WOC2004: Die Weltmeisterschaft 2004 ist gestartet
Västerås (Schweden) vom 11.-19.September 2004
Am Samstag wurde bei traumhaftem Spätsommer-Wetter am Hauptplatz der mittelschwedischen Stadt Västerås die Orientierungslauf-Weltmeisterschaft 2004 eröffnet. Vor und nach dem Einzug der IOF-Fahne und den Fahnen der 39 teilnehmenden Nationen - von A wie Australia und Austria bis U wie USA und den Eröffnungsreden sorgte der Damen-Stadtchor von Västerås für fröhlich schmunzelnde Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern.
Västerås liegt etwa 100 km westlich von Stockholm am Nordufer des riesigen Mälaren-Sees und ist mit 130.000 Einwohnern die Hauptstadt der Provinz Västmanland mit gesamt 259.000 Einwohnern. In Västmanland gibt es 16 Orientierungslauf-Vereine die gemeinsam diese WM organisieren - mit insgesamt 800 (achthundert) freiwilligen Helfern.
Das österreichische Team kam am Freitag nach Västerås und ist in einem gemütlichen Hotel etwa 1 km außerhalb des Stadtzentrums und in der Nähe des Eventzentrums untergebracht. Zum Team gehören eine Dame (Andrea Eisl) und 6 Herren (Felix Breitschädel, Norbert Helminger, Pierre Kaltenbacher, Gernot Kerschbaumer, Markus Lang, Stefan Seeböck) sowie die Betreuer Richard Schuh, Wolfgang Pötsch und Thea Lillehov. Gernot ist für den leider wegen Krankheit ausgefallenen Jan Zazgornik ins Team nachgerückt. Doppelt bitter für Jan, läuft er doch auch für einen Klub in Västerås und hat so intensiv wie kein anderer seiner "leider-doch-nicht" Teamkollegen in dieser Gegend trainiert!
Die "model events" für die Langdistanz (in der Nähe von Västervåla / Ängelsberg) und die Mitteldistanz plus Staffel (in Tortuna) waren am Freitag und Samstag zu besichtigen. Eines ist schon klar: in diesem sehr typischen und sehr feinen schwedischen Gelände - sehr detailreich, viele kleine und große Hügel und dazwischen ganz flache Abschnitte - wird es sehr darauf ankommen nie den Kontakt zur Karte zu verlieren. Auffangen dürfte sehr schwierig werden.
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Kartenausschnitt vom Model-Event
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Ab Sonntag kämpfen die insgesamt rund 300 LäuferInnen um die Medaillen. Zunächst um den Finaleinzug. In der Qualifikation für die Langdistanz starten bei den Herren Norbert, Markus und Gernot. 11 km und über 300 Hm werden zu bewältigen sein. Angesichts der Dichte der Weltklasse und des Qualifikationsmodus - aus jedem der drei Vorläufe qualifizieren sich die besten 15 (von etwa 40) für das Finale - heißt es trotz aller Vorsicht kräftig Gas zu geben. Österreichs einzige teilnehmende Dame, Andrea Eisl, will das gesamte Programm bestreiten - die Staffel wohl nicht, denn Einerstaffeln sind noch nicht im WM-Programm - und startet daher auch am Sonntag in der Qualifikation zur Langdistanz. 6,9 km und über 200 Hm hat sie zu bewältigen.
Die Kriterien für die Langdistanz-Qualifikationsläufe sehen etwa so aus: Das Gelände unterteilt sich in einen sehr feinen und einen weniger feinen Teil. Beim letzteren wird es auf exaktes Richtungshalten ankommen während im feinen Teil trotz aller orientierungstechnischen Schwierigkeiten das Tempo hoch gehalten werden muss - Mitlesen, aber nur das wirklich Wichtige heißt die Devise. Bei den erwarteten hohen technischen Schwierigkeiten wird die Routine sicher eine große Rolle spielen. Zusätzlich erwarten Betreuer und Athleten physisch sehr harte Läufe - das gilt aber generell für die gesamte WM, denn auch aus Trainingsvergleichen mit den anderen Nationen weiß man: Bei allen Rennen wird das Tempo sehr hoch sein.
Wir halten den Vier die Daumen!
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Hans Kolar
aus Västerås
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