StOLV-Übungsleiterkurs 3.Teil
am 2.+3.April 2004 in Leibnitz
In Leibnitz und Umgebung fand am abgelaufenen Wochenende der 3.Teil der OL-Übungsleiterausbildung statt. Gleichzeitig wurde auch wieder mit dem 1.Modul eines neuen Ausbildungslehrganges begonnen. Der StOLV unterstützt von der ÖFOL-Ausbildungskommission war der Träger dieses intensiven OL-Ausbildungswochenendes.
16 Teilnehmer - vorwiegend OL-Anfänger - bewiesen trotz der gerade begonnenen Osterferien deutlich, dass auch weiterhin Interesse an entsprechenden Aus- und Fortbildungsseminaren besteht. Etwa 90% der Teilnehmer an diesem Übungsleiterkurs sind in ihrem Beruf Lehrer und sind mit dem OL bisher nur am Rande ihres Wirkungsbereiches konfrontiert gewesen. Aufgrund des wachsenden Interesses an Natur- und Alternativsportarten und der Werbung für diese Ausbildung durch den StOLV und durch die LSO-Steiermark an den steirischen Pflichtschulen, gelang es schließlich interessierte Lehrkräfte für diese Basisausbildung zu motivieren.
Zentrum dieses Ausbildungsmodules war wiederum die Schulstätte der HSII & RS Leibnitz, wobei von Direktor Franz HARTINGER - der gleichzeitig auch Kursleiter war - dankenswerterweise wiederum Lehrsäle und auch diverses OL-Material zur Verfügung gestellt wurde! Dank auch an den Leibnitzer AC, dessen umfangreiches Kartenmaterial für eine derartige Ausbildung eine unverzichtbare Basis darstellt.
Weitere Referenten waren ÖFOL-Ausbildungschef Michael Melcher und vor allem Peter Bergmann (seines Zeichens verantwortlich für die allgemeine Sportausbildung in der LSO-Steiermark), die den Teilnehmern durch ihre Vorträge wesentliche Einblicke in die eigentliche Komplexität der Ausbildung und in die Literatur unserer Sportart gewährten. Mit dabei als Instruktoren auch Gerfried Hoch, sowie Stefan Hartinger die beide für die Vorbereitung der praktischen Übungseinheiten verantwortlich waren.
Das Programm dieser beiden Tage war äußerst umfangreich, was im Folgenden kurz geschildert wird.
Nach der offiziellen Begrüßung und einer kurzen theoretischen Wiederholung des bisher erlernten Wissens durch den Kursleiter Franz Hartinger, wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt.
Die Anfänger begannen mit einem geführten Kartenmarsch am Schulgelände [ Kennenlernen der Schul-OL-Spezialsymbolik / nach sCool]. Danach wurde mit Fotos vom Schulareal eine Postensetzübung durchgeführt [ inkl. Simulation Foto-OL]. Mit der Schularealkarte "HS 2 Leibnitz" wurde dann ein Stern-OL sowie ein freies Postennetz tw. als Tankstellen(Gedächtnis)-OL absolviert.
Den Schluß dieser Einheit bildete ein von allen begeistert durchgeführter Linien-OL am Sportplatz (Hartplatz) der Schule. Auf diesem Sportplatz sind sämtliche Linien für die verschiedenen Sportarten [Hockey, Hand-, Fuß-, Volley-, Basketball u.s.w.] in verschiedenen Farben eingezeichnet, diese wurden von Franz Hartinger maßstabsgetreu kartiert. Smilies und Frusties kennzeichneten die Zwischenziele. (siehe beiliegende Sportplatzkarte).
Am Ende dieses ersten Nachmittages stand für die Einsteigergruppe noch die Fuß-OL-Rätselralley (FUN-OL) durch Leibnitz.
Unterdessen absolvierte auch die Profigruppe ein umfangreiches Programm. Zuerst standen einführende "Sandkasten-OL-Spiele" am Schulhof auf dem Programm [Darstellen und Formen von Geländetypen]. Danach wurde dieses Wissen am Leibnitzer Seggauberg bei einem geführten Kartenmarsch quer durch die steile "Leit'n" umgesetzt, um die Höhenliniendarstellung noch besser kennenzulernen. Einige Postensetzübungen rundeten dieses Geländeprogramm ab.
Nach dem Abendessen war dann sportpolitische Bildung durch den Leiter der Sportfachabteilung LSO-Steiermark Peter Bergmann angesagt. Den Abschluß des Tages bildete schließlich die Aufarbeitung bzw. Nachbetrachtung des an diesem Tag durchgeführten Programmes und mündete schließlich in einer Diskussion in einer nahen Buschenschank.
Samstag früh ging es dann genauso intensiv weiter.
Für alle Teilnehmer gab es vorerst wieder Theorie; Stichwort "NORDA" (Checkliste für die Kartenarbeit). Nicht dabei fehlen durfte eine umfassende Einführung in die OL-Literatur, die v.a. für Instruktoren äußerst wichtig ist. Alle Teilnehmer staunten gewaltig über das umfangreiche Skriptenmaterial (Papierform und auch digital im Internet) für unsere Sportart.
Nicht fehlen durfte natürlich eine kurze Einführung in die derzeit wohl aktuellste Ausbildungsschrift auf dem Schul-OL-Sektor: "sCOOL" aus der Schweiz. Vor allem von der OL-Spielebox waren alle restlos begeistert.
Hiernach ging es wieder ins Gelände, wo für die Anfänger ein geführter Kartenmarsch nun auf einer herkömmlichen OL-Norm-Karte 1:10.000 mit 5m Äquidistanz am Programm stand.
Die fortgeschrittenen OLer sammelten unterdessen Erfahrung im Umgang mit einer reinen Höhenschichtenkarte, indem Höhenlinien auf längere Distanzen verfolgt wurden.
Nach dem Mittagessen gab es wieder eine kurze Theorieeinheit, wobei natürlich auch das Thema: Ausrüstung eines OLers und Organisationsmaterialien nicht fehlen durfte.
Als letzte Geländeübung wurde am Samstag nachmittag noch ein Schneeflocken-OL (Mannschaftslauf) als kleiner Wettkampf durchgeführt. Hierzu wurden 3er-Teams gebildet, die mit je einer OL-Karte+Kontrollkarte ausgerüstet Teilpostennetze (alleine) und Sammelposten (gemeinsam) anzulaufen hatten.
Abschließend wurde den Teilnehmern noch die Abschlußprüfungsbedingungen erläutert, die aber jeder wohl "locker" erfüllen wird können. Damit wird es wieder ein Dutzend neuer top-ausgebildeter OL-Instruktoren in der Steiermark, aber auch im angrenzenden Niederösterreich geben.
Als Abschluß dieses Übungsleiterkurses haben die potentiellen Absolventen nun noch einige "Hausaufgaben" zu erledigen, danach wird die von der LSO herausgegebene Übungsleiter-Lizenz vergeben. Zu diesen Konditionen zählen:
- Teilnahme (und Durchkommen) an einem offiziell ausgeschriebenen OL,
- Organisation (bzw. Mithilfe) an einer OL-Veranstaltung,
- Durchführung und Dokumentation einer OL-Übungseinheit an der jeweiligen Schule (Modeltraining), und
- Herstellung einer kleinen Schul-OL-Karte in einem Schulareal, wo es bis jetzt noch keine Schul-OL-Karte gibt.
Fotos
für die Ausbildungskommission
Michael Melcher
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