Kartendruck Workshop
am 1.5.2004 in St.Gilgen
Am Samstag, dem 1.Mai, fand - als Vorprogramm zum 2.RL-OL in Henndorf - ein von der ÖFOL-Ausbildungskomission durchgeführter Workshop mit dem Spezialthema "Kartendruck" statt.
Dieser Workshop wurde in Form einer Exkursion in die Druckerei des OL-Kartenspezialisten "Eisl&friends" duchgeführt.
Hans Eisl von der Fa. "EISL&friends" zählt gemeinsam mit Franz Weiss von "Pro-Map" zu den beiden führenden heimischen OL-Kartenherstellern, da beide erfahrene OLer sind und somit aus eigener Erfahrung wissen, worauf es bei der Kartenherstellung und beim Kartendruck ankommt.
Die Organisation oblag dem Ausbildungschef Michael Melcher, als Hauptreferent konnte Hans Eisl den 12 Teilnehmern sein nahezu perfektes Fachwissen in Sachen Kartenherstellung bestens vermitteln. Tipps und Tricks für die optimale Bereitstellung der OCAD- bzw. Postscript-Dateien rundeten diese Exkursion ab.
Hauptprogrammpunkt war die Demonstration des kompletten Druckvorganges, vom OCAD-File bis hin zum fertigen Endprodukt: der wettkampffertigen OL-Karte. Hierzu wurde anhand von realen Beispielen dieser Weg durchgespielt. Die Teilnehmer hatten sogar Gelegenheit, anhand von mitgebrachten Kartenbeispielen ihre eigenen OL-Karten in den verschiedensten Varianten drucken zu lassen.
Hauptaugenmerk wurde auf den Digitaldruck mit den beiden vorhandenen "millionenschweren" Digitaldruckern: Xerox DC2045 und Xerox DC2060 gelegt. Auch hatte man hier einmal die seltene Gelegenheit, das Innenleben einer solchen Druckmaschine kennenzulernen. (Wer mehr zu diesen Geräten wissen möchte, möge unter www.eisl.co.at/digitaldruck.html bzw. www.eisl.co.at/technik.html nachsehen)
Ein Vergleich mit Offset gedruckte Karten überzeugte die anwesenden OLer von der ausgezeichneten Qualität dieses Druckvoganges, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen passen. Nur das exakte Zusammenspiel von mehreren Komponenten machen eine gut lesbare digital gedruckte OL-Karte aus, die dann nur mehr von den Experten selber von einer Offsetkarte optisch unterschieden werden kann. Sowohl das Papier, als auch die richtige Kalibrierung der einzelnen Druckfarben (Yellow, Magenta, Cian, Black) spielen hier eine entscheidende Rolle. Aber auch die Farbeinstellung im OCAD-Programm selber hat einen wesentlichen Einfluß auf das Endprodukt.
Hans Eisl demonstrierte unzählige positive, aber auch negative Druckbeispiele, die v.a. durch falsche Farbkombinationen entstehen können. Jeder konnte selber probieren welche negativen Auswirkungen auf eine Karte eine nur geringfügige Änderung in der Farbzusammenstellung im OCAD-Programm haben kann.
Hans Eisl hat daher eine für Ihn optimale Farbzuordnung im OCAD-Programm zusammengestellt [ selber einstellbar in OCAD: unter Symbol / Farben - siehe Beilage: Farbeinstellung].
Wichtig für alle Teilnehmer war auch das Kennenlernen weiterer Fehlerquellen beim Digitalisieren mit OCAD und der Übermittlung der entsprechenden Postscriptdateien [z.B. Maßstabsfehler, nicht genormte Schrifttypen, fehlerhafte Überdeckungen, etc.]
Dank sei an dieser Stelle nochmals an Hans Eisl gerichtet, der seine Freizeit an diesem Feiertag opferte, um in der "Familiendruckerei EISL" den interessierten OLern diese Exkursion zu ermöglichen.
Farbeinstellung
Fotos
Druckerei Eisl&friends
für die Ausbildungskommission
Michael Melcher
|