Studenten-WM 2004 in Pilsen (Tschechien) vom 21.-27.Juni 2004
Michaela kann es auch „zu Fuß“!
Michaela Gigon, in den letzten Jahren als Österreichs MBO-Aushängeschild in den Schlagzeilen, holte beim Auftakt zur Universitäts-WM im tschechischen Pilsen den ersten Top ten Platz für die rot-weiss-rote Equipe. Mit einem kontrollierten Lauf landete Magistra Michi auf der klassischen Königsdiziplin nur drei Minuten hinter der Bronzemedaille auf Platz 10.
Lisi Hohenwarter (17.) und Felix Breitschädel (17.) komplettierten den gelungen Start in die Meisterschaften.
Im Anschlussgebiet an das Rabensteiner WM-Gelände von 1991 wartete auf die Stundenten-OLer ein Mix aus den Geländetypen von Gmünd und Bad Leonfelden. Die körperlich anspruchsvollen Bahnen (Herren: 14.4/430 und Damen: 8.9/300) wurden von den tschechischen Bahnlegern mit Posten in feinen Steingebieten und, entgegen den heimischen Gepflogenheiten mit relativ vielen Posten im „Grünen“ gespickt.
Im Windschatten der Tschechen, die den Heimvorteil voll nützten und gleich zwei Doppelsiege feierten, zeigten auch die Österreicher Top-Leistungen.
Michaela Gigon schrammte mit einem ausgezeichneten Lauf nur knapp an einer Sensation vorbei.
„Im Dickicht habe ich öfters gezittert, aber sonst habe ich das Rad nicht vermisst“, feixte Michi im Ziel. Lisi hatte zu Beginn mit den grünen Teilen große Probleme, danach gelang aber auch der
Kärntnerin ein tolles Rennen und schlussendlich der angestrebte Top 20 Platz. „Sicher ärgert man sich, wenn man noch weiter vorne sein kann, aber mein Ziel habe ich erreicht“, so ihr zufriedenes Resümee. Christine Gathercole brachte trotz leichter gesundheitlicher Probleme eine anspruchsvolle Leistung (37.). Eva Ponweiser landete auf Platz 51: „Ich fühlte mich von Anfang an etwas müde.“
Bei den Herren nutzte Felix Breitschädel, eigentlich nur als Ersatz für den erkrankten Martin Pongraz unterwegs, seine tolle Form und sicherte sich Platz 17. „Körperlich fühlte ich mich nicht mehr so toll, wie bei den Staatsmeisterschaften, sonst wäre eine Sensation drinnen gewesen“, haderte der Salzburger dennoch ein wenig, „ich hatte schon zwei Läufer vor mir eingeholt und dann sind sie mir wieder davongelaufen, aber technisch war ich sehr sicher“. Viel Pech hatte der Team-Jungstar Gernot Kerschbaumer: Nach ausgezeichnetem Start verletzte es sich auf dem Weg zur ersten Verpflegung und musste das Rennen beenden. Sein Einsatz in der Staffel ist damit ungewiss. Philipp Haider zeigte ein solides Rennen und landete auf Rang 57. Florian Kölbl (63.) war von seiner Leistung ein wenig enttäuscht: „Nach 60 Minuten ging mir einfach die Kraft aus, dann hatte ich technisch und körperlich nichts mehr zu zusetzten.“
Morgen gehen in Pilsen die Sprintbewerbe über die Bühne. Hier wird Pierre Kaltenbacher ins WM-Geschehen eingreifen. Bei den Herren steht neben Pierre Philipp am Start. Das Damenteam besteht aus Michi, Lisi und Christine. Jürgen
Hartinger
Ergebnisse
Sprint
Christine und Pierre im Aufwind
Die österreichischen Hochschul-OLer konnten die guten Leistungen von gestern beim heutigen Sprint im Sportareal von Slavia Pilsen bestätigen.
„Drei LäuferInnen unter den Top 20 und alle drei Damen unter den besten 21, damit kann man beim Sprint-Casino zufrieden sein“, so die Bilanz von Delegationsleiter Hannes Pacher.
Das Gelände des Sprintbewerbes brachte technisch keine Überraschungen. In Ermangelung von technischen Schwierigkeiten setzten die Veranstalter auf eine Flut von Posten. Die größten Schwierigkeiten bereiteten, die teilweise sehr knapp beisammen stehenden Damen und Herren-Posten, die zu einigen Disqualifikationen von Favoriten sowohl bei den Damen als auch bei den Herren führten. Die Österreicher zeigten sich des Kontrollnummernlesens mächtig. So konnten alle fünf heimischen Starter den Kurs erfolgreich absolvieren.
Bei den Damen überrumpelte Christine Gathercole unsere beiden Teamleaderinnen und holte den ausgezeichneten 17. Rang.
„Ich bin einfach läuferisch nicht schnell genug, aber technisch hatte ich nur zwei kleine Hacken“, der Kommentar der bescheidenen Salzburgerin im Ziel.
Nicht weit dahinter landeten Lisi („So viele Posten, da kann man ja nicht schnell laufen“) und Michi auf den Rängen 20 und 21. Die tschechischen Damen spielten wiederum ihren Heimvorteil souverän aus und erzielten einen Dreifachsieg. Im Herrenrennen setzten sich einmal mehr bei einer Großveranstaltung die Skandinavier durch.
Pierre, als österreichischer Geheimfavorit im Rennen, lieferte eine tolle Sprintvorstellung mit vorbildlichem Einsatz ab, sodass sein Zielsprint den letzten 50 Metern eines 400 Meter-Sprinters glich. In der äußerst dichten Herrenrangliste reichte das mit etwas mehr als einer Minute Rückstand für einen tollen 20. Rang. „Zwei kleine Unsicherheiten mit je 10 Sekunden kosteten einen Spitzenplatz“, haderte Pierre im Ziel, „aber so ist der Sprint.“ Philipp Haider, mit dem Klassic-Rennen in den Beinen, verlor rund zwei Minuten auf Pierre.
Morgen stehen die Mitteldistanzbewerbe auf dem Programm. Jan Zazgornik, der von seiner starken Verkühlung wieder erholt zu sein scheint, hofft auf seinen starken Auftritt hier in Pilsen. Felix, Florian und Pierre wollen ihm Paroli bieten. Bei den Damen ist wieder das gesamte Quartett am Start. Vor allem Lisi möchte nach zwei soliden Läufen einmal zeigen was in ihr steckt. Dem „Knöchel der OL-Nation“ geht es wieder besser. Wir hoffen in der Staffel am Samstag wieder voll auf Kerschi setzen zu können.
Detaillierte Ergebnisse und Strecken-Daten auf der WM-Homepage.
Ergebnisse
Homepage Studenten-WM
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