StOLV-Staffel-Meisterschaft
am 29.8. 2004 auf der Hebalm
Am Sonntag 29.8. fand auf der Hebalm an der Landesgrenze Kärnten-Steiermark die diesjährige StOLV-Staffel-MS statt. Dank des ÖFOL-Jugendkaders waren an die 30 Staffeln in 7 Klassen sowie 14 Einzelläufer am Start.
Durchführender Verein war diesmal der HSV Graz mit einem Mini-Organisationsteam von 5 erfahrenen OLern, die von den NF Lok Steiermark angeführt vom StOLV-Präsident Gerfried Hoch höchstpersönlich, tatkräftigst unterstützt wurden.
Bahnleger Michael Melcher legte äußerst selektive Bahnen, die den Nachwuchskader samt Betreuern voll forderten. Dieser Staffellauf war zugleich auch Abschluß und Höhepunkt des Jugendkurses.
"Das Staffeltraining sollte sowieso am Programm des Jugenkaderkurses stehen. Ein wesentlicher Grund, warum also die Staffel-MS vom HSV Graz übernommen und an diesem Tag durchgeführt wurde. Für die Jugendlichen enorm wichtig, taktisches Staffelverhalten unter reelen Bedingungen üben zu können", so der Organisationsleiter. "Nur für 20 StOLV-Staffeln solch einen Aufwand zu betreiben, würde sich jedoch selbst bei der einfachsten Organisationsstrategie heutzutage nicht mehr lohnen."
In den Hauptklassen H19-44 sowie D15-44 (ebenso in den streckengleichen H15-18/H45- und Offenen Klasse) wurde nach StOLV-Beschluß im heurigen Frühjahr, eine neue modifizierte Staffelform angeboten, die von allen Läufer(innen) begeistert aufgenommen wurde.
In all diesen Klassen (3er-Staffeln) liefen der 1.+3.Läufer eine normal distanzierte Staffelbahn, der mittlere Läufer hatte hingegen eine bedeutend kürzere Strecke zurückzulegen.[zwischen 1/3 bis 1/4 der Strecke kürzer / z.B. H19- 2x6,5km bzw. 1x5,0km oder D15- 2x4,1km bzw. 1x3,1km]
Wer jedoch denkt, alle mittleren Läufer(innen) hätten ein und dieselbe Strecke gehabt, der täuscht. Auch hier waren sehr wohl Gabelungen sowie ein Teilstreckenaustausch möglich.
Folgendes Schema soll dies verdeutlichen: die Grundvariante war A1, B2, C3. Das heißt, es gab 3 unterschiedliche Startstrecken (A,B,C) bis zum Zwischenzeit- bzw. Vorwarnposten, die jedoch alle ungefähr gleich lang waren. Ebenso gab es 3 unterschiedliche "Zweithälften" (1,2,3) bis ins Ziel. Für 1.+3. wurde hier die längere Teilstrecke, für 2. die Kürzere eingebaut. 1.+3. konnten noch zusätzlich ausgetauscht werden, 2. jedoch nicht; alle 2.Läufer hatten somit Teil 2 zum Schluß (Einheitsteilbahn). Der Anfangsteil B war hingegen nicht für alle gleich. Die Startteilbahnen A,B,C konnten somit beliebig ausgetauscht werden.
Um bei diesem Lauf zu komplizierte Varianten, verbunden mit aufwendigerer Kontrolle zu vermeiden, wurde das einfachste mögliche System ausgewählt, das aus 4 verschiedenen Möglichkeiten bestand. (einfach aber effektiv)
A1-B2-C3
C3-B2-A1
B1-C2-A3
A3-C2-B1
Ein mögliches Nachlaufen auf der ganzen Strecke konnte somit so gut also möglich verhindert werden. Dies galt v.a. für die kürzere Bahn in der Mitte, die somit ebenfalls keine Einheitsbahn darstellte.
Der Hauptgrund für die Einführung dieses Systems mit einer kürzeren mittleren Strecke war v.a. die Problematik aller steirischen Vereine, nicht 3 gleichwertige Läufer, bzw. 3 Läufer(innen) derselben Kategorie zur Verfügung zu haben und somit Schwächere durch kürzere Teilbahnen besser in eine Staffel integrieren zu können. Mit einem derartigen System konnten auch ältere Läufer oder noch jüngere Läufer oder gar Damen (in entsprechenden Herrenklassen) sinnvoll eingebunden werden, ohne dort überlastet zu werden. Das System ist sicher ausbaufähig und auch für höhere Einsätze geeignet.
Betrübliches Faktum für den Veranstalter dieses Events war allerdings die Tatsache, das ca. 80km weiter westlich, in der Nähe von Spittal/Drau zur gleichen Zeit Kärnter Staffel-MS + ÖHSV-MS durchgeführt wurden. Auch dort sorgte die Teilnehmeranzahl nicht unbedingt für Euphorie. Eine heftige Kritik muß man daher an dieser Stelle an den ÖHSV-OL-Verantwortlichen zukommen lassen, der in unverantwortlicher Weise, die ursprüngliche für 11.+12.Sept. [siehe ÖFOL-Terminkalender] angesetzten ÖHSV-Spiele im späten Frühjahr erst auf diesen früheren Termin vorverschoben hatte, obwohl bereits bekannt war a) das der ÖFOL-Jugendkader hier trainieren würde und b) das ein anderer HSV-Verein diesen Event organisieren würde! Da kann man nur sagen: "Kontraproduktivität per Excelence"
Es wird höchste Zeit, daß man nach ständigem Vorbild Wien+NÖ auch in südlicheren Gefilden, regional an einem Strang zieht und sich nicht durch gegenseitige Konkurrenz kaputt macht. Derartige unnötige Kollissionen sind der "Tod" eines jeden regionalen Veranstalters, wobei - so wie in diesem Fall - auch der Jugendkader darunter leiden musste. Nur weil es einigen unverbesserlichen "Vereinskaisern" wohl wichtiger war, ihre besten Jugendlichen zum "ÖHSV-Derby" zu schicken, als zu besagtem gemeinsamen und gemeinschaftlichen Jugendkaderkurs.
2 frustierte Veranstalterteams mit je 20-25 Staffeln scheinen wohl besser dazustehen, als 1 gemeinsamer Event mit über 50 Teams und zufriedenen Gesichtern? Dies ist nur ein kleines Beispiel von dem, was derzeit im österreichischen OL-Sport schief läuft!!!!!
Staffel-Ergebnisse
Ergebnisse Rahmenbewerb
Fotos Melcher
Fotos Scherbichler
Bericht von
Michael Melcher
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