Teneriffa 2004 - zwei Wochen Training, Sonne, Wärme, Spass
Bericht einer vereinsübergreifenden Trainingsgemeinschaft
Teneriffa, eine der kanarischen Inseln, bietet allen Trainierenden eine Abwechslung um den kalten Temperaturen unserer Breiten zu entfliehen. Unterschiedlichste Klimazonen und verschiedenste Landschaften bieten viel Abwechslung um hohe Trainingsumfänge hinter sich zu bringen.
Während die erste Woche noch von wechselndem Wetter gekennzeichnet war, wurden in der zweiten Woche auch für Einheimische ungewöhnliche Jännertemperaturen von bis an die 30°C, bei großteils ungetrübtem Sonnenschein erreicht. Dem Trainieren und dem Bräunen stand also nichts im Wege.
Thomas Krejci zeigte in der vereinsübergreifenden Trainingsgemeinschaft Florian Kölbl und mir wie man trainiert um gut zu werden. Na ja, wir haben jedenfalls einen Hauch einer Ahnung bekommen, weshalb Thomas letztes Jahr ein Schritt Richtung Weltklasse gelungen ist. Es ist wirklich vorbildhaft mit welcher Konsequenz Thomas arbeitet, sei es beruflich oder sportlich.
Die Trainingseinheiten wurden hauptsächlich als Bergläufe absolviert. Sie führten uns sowohl in die wunderbare Landschaft des Regenwaldes im Anagagebirge, als auch durch die wüstenhaften Canadas, bis hin zum krönenden Lauf auf den Pico del Teide, dem spanischen Äquivalent zum Großglockner. Neben der gewohnten Belastung bei der Überwindung von über 1500Hm binnen 90 Minuten Laufzeit, war besonders die nicht zu unterschätzende Seehöhe und die Kreislauf fordernde Überbrückung von 3718m Höhenunterschied binnen weniger als 2,5 Stunden zu beachten.
Unser Quartier auf Meeresniveau an der Costa Adeje im Süden der Insel und nahe dem touristischen Zentrum Playa de las Americas gelegen, bot ideale Bedingungen zur Regeneration und Stärkung nach den Laufeinheiten. Von dort starteten wir auch unsere nachmittäglichen Trainingsläufe, die sich entlang des Meeres erstreckten und nach anfänglichem Geschlängl durch Touristen nahezu unberührte Küstenabschnitte offenbarten.
Nach über 12000 absolvierten Höhenmetern und unzähligen, unvergleichlich schönen Eindrücken, gingen diese zwei Wochen wie gewohnt viel zu schnell vorüber. Was bleibt sind die Erinnerungen an harte aber umso schönere Bergläufe, eine gewisse recht ansehnliche Bräune :-) und hoffentlich die konditionelle Basis für eine erfolgreiche Orientierungslaufsaison 2004!
Fotos
Jürgen Egger
PS.: Außerdem haben wir Antworten auf einige Fragen gefunden:
- Hat die Lauda Air wirklich die schönsten Stewardessen?
- Ist der durchschnittliche Spanier kleiner als ein ÖFOL-Co-Trainer?
- Drückt einen nach 200 Minuten Laufen der Schuh?
- Sind spanische Beamte hilfreiche, zuvorkommender und engagierter als österreichische?
- Muss man seine Trainings aufzeichnen um gut zu sein?
- Wozu ist ein Trinkgurt da?
- Ja, und zwar mit Abstand.
- Nein, geht net wirklich ;-)
- Nein; nicht auf Teneriffa!
- Nein. Auch dort wiehert der Amtsschimmel (Laufgenehmigung Pico del Teide).
- Nein. Trainingsaufzeichnungen gibt's natürlich nicht. Die zwei Wochen sind Top Secret und aus unseren Trainingstagebüchern gelöscht. Könnt ja jemand was abschauen.
- Na klar, für den Fotoapparat. Selbst bei 200 Minuten auf über 2000 Meter über dem Meer hat das Getränk nix verloren. The No Drinking Team rules!
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Thomas, Florian und Jürgen

Kraterlandschaft am Pico Viejo

Am Gipfel des Pico del Teide

Auch im Urlaub nicht ohne Karte ...

Blick vom Conde
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