SkiOL WRE in Králiky (Tschechien)
Anfang Jänner machten sich die WM-Starter Sonja Zinkl, Johann Kugler und Stephan Varga ins benachbarte Tschechien auf, um zwei World Ranking Events im Nahe der polnischen Grenze gelegenen Králiky zu bestreiten. Der Trainer des SkiOL-Nationalteams Wolfgang Zweimüller begleitete sie dabei:
Nachdem die Athleten über die Weihnachtsferien einen größeren Ausdauerblock trainiert hatten, war meine Vorstellung am Samstag bei der Mitteldistanz und besonders am Sonntag beim Sprint die Schnelligkeit zu fordern.
Aber bereits die Anreise zum Wettkampfort stellte uns vor Probleme. In der Ausschreibung war nämlich eine nur im Sommer befahrbare Straße ausgewiesen. Dennoch fanden wir nach einem
kleinen Umweg den Start. Wir bemerkten schon bei der Anreise, dass das Wettkampfgebiet ein ähnlich schönes und nicht allzu steiles Gelände aufweist, wie in es in Karlstift (NÖ) zu finden ist, welches für mich eines der schönsten SkiOL Gebiete darstellt.
Bei den Bahndaten sah es so aus: Herren 17,7 km am Samstag und 6,6 km am Sonntag, bei den Damen 13,4 und 5,4 km. Bei diesen eher sehr langen Strecken hofften wir trotzdem auf zwei sehr schnelle Rennen. Bei -12 Grad Außentemperatur gingen wir voll motiviert an den Start. Leider kam alles anders: Da ich diesmal auch selbst am Start war und mich in der Eliteklasse messen wollte, kann ich da auch mitreden. Wie ihr auf der Karte sehen könnt, mussten wir einen Hügel mit ca. 200Hm dreimal bezwingen, leider nicht mit einer schönen Bahnanlage sondern immer auf drei Posten aufgeteilt. 200Hm hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Eigentlich würde ich sagen, die Bahn wurde von einem Anfänger gelegt, der es noch nicht weiß, wie man die Höhenmeter "versteckt". Ich musste nach 2/3 des Rennens wegen "Vereisung" und fast schon 2 Stunden Wettkampf aufgeben, da es auch ein Zeitlimit von 2,5 Süd gab und ich dieses nicht einhalten konnte.
Bei meinen Athleten sah es natürlich wesentlich besser aus: Johann Kugler konnte mit einer Zeit von 2:09.Std den 6.Platz erreichen. Auf den zweiten Platz fehlten ihm lediglich 2min! Stephan Varga mit einem Höhenmesser am Start sagte uns am Abend, dass er über 1100Hm zu bewältigen hatte. Er konnte, genau wie Sonja Zinkl, nicht ganz die Top 10 erreichen.
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Kreuz und quer
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Am nächsten Tag waren wir schon vorgewarnt und stellten uns darauf ein, dass es wieder sehr lang und OL-technisch eher langweilig werden könnte. Die Bahnanlage war aber etwas besser, dennoch hatte man bei zwei Posten keine Alternative als den Wald quer zu bezwingen. Stephan hatte unglücklicherweise eine sehr frühe Startzeit und durfte somit einige Spuren "aufmachen". Auch Sonja erging es mit ihrer Startzeit nicht viel besser. Somit war wieder ein Top 10 Platz für beide nicht wirklich greifbar. Johann übersah kurzfristig beim dichten Postennetz in Zielnähe einen Posten und durfte eine Ehrenrunde drehen, die sich im Ergebnis natürlich niederschlug.
Diese Wettkämpfe brachten leider nicht den gewünschten Effekt die Schnelligkeit zu trainieren, dennoch sei zu sagen, dass man auch einmal psychische Stärke zeigen muss, die bei diesen Wettkämpfen sicherlich erforderlich war!
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Der SkiOL-Coach
Wolfang Zweimüller
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