikationslauf mit äußerst geringen Zeitabständen.
Zur großen Freude aus österreichischer Sicht haben sich Andrea Eisl (ASKÖ Henndorf) und Thomas Krejci (TV Fürstenfeld) für das heiß begehrte Lang A-Finale qualifiziert.
Großer Pechvogel war an diesem Tag Jan Zazgornik (HSV Baden), der um lächerliche 36 Sekunden scheiterte.
Bei vielen Routenwahlen galt es zwischen direktem Laufen und weites Umlaufen auf Wegen zu entscheiden.
Bei den Damen gewann die 4 fache Weltmeisterin Simone Niggli-Luder (SUI) ihren Vorlauf, dich gefolgt von ihren stärksten Konkurrentinnen. Bei den Männern liefen in ihren Vorläufen Jamie Stevenson (GBR) und Thierry Gueorgiou (FRA) unglaubliche Bestzeiten.
Detail am Rande: Alle Teilnehmer hatten mit der Vegetation zu kämpfen. Bei Thomas sah man sogar am Kopf die Spuren von den meterhohen Brenneseln.
Andrea meinte über ihren heutigen Qualifikationslauf:
"Die Langdistanz war eigentlich nicht mein oberstes Ziel bei dieser EM. Mein Trainer Walter Dungl und ich haben uns im Training eher auf die kürzeren Distanzen konzentriert. Überraschenderweise war ich aber gerade auf den längeren Strecken in Österreich verhältnismäßig stärker als auf den kürzeren, ganz abgesehen von meinem Saldo - Null beim Sprint. Also habe ich nach langem hin und her - ich wusste bis Freitag vor der Abreise nicht, ob ich die Lang laufen sollte oder nicht - doch beschlossen, bei der Lang-Qualifikation an den Start zu gehen, um mir vielleicht etwas Druck vor den anderen Rennen zu nehmen.
Also ging ich völlig relaxet und locker and den Start, fand den ersten Posten perfekt und kam somit gut ins Rennen. Bei Posten 4 holte mich die 2 Minuten hinter mir gestartete Jenny Johanssen ein. Ihr Tempo war okay für mich, daher konnte ich gut mit ihr mithalten. Auf der langen Teilstrecke von 5 auf 6 verlor ich sie aber und musste folglich wieder alleine weiterorientieren. Ein kleiner Fehler zum 9. Posten kostete mir ca. 30-45 Sekunden. Da sah ich aber auch plötzlich Jenny wieder, was mich erneut motivierte.
Der Rest des Rennens verlief gut. Ich war glücklich im Ziel zu sein...
Thomas Kommentar zu seinem Qualifikationslauf:
"Meine Zielsetzung war, technisch vorsichtig zu beginnen, mich in die Karte einzulesen und dann läuferisch zu attackieren.
Die Strecke zum 1. Posten war etwas länger. Ich las genau mit und hatte keine Probleme diesen anzulaufen. Auf dem Weg zu Posten 2, gleich nach dem Weglaufen vom 1., sah ich den Finnen Jarko Huovila, der 2 Minuten vor mir gestartet war, was mich weiter motivierte. Danach erkannte ich, dass er im selben Heat lief und hielt zu ihm Kontakt. Körperlich konnte ich mit ihm mithalten, technisch gesehen war ich mir aber noch zu unsicher um Führungsarbeit zu leisten. Auch gegen Ende des Rennens fühlte ich mich körperlich noch gut. Sicherlich habe ich vom Finnen profitiert, das Glück war heute somit auf meiner Seite.
Der Formaufbau hat gepasst und bis zum Finale am nächsten Freitag sollte ich meine Topform erreichen. Die technischen Probleme werde ich versuchen mit genauen Analysen, kurzen Trainings und durch gestärktes Selbstvertrauen in den Griff zu bekommen.
Ergebnis
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Mit Sportgruß
Richard Schuh
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