SkiOL WM2004: Erste Eindrücke
Heute am Vormittag konnte ich mir einen Überblick darüber verschaffen was in einem schwedischen Wald alles möglich ist. 19% breite Spuren = schön zu belaufen. 80% enge Spuren = 1 ½ Skidoospuren. Von der OL – Technik gar nicht zu sprechen, muss man sich auf diesen schmalen Spuren erstmals fortbewegen können. Da bedarf es einer besonderen Lauftechnik, die eine Mischung, je zur Hälfte aus der klassischen und zur anderen Hälfte von der Skating-Technik kommt. Beides kombiniert sieht so aus als würde man mit dem rechten Fuß klassisch und mit dem linken Fuß Siitonen laufen. Herrlich zum Ansehen und noch viel schöner, wenn man es einmal ausprobiert. Also viel Freude beim Erlernen der neuen Langlauftechnik, aber Vorsicht – die Arme sind schnell am "Ende".
Die Platzierung von Sonja beim Langdistanzbewerb war über meine Erwartung. Eine Quereinsteigerin, wie sie es im wahrsten Sinne ist, die so sicher über diese schwierigen Spuren kommt, kann sicherlich in den nächsten Jahren noch einiges zu erreichen.
Erster Kommentar von Sonja Zinkl: "Das ist SkiOL wie ich ihn mir nicht vorstellen konnte".
Genauso bin ich mit der Leistung der 2 Herren zufrieden. Sie sagten mir im Ziel, dass sie sehr viel "Spaß" im Wald hatten. Ich habe ihnen aber angesehen, dass sie nicht nur viel Ausdauer gebraucht haben, sondern wie sie mir auch bestätigten, muss man bis zum letzten Posten immer konzentriert laufen, was im Hinblick auf diese schwierigen Strecken und der Länge des Rennens nicht so leicht zu bewerkstelligen war.
Morgen steht die Mittelstrecke an, die wird mit einem Massenstart eröffnet, was dazu führen könnte, dass es schon am Start einige Stockbrüche geben könnte.
Die Anreise
Am Montag frühmorgens um 3 Uhr starteten alle bei widrigsten Bedingungen (starker Schneefall), um den Flughafen rechtzeitig zu erreichen. Da es in Wien und Umgebung dann doch nicht so stark schneite, war unser Flug auch nicht verspätet. Unser Flugzeug war eine kleine Canad Air. Für diejenigen, die diesen Typ nicht kennen, es ist ein größerer Bus. Wir machten schon darüber Witze, ob sie unsere Schisäcke auf den Dachträger schnallen werden.
Am Dienstag waren wir dann den zweiten Tag hier und es fehlten uns noch zwei Ski-Säcke!!!.
Den Model Event-Bewerb haben wir mit Bravour bestanden. Sehr viele enge Spuren die nach einem starken Oberarm verlangen, aber damit haben wir auch gerechnet.
Die Bilder zeigen unsere Unterkunft und Johann Kugler eim Model Event. Es wird hier das Auswertesystem Emit verwendet und nicht Sportident, wie wir es gewohnt sind. Das bringt mit sich, dass man sich zur Befestigung am Handschuh etwas einfallen lassen muss. Denn bei ca. -20 Grad darf es nicht zu fest sein, sonst kommt es an einem Finger noch zu Erfrierungen.
Unsere Unterkunft nennt sich das Schweiz-Österreicher–Haus, da wir ja ein Haus gemeinsam gemietet haben.
Homepage SkiWOC
Der SkiOL-Trainer
Wolfgang Zweimüller
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