Halbzeit beim Euregio Orienteering 2004
25.-27.Juni 2004 in der Olympiaregion Seefeld/Telfs
Die ersten 3 Etappen von Österreichs größtem Orientierungslauf des Jahres - dem Euregio 2004 - sind vorbei. Vom Olympiaort Seefeld übersiedeln nun die Teilnehmer ins Trentino, wo vom 30.Juni bis 2.Juli die restlichen 3 Etappen stattfinden. Die 2 Tage dazwischen sind für ein Training in Südtirol oder auch nur zur Erholung vorgesehen.
Bereits am Montag, dem 21.Juni, stand - zur Überraschung der Organisatoren - die erste Gruppe Schweden vor dem Wettkampfzentrum in Telfs. Der Hauptteil der Teilnehmer traf hingegen - wie international üblich - erst einen bzw. zwei Tage vor dem Wettkampf ein, um ihre Unterlagen abzuholen.
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Der Startschuß zur Veranstaltung fiel in Seefeld. Nahe des idyllischen Seekirchls hatte der LK Kompass Innsbruck mit seinem Partnerverein Orienteering Crea Rossa dank Unterstützung der Gemeinde - allen voran Direktor Tschoner vom Tourismusverband Seefeld - eine Zielarena für die ersten drei Etappen aufgebaut. Die Wiese am Fuße des Gschwandkopfs wurde von den knapp 1300 Wettkämpfern, die an den ersten 3 Etappen teilnahmen, mit den Vereinszelten in Beschlag genommen. Vor allem am Freitag lies der Wettergott sich noch ein wenig bitten und schickte immer wieder kurze Regenschauer vom Himmel. An den folgenden Tagen schwankte das Wetter öfters zwischen strahlendblauem Himmel mit entsprechend heißen Temperaturen und starker Bewölkung. Und das innerhalb einer halben Stunde! Doch der Laune der Teilnehmer war das keineswegs abträglich.
Orientierungsläufer sind auch für solche Verhältnisse bestens ausgerüstet.
Am Freitag ging pünktlich um 10.00 Uhr die erste Etappe auf der Karte Seefeld-Mösern los. Die Wettkämpfer kamen durch die über 2km zum Start gut aufgewärmt zum Start und eine Handvoll trotz Hinweises in der Läuferinformation zu spät. Das Gelände auf einem Plateau zwischen 1200 und 1500 Höhenmeter gelegen war detailreich und relativ gut belaufbar. Alleine durch die Regenfälle der letzten Tage waren viele Flächen sehr sumpfig. Und auch wenn einige Passagen durch kleine, hügelige Birkenwäldchen sehr skandinavisch wirkten, so merkte man an anderen Stellen durch die vielen Höhenmetern ganz klar: man war in Tirol. Entsprechend schwierig war so manche Querpassage, lagen auch die Höhenschichtlinien sehr eng beieinander. Durch die zentrale Lage der Zielarena bedingt, waren dann die letzten Posten im offenen Wiesengelände am Talgrund. Da wurden mehr die standfesten Läufer gefragt, die auch am Ende der Orientierungsbahn noch das Lauftempo hoch halten konnten.
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Nach der Langdistanz am Freitag gab es Samstag meist kürzere Bahnen. In fast allen Kategorien - - mit Ausnahme der Damen45 - waren Bahnlängen und Höhenmeter um bis zu 50% zum Vortag verkürzt. In der betroffenen Klasse - die bis auf 10m die gleiche Streckenlänge aber dafür um 15 Höhenmeter mehr als die Herren45-Kategorie hatte - wurde schon gemunkelt, dass dies anscheinend durch Intervention eines Ehegatten geschehen war. Was der Betroffene mit der dadurch gewonnen Freizeit anfing, wurde aber nicht verraten.
Besondere Spannung am Sonntag, stand doch zum Abschluss der österreichischen Etappen in den Eliteklassen ein World Ranking Event am Programm. Mit Start nahe des Wildsees ging es für alle Kategorien über den Gschwandkopf Richtung Zielgelände. Bei den Herren dominierte - wie an den beiden vorangegangen Tagen - Christoph Schilter (SUI) das Rennen, bei den Damen konnte sich die Nr.27 der World Ranking List Riina Kuuselo (FIN) gegenüber der Gewinnerin der ersten zwei Etappen Anne-Maria Mannila, ebenfalls aus Finnland, durchsetzen.
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Im Ziel mit einem Lächeln oder geknickt wie der Zielbogen
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In der Gesamtwertung nach 3 Tagen gibt es für Österreich bzw. Familie Arbter bei sehr starker Konkurrenz gleich 3 Podestplätze zu vermelden: Anja (Damen-12) und Vera (Damen-40) liegen auf Platz 1, Simon (Herren-14) auf Platz 2. Da diese nur bei den Tiroler Etappen an den Start gingen, wird es aber leider auch bei dem Halbzeiterfolg bleiben.
In unmittelbarer Nähe der Zielarena fand am Wettkampfwochenende auch das 2.Nature Outdoor Festival statt, bei dem sich die Läufer auch über andere - meist X-treme-Sportarten - informieren konnten. Umfangreiche Mitmach-Aktivitäten, Verlosungen und Vorführungen boten eine
interessante Abwechslung zur normalen Erholungsphase nach Wettkämpfen.
Nach der Siegerehrung am Sonntag wurde das gesamte Zielgelände abgebaut und sowohl Teilnehmer als auch Organisationsteam übersiedeln ins Trentino. Das Gebiet ist noch vielen Österreichern von den Cinque giorni 2002 bekannt und hat damals großen Anklang gefunden. Für die vielen internationalen Teilnehmer sind die kommenden 3 Etappen die letzte Vorbereitung für die darauf in Asiagio stattfindende Senioren-WM.
Detailierte Ergebnisse
Erich Göschl
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Die Präsidenten von Crea Rossa und dem LKI:
G.Gozzer und HG Gratzer

Happy Camping in Telfs

"Passt alles?" "Ja, si, yes, qui, ..."

Intensives Kartenstudium

OL hält jung: Tagessiegerinnen W50 & up

Zurück bleibt eine leere Wiese und viele schöne Erinnerungen
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