IOF-Kongress
Erstmals wurde der Kongress der International Orienteering Federation (IOF) während der WM-Woche durchgeführt.
Die IOF-Statuten wurden im Sinne einer Zusamenarbeit mit dem IOC und der Int. Anti-Dopingkommission geändert.
Als neue IOF-Vollmitglieder wurden die Tükei Kolumbien und Liechtenstein aufgenommen. Liechtenstein hat in seinem Ansuchen eine Zusammenarbeit mit der Schweiz und Österreich angekündigt. Puerto Rico wurde assoziiertes Mitglied. Damit umfasst die IOF 63 Länder. Davon sind 46 Vollmitglieder. 33 in Europa, 6 in Asien, je 2 in Ozeanien, Noramerika und Südamerika. 1 Land in Afrika.
In Hinkunft wird es jährlich Weltmeisterschaften und alle 2 Jahre regionale Meisterschaften (z.B.Europameisterschaften) geben. Als Regionen wurden Europa, Asien, Afrika, Ozeanien, Nordamerika und Südamerika festgelegt. Der Worldcup endet 2006. Bestehende internationale Wettkämpfe sollen als "Grand Prix" zusammengefasst werden.
Die jährlichen Jugendeuropameisterschaften wurden für 2006 an Slowenien mit Skofja Loka vergeben (29.6.-2.7.). Franz Hartinger ist als TA der IOF vorgeschlagen.
Bei der Junioren-WM wird es auch eine Sprint-Entscheidung geben. Allerdings sind die Veranstalter der bereits vergebenen Junioren-WM diesbezüglich eher zurückhaltend und die erste Austragung daher unklar..
Spannend verlief die Vergabe der WM für 2008 und 2009. Es gab mit Frankreich, Tschechien und Ungarn 3 Bewerber. Nach mehreren Wahlgängen wird die WM 2008 in CZE sein. Mit Olomouc als Zentrum und einem Wettkampf in Brünn. Miskolc in Ungarn bekam die WM 2009. Wahrscheinlich unter dem Eindruck der Kosten der derzeitigen WM ging Frankreich leer aus. Ein Vorschlag, die WM nicht im September durchzuführen (CZE) hätte in Hinkunft unsere heurigen Terminprobleme vermieden. Allerdings fand dieser Vorschlag keine Mehrheit und die Veranstalter können die
Termine selbst wählen.
Die Frage der Finanzierung der IOF wurde auch von uns beeinsprucht. Demnach würden wir zu den 10 Ländern mit der grössten IOF-Abgabe zählen. Der Grund ist, dass wir bei der WM, der SKI-OL-WM und der MTBO-WM starten und damit zu den "reichen" Ländern zählen. Länder wie
Dänemark hätten wesentlich geringere Abgaben. Dass so eine Regelung etwa für die Teilnahme an der Ski-OL-WM kontraproduktiv wäre, wurde klar und diese Frage aufgeschoben.
Anträge auf Erhöhung der Zahl der Staffelläufer auf 4 (CZE) wurden ebenso abgelehnt wie der Antrag auf Abschaffung der Staffel zu Gunsten eines Teambewerbes (RUS).
Nachdem Sue Harvey (GBR), die die IOF 10 Jahre geleitet hat, zur Wahl
nicht mehr antrat, wurde aufrückend ÅKE Jacobson (SWE) neuer
IOF-Präsident. Hugh Cameron (AUS), Edmond Szechenyi (FRA) und Marcel Schiess (SUI) wurden zu Vizepräsidenten gewählt. Schiess hat zugesagt mit dem ÖFOL
Kontakt zu halten und unsere Anliegen in der IOF zu vertreten.
Vorstandsmitglieder wurden Leho Haldna (EST), Iordanka Melnikliyska
(BUL), Shin Murakoshi (JPN), Brian Porteous (GBR) und Jan-Erik
Krusberg (FIN).
Nicht in den Vorstand kamen Alexey Kuzmin (RUS) und der Wr. Neustädter Iain Rochford (IRL).
Der nächste IOF-Kongress wird zusammen mit der WM 2006 in Dänemark stattfinden
Die Kongresswoche geht noch mit Kommissionssitzungen und einem
TA-Workshop weiter.
IOF-Homepage
Erich Simkovics
aus Västerås
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