SkiOL: Die Saison 2004 ist Geschichte!
Was auf alle Fälle in Erinnerung bleiben wird, ist das wohl kurzfristigst organisierte Ski-OL-Weekend in Wald am Schoberpass durch Fritz Marth und sein Kaltenbrunner Team. Herausragend war, dass dieses Team ganze 4 heimische Ski-OLs (davon 3 österr. Meisterschaften) organisieren konnte.
Ebenso in Erinnerung bleiben wird wohl auch der fast verzweifelte Versuch des neuen Kommissionsvorsitzenden Wolfgang Pötsch, geeignete Veranstalter von einfachen Ski-OLS zu finden. Da fast niemand bereit war, den heimischen Ski-OL entsprechend zu unterstützen, bzw. diejenigen die wollten – wie z.B. der HSV Wr.Neustadt (in St.Jakob im Walde) – vor unüberbrückbare Probleme seitens der Gemeinde und der Grundbesitzer gestellt wurden, mußte wiedereinmal ein Teil der österreichischen Cupläufe im nahen Ausland absolviert werden.
Leider konnten die Kooperationen mit Ungarn und der Slowakei mangels Schnee im Jänner nicht umgesetzt werden. Dafür konnte – so wie vor 2 Jahren in Ruhpolding – mit Jürgen Schwanitz und seinem Verein OLA TSV Deggendorf ein schneesicherer Partner gefunden werden. Von der Qualität her waren die Läufe in Bayrisch Eisenstein rund um den Arbersee jedoch das eigentliche Highlight des Jahres.
Leider war das Interesse der Österreicher zu diesem Finale nicht mehr sehr groß. Anstatt der etwa 60 vorangemeldeten Österreicher erschienen nur mehr 2/3 davon zum Start. Auch der plötzliche Wintereinbruch zu diesem Wochenende machte die Anreise nach Bayern nicht gerade zum Vergnügen.
Erfreulich ist, das für nächstes Jahr bereits einige Interessenten vorliegen; neben Fritz Marth, der wieder irgendwo in Österreich eine Karte aus dem Ärmel zaubern wird, möchte auch die SU Abteigymnasium Seckau und die NF Lok Steiermark vielleicht am Hohentauern oder auf der Teichalm etwas organisieren. Auch altbewährte Veranstalter wie ein Curt Maier oder Wolf Eberle haben durch die einfachen aber dennoch effektiven Läufe im heurigen Jahr wieder Mut bekommen. Und ein „Jolly Joker“ gar vor den Toren Wiens wäre im kommenden Winter bei geeigneter Schneelage und entsprechender Flexibilität ebenso möglich!
Zum Cup-ENDSTAND: 2 der 13 Kategorien (D35- und D-14) waren bereits vor dem Finale am 28.+29.2. fix entschieden. In weiteren 8 Klassen ergaben sich durch die letzten beiden Läufe keine Änderungen an der Spitze mehr [HE / HK / DK / D15-18 / H15-18 / H35 / H45 / D45 ], womit die Führenden nach 3 Läufen auch die Gesamtwertung gewinnen konnten. Nur in 3 Klassen (H-14 / DE / H55-) fiel die Entscheidung erst im allerletzten Rennen, bzw. in jenen Klassen wurde durch die beiden letzten Rennen das Resultat gehörig „über den Haufen geworfen“!
Zweimal war hier übrigens die Famile Maier beteiligt. Curt Maier – nach 3 Läufen nur am 2. Gesamtrang konnte sich durch 2 Siege in den letzten beiden Läufen auch den Gesamtsieg sichern; sein Sohn Benjamin Maier – Führender nach 4 Bewerben – mußte im letzten Rennen den Gesamtsieg noch an den Burgenländer Helmut Gremmel abgeben.
Bei den Herren (HElite) hat Johann Kugler (NF Sandl) mit einem Sieg [und einmal disqualifiziert] beim 5. und letzten Cuplauf seinen Gesamtsieg vom letzten Jahr erfolgreich verteidigt. Stephan Varga (LZ OMAHA) sicherte sich mit einem 2.Platz auch den 2.Platz in der Gesamtwertung; Markus Buchtele (SU Klagenfurt) holte sich den 3.Platz in der Gesamtwertung.
Einen totalen Umsturz in der Gesamtwertung gab es hingegen bei den Damen (Elite). Nicht die beiden führenden Burgenländerinnen Uschi Varga oder Sonja Zinkl machten den Sieg – wie erwartet – unter sich aus, sondern Ursula Polzer von der Sportunion Klagenfurt konnte in ihrem ersten Elitejahr sogleich die Austria-Cupwertung gewinnen. Dies gelang Dank 2 Siegen in den letzten beiden Bewerben und der Abwesenheit der beiden LZ OMAHA-Läuferinnen. Der Endstand in der DE-Klasse lautet somit: 1.Ursula Polzer, 2. Uschi Varga, 3. Sonja Zinkl
Auch in der Ski-OL-Vereinswertung gab es einen mehr als überraschenden Umsturz in der Gesamtwertung. Nicht der nach 4 Bewerben überlegen führende HSV Wr.Neustadt gewann, sondern der HSV Pinkafeld hatte am Ende die Nase vorne. Pinkafeld-Vereinschef Eugen Kainrath (nach dem HSV Wr.Neustadt ´02 und OLCU Viktring ´03) darf sich damit über den Gewinn der Wandertrophäe im 3. Jahr des Bestehens dieser Wertung freuen. Ausschlaggebend war die Tatsache, dass der HSV Pinkafeld zu diesen beiden Ski-OLs mehr Läufer mobilisieren konnte als die Niederösterreicher. Vor allem die jüngsten Nachwuchsklassen [H+D-14] sind fest in Pinkafelder Hand, und auch die 15-18-Kategorien entpuppten sich für die Burgenländer als gute „Punktelieferanten“. Hier sieht man deutlich die gute und umfassende Nachwuchsarbeit, die alle Bereiche des OLs umfasst (Fuß-,+Ski-,+MTB-OL) und die auch Richard Schuh´s „Handschrift“ trägt.
Keine Überraschung war es dann mehr, daß das Burgenland mit seinen 3 Vereinen: HSV Pinkafeld, LZ OMAHA und SKV D.Kaltenbrunn auch die Ski-OL-Bundesländerwertung (Summation aller Vereinspunkte), vor Kärnten und Niederösterreich gewann.
Zum Thema Ski-OL-Zukunft: Das Thema Ski-Staffel-OL wird in den nächsten Monaten noch die Gehirne der Verantwortlichen „martern“, bis eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann.
Allgemeinen Zuspruch findet hingegen eine Flexibilisierung des Meldewesens im Ski-OL. Es sollten hier nicht die gleich strengen Regeln wie beim Fuß-OL gelten. Dies gilt in erster Linie für den Meldeschluß bei österr. Meisterschaften, der ja 10 Tage vor dem Bewerb liegt. Beim Ski-OL ist 10 Tage zuvor zumeist nicht einmal klar, ob der Bewerb überhaupt durchgeführt werden kann oder nicht. Eine 5-tägige Meldefrist (Montag vor dem darauffolgenden Ski-OL) sollte hier ausreichend sein und dürfte auch für den Veranstalter kein Problem sein.
Auch der Wunsch nach eigenen Ranglistenklassen für H65- und D55-Läufer(innen) wird in den nächsten Wochen genauestens überprüft werden.
Reklamationen bezüglich der Ski-OL-Auswertung können ab sofort schriftlich oder elektronisch (Post/Fax/Mail) an das Auswerteteam [E-Mail:MM@oefol.at /Fax:02236/866754 z.H. Michael Melcher] gerichtet werden. Letzter Termin zur Beeinspruchung dieser Auswertung ist der 31.3.2004. Ab 1.4. erhält dieser vorläufige Endstand den unwiderruflichen Status der Gültigkeit. Es sei an dieser Stelle nochmal daran erinnert, dass der aktuelle ÖFOL-Mitgliedsbeitrag 2004 für alle Ski-OL-Teilnehmer bis 31.März einzuzahlen ist (lt. ÖFOL-Beschluß), da ansonsten die in Frage kommenden Läufer aus der Wertung genommen und eventuell gewonnene ÖMS-Medaillien ebenfalls aberkannt werden!!!!!
Endstand Austria Cup & Vereinswertung
Teilnehmerstatistik Austria Cup
Cupsieger 2004
für das Auswerteteam
Michael Melcher
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