WOC2004 Mitteldistanz-Finale: Enttäuschung für Schweden und Österreich
Västerås (Schweden) vom 11.-19.September 2004
Die Finalläufe über die Mitteldistanz wurden am Samstag bei Tortuna - Häpplinge,
etwa 15 km nordöstlich von Västerås ausgetragen. Die in den letzten Tagen erfolgsverwöhnten Schweden gingen
diesmal leer aus und mussten sich mit den Plätzen 4,5, und 7 bei den Herren und 4 und 10 bei den Damen
begnügen. Dafür holte sich Hanne Staff aus Norwegen nach Silber über die Langdistanz ihre zweite Medaille
in 3 Tagen, diesmal die Goldene und wurde Weltmeisterin. Bei den Herren lief Vorjahrssieger Thierry Guergiou der
Konkurrenz deutlich davon und holte sich zum zweiten Mal in Folge den Weltmeistertitel. Österreich war nur durch
Norbert Helminger im Finale vertreten. Nach seiner guten Leistung in der Qualifikation und seinem siebenten Platz
waren die Erwartungen hoch gesteckt, zumindest der 24. vom Vorjahr sollte wieder drin sein. Doch es wurde nur
der 39, …
Das Rennen war die erwartet anspruchsvolle Herausforderung, vor allem in
technischer Hinsicht. Norbert Helminger startete gut, hatte aber dann in
"grünen" Bereichen mehrmals Richtungsprobleme und verlor schließlich
vier Posten vor dem Ziel seinen Kompass, was ihn bei einem Posten weitere Zeit
kostete. Fast erstaunlich, dass er so "nur" neuneinhalb Minuten hinter
dem Sieger landete und gute vier Minuten hinter dem Ziel Platz 24. Aber in
diesem hochklassigen Feld, wo die Ränge in ein- bis zweistelligen
Sekundenabständen entschieden werden, ergab das nur Platz 39. Schade.
Schade hat sich vielleicht die Titelverteidigerin Simone Niggli-Luder gedacht, die bei der ersten Zwischenzeit im Zwischenklassement nicht einmal
unter den ersten 10 aufschien, dann aufholte, aber im Endeffekt doch nur Platz 6 vor ihrer Landsfrau Vroni König Salmi erreichte. Schade hat sich
vielleicht auch Tanya Ryabkina aus Russland gedacht, die kurz vor dem Zuschauerposten bei der 2. Zwischenzeit eine tolle Bestzeit hinlegte und die
unmittelbar vor ihr gestartete Hanne Staff fast schon in Sichtweite hatte (von 2 Minuten Startintervall eine Minute aufgeholt). Entweder machte sie im
letzten Drittel Fehler oder hielt ihr Tempo nicht durch, im Ziel hatte Tanya 15 Sekunden Rückstand auf Hanne und etwa so viel Vorsprung auf die
Bronzemedaillengewinnerin Heli Jukkola aus Finnland. An dieser Reihenfolge konnten auch die danach gestarteten Jenny Johansson aus
Schweden, Minna Kauppi aus Finnland und eben Simone Niggli-Luder nichts mehr ändern und gelegten die Plätze 4 - 6.
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Heli Jukkola FIN 3.
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Hanne Staff NOR 1.
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Tanya Ryabkina RUS 2.
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Simone Niggli-Luder SUI 6.
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Jenny Johansson SWE 4.
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Minna Kauppi FIN 5.
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Die Herren, die als erste ihre Sieger ermittelten, entschieden ebenfalls mit den letzten Läufern das Rennen. Lange hielt die Startnummer 25, Jörgen Olsson
aus Schweden die Bestzeit, bis sie von Landsmann Emil Wingstedt um fast zwei Minuten verbessert wurde. Für einen Augenblick schien es, als wäre damit
schon der Weltmeister eingelaufen, aber dann ging es Schlag auf Schlag: Anders Nordberg aus Norwegen war 2 Sekunden schneller, Valentin Novikov aus
Russland weitere 5 Sekunden. Dann kam als Vorletzter Thierry Guergiou und machte mit 21 Sekunden Vorsprung auf Novikov alles klar. Der allerletzte
Läufer, Holger Hott Johansen aus Norwegen konnte sich nur noch hinter Johan Näsman (Schweden) und vor Jörgen Olsson an die 6. Stelle
setzen.
Das Ambiente war diesmal eine kühl nieselnde Angelegenheit, passend zur Stimmung der Österreicher nach dem Bewerb. Für Stimmung sorgten wieder die
zwei tollen schwedischen Sprecher, für Information und Überblick über den Bewerb vor allem wieder die Videowall. Gut, dass sich die Schweden diese eine
schöne Stange Geld kosten lassen.
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Jörgen Olsson SWE 7.
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Norbert Helminger
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Johan Näsman SWE 5.
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Emil Wingstedt SWE 4.
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Anders Nordberg NOR 3.
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Valentin Novikov RUS 2.
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Am Sonntag wird der Staffelbewerb als WM-Finale ausgetragen. Österreich stellt eine Herrenstaffel. Startläufer
Gernot Kerschbaumer wird die Aufgabe haben, immer das richtige "Packel" zu erwischen und dran zu bleiben.
Norbert Helminger als Zweiter sollte sicher genug sein, allenfalls auch allein laufend den Platz zu halten oder
zu verbessern. Schlussläufer ist Felix Breitschädel. Als ausgezeichneter Sprinter könnte er - wenn's darauf
ankommt - vielleicht den einen oder anderen besseren Platz ersprinten. So lautet etwa die taktische
Überlegung hinter dieser Aufstellung. Erwartung? Unter den besten 20 ist quasi Pflicht, das Vorjahrsergebnis
verbessern mit einem Platz unter 16 wäre schön und alles unter Platz 10 wäre eine Sensation aus
österreichischer Sicht.
Ergebnisse
Mittel
Splitzeiten
Karte Damen Mittel-Finale
Karte Herren Mittel-Finale
WOC Online
Homepage WOC2004
Übersicht WOC-Berichte
Hans Kolar
aus Västerås
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Schweden hofft auf eine weitere Medaille...

... schafft es diesmal jedoch nicht

Hanne Staff NOR 1.

Ergebnis Herren

Karte Damen

Karte Herren
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