DOPING GEHT JEDEN AN!

 

 

Die Olympischen Spiele in Athen sind vorbei. Mit etwa 3500 Doping-Tests hat sich das IOC das größte Kontroll-Programm seiner Geschichte aufgelegt.

 

23 Athleten sind vor oder während der Spiele des Dopings überführt worden. 13 von ihnen sind nachträglich aus den Ergebnislisten gestrichen worden, darunter sechs Medaillengewinner.      

 

Beim Thema Doping scheiden sich die Geister. Da heißt es, im Hochleistungssport sind Spitzenleistungen ohne Doping gar nicht mehr möglich. Während die einen auf Grund der auswegslosen Situation für die Freigabe des Dopings plädieren, fordern andere noch stärkere Kontrollen.

 

Ohne Doping ist im Spitzensport keine weitere Leistungssteigerung möglich. Die biologischen Grenzen sind in den ausgereizten Sportarten     (beispielsweise Leichtathletik und Radsport) schon längst erreicht. Wer weiterkommen will, muss dopen.

 

Mit normalen „Hilfsmitteln“ (ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Trainingssteuerung) können höchstens „normale Leistungen“ erzielt werden.

Heute allerdings ist die Chance durch eine Dopingkontrolle erwischt zu werden, viel größer geworden als früher.

 

Der Athlet steht unter enormen Druck: Einerseits wird von Ihm Leistung erwartet (Medien, Gesellschaft, ..) und um diesen Druck gewachsen zu sein, muss er zu Dopingmittel greifen.

Andererseits ist der Druck und die Angst erwischt zu werden, enorm gewachsen. Die Angst wird um so größer, je dramatischer sich der Athlet die Folgen vor Augen führt: Sperre, Ächtung von der Gesellschaft, Verlust der Sponsoren, Ende der Karriere und vielleicht auch der Verlust der Gesundheit. Dann wird der Druck, der auf solchen Athleten fast unerträglich.

Die Freigabe des Dopings wäre, so einige Experten die einfachste Lösung dieses Problem zu lösen. Aber vielleicht doch nur eine vermeintliche Lösung, denn die Folgen wären nicht absehbar: Menschen als Versuchskaninchen der Pharmaindustrie. Jugendliche Nachwuchstalente wären dem Ehrgeiz skrupelloser Trainer und Funktionäre ausgesetzt!

 

Doping ist aber längst nicht nur ein Problem des Spitzensports, sondern hat auch den     Breitensport erfasst:

 

 

DOPING-DEFINITION:

Doping ist der Versuch , ohne Rücksicht auf die eigene Zukunft, Gesundheit und die Folgen für andere, Grenzen zu sprengen, um im Wettkampf der Bessere oder der Beste zu sein. Dabei wird dem, der sich nicht dopt, Schaden zugefügt! Doping widerspricht den grundlegenden Prinzipien des Sports. Es kann der Gesundheit der/des Dopenden schaden und verletzt die Gebote der Chancengleichheit und der sportlichen Fairness!

 

DOPING     GEHT ALLE AN!

Doping ist für alle lizenzierte Teilnehmer(innen) an Sportanlässen verboten und wird sanktioniert. Wer bei Wettkämpfen des Dopings überführt wird, muss mit zwei Jahren Wettkampfsperre rechnen. Auch außerhalb von Wettkämpfen (on the spot) werden bei Spitzensportlerinnen und -sportlern Dopingkontrollen durchgeführt.

 

 

 

 

DOPING IM BREITENSPORT

 

Beispiel: Fitness-Studios:

Anabole Steroide werden seit den 50er Jahren im Kraftsport angewendet. Heute sind sie in allen Sportarten verbreitet. Sie werden aber auch im Freizeitsport (z.B. Fitnessbereich) und zur vermeintlichen Steigerung der Lebensqualität verwendet.

Zuletzt hatte die sogenannte Boos-Studie für Aufsehen gesorgt.

In den Fitness-Studios Duetschlands nehmen demnach 22 Prozent der Männer und 7 Prozent der Frauen verbotene     Medikamente, um Ihre Trainingserfolge zu verbessern.

 

Was stiftet nun vorwiegend junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren dazu an, sich Mithilfe gesundheitsgefährdender Präparate     einen "idealen Körper" aufzubauen?

 

Wesentliche Gründe sind:

 

§          der "Aufbau von Muskelmasse "Kraft-Leistungssteigerung"

§          "Ausprobieren" und "Fettabbau".

§          Die Möglichkeit, Idolen nachzueifern

§          Zu schneller Leistungsaufbau/Leistungsdruck

§          Mehr Anerkennung

 

Nicht zu übersehen ist dabei auch, dass unkontrolliertes Doping suchtähnliche Formen annehmen kann. So werden oft zahlreiche verbotene Substanzen gleichzeitig eingenommen. Dies gefährdet nicht nur massiv die physische und psychische Gesundheit, sondern auch das soziale Wohl von jungen Menschen.

 

 

Beispiel: Doping im Hobbyradsport

 

Etwa 60 000 flämische Hobbysportler radeln mindestens einmal pro Jahr um die Wette. Über 400 Amateurradfahrer wurden     im ersten Halbjahr 2003 getestet. Bei     10 bis 15 Prozent der Kontrollen waren die Befunde positiv. (Amphetamine und Anabolika).

 

Die Amateure nehmen sich die Profis zum Vorbild und denken: Warum soll ich selbst das nicht auch einmal tun?" Trotz der     möglichen Kontrollen im Breitensport ist die Chance noch immer gering, ertappt zu werden. Hinzu kommt, daß die meisten Mittel einfach zu beschaffen sind.

 

Gerade bei den Hobbysportlern ist das gesundheitliche Risiko durch Doping besonders hoch. Zum einen sind die Mittel aus dem Internet oder vom örtlichen Dealer oft mit anderen Chemikalien gestreckt; zum anderen erhalten die Amateure im Gegensatz zu den Profis keine regelmäßige medizinische Betreuung.

 

 

 

§ In Amerika sind die oral einzunehmenden Nandrolon Vorläufer ganz legal und frei verkäuflich. Dabei wird in den Beipackzetteln häufig behauptet die Stoffe wären legale Leistungssteigerer und Nebenwirkungen werden in der Regel komplett verschwiegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIE IST DAS MÖGLICH?

 

 

§ Die 3000km der Tour 2003 wurden in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 41 Stundenkilometem absolviert, obwohl sie durch extreme Hitze gekennzeichnet war. Und beim letzten Zeitfahren übertrafen 125 Fahrer die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Stundenweltrekord auf     der Bahn!

 

 

 

 

 

VERBOTENE SUBSTANZEN

 

 

 

Ab 2004 gilt nicht mehr der Antidoping-Code der Olympischen Bewegung sondern der neu erarbeitete Code der Welt Anti-Doping Agentur (WADA).

 

In der Folge soll nun ein Überblick der verbotenen Substanzen, deren Wirkung auf den Organismus und die damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit gegeben werden:

 

 Neue Liste der WADA: gültig ab 1.01. 2005

Im Vergleich zur Liste 2004 sind die verbotenen Wirkstoffgruppen neu geordnet und nur in einer anderen Reihenfolge dargestellt. Die Anzahl der Wirkstoffgruppen und die Anzahl der verbotenen Methoden hat sich nicht geändert.

Zur Aufnahme in die Liste muss ein Wirkstoff oder eine Methode zwei der folgenden drei Kriterien erfüllen:

 

(1)    Die sportliche Leistung kann gesteigert werden,

(2)    es besteht ein gesundheitliches Risiko und/oder

(3)    es liegt ein Verstoß gegen den Geist des Sportes vor.

 


I. Verbotene Substanzen und Methoden während und außerhalb des Wettkampfes
S1) Anabole Wirkstoffe
S2) Hormone und verwandte Substanzen (bisher Peptidhormone)
S3) ß2-Agonisten
S4) Substanzen mit anti-estrogener Wirkung
S5) Diuretika und andere maskierende Substanzen
M1) Verbesserung des Sauerstofftransports

M2) Chemische und physikalische Manipulationen
M3) Gendoping

II. Verbotene Substanzen und Methoden während des Wettkampfes
Zusätzlich zu den unter S1-S5 und M1-M3 verbotenen Kategorien sind für den Wettkampf folgende Wirkstoffe verboten:
S6) Stimulanzien
S7) Narkotika
S8) Cannabinoide
S9) Corticosteroide



III. Verbotene Substanzen in speziellen Sportarten
P1) Alkohol
P2) Beta-Blocker

IV. Spezifizierte Substanzen
Substanzen unter diesem Punkt können aufgrund ihrer leichten Verfügbarkeit und weiten Verbreitung in medizinischen Produkten u.U. unbeabsichtigt verwendet werden. Ein Dopingverstoß kann in diesem Fall zu einer reduzierten Sanktion führen.

Stimulanzien: Ephedrin, L-Methylamphetamin, Methylephedrin
Cannabinoide
alle ß2-Agonisten (Ausnahme Clenbuterol)
Probenezid
alle Glucucorticosteroide
alle Beta-Blocker
Alkohol

 

Neue Tests im Kampf gegen den Missbrauch listungssteigernder Substanzen: Erstmals bei Olympischen Spielen wurden die Athleten in Athen auf HGH (Wachstumshormone), THG (Designer-Steroide) sowie auf Sauerstoff-Transporteure getestet.

 

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Stimulanzien sind Aufputschmittel, die kurzfristig eine Leistungssteigerung bewirken und die Stimmung heben. Zu Ihnen gehören Substanzen wie Coffein, aber auch Cocain oder Amphetamin und Ecstasy.

 

Wirkungen: Stimulanzien wirken auf das Nervensystem. Sie erhöhen den allgemeinen Energieumsatz und bewirken eine Verzögerung der Ermüdung. Sie steigern die Körpertemperatur, den Herzschlag und den Blutdruck. Sie führen zu einem Hochstimmung (Euphorie).

In hohen Dosen wird das körpereigene Warnsystem ausgeschaltet und die körpereigenen "eisernen" Energiereserven werden aufgebraucht. Dies kann zu schweren Erschöpfungszuständen und im Extremfall zum Tod führen. Sonstige Wirkungen:

  • Schlafstörungen,
  • Rastlosigkeit
  • Nach Absetzen kommt es zu Depressionen und Lustlosigkeit
  • Suchtgefahr

 

Einige Erkältungsmittel enthalten ephedrinartige Wirksubstanzen (wie Ephedrin, Pseudoephedrin, Norephedrin), welche in höheren Dosen als Stimulanzien verboten sind.

 

Derartige Medikamente sollten deshalb 48 Stunden vor einem Wettkampf abgesetzt und durch erlaubte Medikamente ersetzt werden.

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Narkotika:

Zur Gruppe der Narkotika gehören die opioidartigen Analgetika vom Morphintyp

Die im Sport verbotenen Narkotika - auch Narkoanalgetika genannt - sind starke Schmerzmittel aus der Klasse der Opiate. Typische Beispiele sind Morphin, Heroin oder Methadon. Narkotika lassen sich durch einen Urin- Test sicher nachweisen und kommen als Dopingsubstanz kaum noch vor.

Narkotika können die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit beeinträchtigen. Sie führen zu Stimmungsveränderungen bis zu psychischen Störungen. Narkotika können abhängig machen! In hohen Dosen führen sie zu Bewusstseinstrübung, zur Lähmung des Atemzentrums und zum Tod.

Narkotika wirken auf das Nervensystem und dämpfen den Schmerz. In geringen Dosen heben sie die Stimmung (Euphorie).

Alle nichtopioidartigen Analgetika, wie z.B. Aspirin, Naproxen oder Voltaren sind erlaubt.
Der Wirkstoff Codein kommt in einigen Erkältungsmitteln vor und ist im Sport erlaubt. Er wird aber im Körper zum Teil in Morphin umgewandelt.

Wird im Labor bei einer Dopingprobe Morphin gefunden, wird gemessen, ob die Toleranzschwelle von 1 mg pro Liter Urin für Morphin nicht überschritten ist und ob gleichzeitig noch Codein gefunden wird. Ist dies der Fall, so gilt die Probe als negativ.

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Cannabinoide

Als Cannabis ( Cannabis sativa) wird der Hanf bezeichnet. Die Anwendung von Cannabis führt eigentlich nicht zu einer Verbesserung sportlicher Höchstleistungen. Allerdings kann aufgrund der sedierenden (beruhigenden) Wirkung von Cannabis ein Athlet in gefährlichen Sportarten (z.B. Downhill Radfahren) riskobereiter in den Wettkamof gehen, was u.U. dann auch mit einem besseren Wettkampfergebnis einhergehen kann.

Zu den akute Wirkungen wird ein Gefühl der Entspannung, eine leichte Euphorie sowie eine Distanz zu Alltagsproblemen angegeben. Sinnesreize werden intensiver empfunden und Denkprozesse phantasievoller und berauschender erlebt. Cannabis kann zur psychischen Abhängigkeit führen. Für die Ausbildung einer physischen Abhängigkeit gibt es keine gesicherten

Bei längerem Gebrauch sind mit Veränderungen der Persönlichkeit zu rechnen

Cannabinoide waren bisher nur in bestimmten Sportarten verboten.

Aufgrund der Möglichkeit, dass Athleten passiv THC aufnehmen, wenn sie sich in Räumen mit Personen aufhalten, die z.B. Marihuana rauchen, wird ein Grenzwert von 15 ng/ml im Urin beachtet und nur Proben mit höheren Konzentrationen positiv bewertet.
ACHTUNG: Bei den Cannabinoiden gilt in Österreich eine Sonderregelung: Sie fallen unter das Suchtmittelgesetz und sind daher auch im Training erboten!

 

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

 

Androgen-anabole Steroide (Anabolika) leiten sich in ihrer chemischen Struktur und Wirkung vom männlichen Sexualhormon Testosteron ab.

 

Anabole Wirkung:

Im Stoffwechselbereich führen die positive Stickstoffbilanz und die eiweißanabole Wirkung zur Zunahme der Muskelmasse. Dies ist wohl einer der Hauptgründe für die Verwendung der anabolen androgenen Steroide bei Kraftsportlern. Anabolika beschleunigen die     Regeneration nach dem Training. Deshalb werden sie auch in Ausdauerdisziplinen eingesetzt.

 

Anregung der Fettverbrennung

In einer zweiten Stoffwechselschiene wird der Fettstoffwechsel beeinflusst, und es kommt zu einer Reduktion des Körperfettanteils.

 

Im psychischen Bereich erhöhen Androgene die Aggressivität.

 


  Anabolika können je nach Anwendungsart, Dauer und Dosis viele unterschiedliche Nebenwirkungen haben:

  • die Leber: vor allem bei durch den Mund (oral) eingenommenen Anabolika werden die Leberenzyme geschädigt, es kann zu Entzündungen der Leber und allenfalls Leberkrebs führen;
  • den hormonellen Regelkreis: der körpereigene hormonelle Regelkreis wird gestört und teilweise ausgeschaltet; der Körper stellt somit weniger körpereigene Hormone her;
  • die Blutfettwerte: dies führt zu einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte;
  • den Herz-Kreislauf: erhöhte Wassereinlagerung in Körper und Muskeln führt zu einem erhöhten Blutdruck und damit eine Belastung des Herz-Kreislaufs;
  • die Psyche: aggressives Verhalten wird verstärkt;
  • Stopp des Wachstums: bei Jugendlichen führen Anabolika zur Verknöcherung der Wachstumsfugen und somit Abbruch des Grössenwachstums.
  • Vermännlichung bei Frauen: tiefe Stimme, verstärkte Körperbehaarung, Rückbildung der Brüste, Störung der Monatsregel;
  • Weitere Nebenwirkungen sind Akne, Schrumpfen der Hoden und Störung der Spermienproduktion beim Manne, Verweiblichung beim Manne mit teilweise Brustwachstum, erhöhtes Risiko für Verletzungen an Bändern und Sehnen.

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten und Geschichten

Peptidhormone (HGH+EPO) sind körpereigene Eiweisse, welche als Botenstoffe wirken und zum Beispiel in Drüsen weitere Substanzen freisetzen.

· Wachstumshormon (HGH) fördert das allgemeine Wachstum von Zellen.

· Erythropoietin (EPO) wird durch die Niere ausgeschüttet und bewirkt eine erhöhte Produktion von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und damit eine verbesserte Aufnahme von Sauerstoff;

· Corticotropin (ACTH) reguliert die körpereigene Produktion von Kortison.

Wachstumshormon (HGH): Teile des Körpers wie Hände, Füsse, Kinn, Stirnwölbung, Nase, innere Organe können bis zur Verformung wachsen (Akromegalie); die Fähigkeit Zucker abzubauen wird beeinträchtigt (Zuckerkrankheit); irreversible     Knochen und Gelenksdeformationen, Herzmuskelveränderungen, Krebs.

Erythropoietin (EPO): erhöhter Blutdruck, "zähflüssigeres" Blut kann zum Tod durch Gefässverschlüsse (Thrombosen) in Lunge, Herz und Hirn führen;

Corticotropin (ACTH): Abbau von körpereigenen Reserven (Zucker, Fett), Entzündungen, Infektionen.

 

In Italien wird weltweit mehr WACHSTUMSHORMONE verkauft als anderswo. In zwei Untersuchungen wurde geprüft, wie viel HGH in Sizilien und der Lombardei verkauft worden waren. Wenn das Medikament nur im Bereich der Medizin verwendet worden wäre, so lautete das Ergebnis, müsste jeder siebte Einwohner Siziliens und der Lombardei zwergwüchsig sein. Dahinter steckt vor allem Doping.

 

 

 

 

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

ß2-Agonisten:

Sie wirken auf die Beta-Rezeptoren, die sich in der Muskulatur,am Herzen und Brochien befinden.

Die Folgen sind eine bessere Sauerstoffversorgung und eine Optimierung des Zusammenspiels von Nerv und Muskel: Der Ahtlet kann mehr Muskelfasern gleichzeitig innervieren.

Aufgrund der Wirkung von ß2-Agonisten auf die Bronchien kann eine verbesserte Atmung erzielt werden. Dieses wird als nichterlaubte Dopingmaßnahme betrachtet, es sei denn, der Athlet leidet unter Asthma.

 

Nebenwirkungen von ß2-Agonisten können am Herzen auftreten, wenn sie in hohen Dosen appliziert werden, da eine Restwirkung über ß1-Rezeptoren gegeben ist. Diese Wirkungen sind eine Tachykardie (Zunahme der Herzschlagfrequenz), Angina pectoris und Arhytmien am Herzen.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind ein Tremor der Muskulatur, Hyperglykämie (Erhöhung der Glucosewerte) durch einen verstärkten Glycogenabbau in der Leber und eine Erniedrigung des Kaliumspiegels im Blut, was u.a. zu Muskelschwäche und Störungen der Herztätigkeit führen kann.

 

 

Die Substanzen Terbutalin, Salbutamol, Salmeterol, Formoterol – sind im Sport erlaubt, allerdings nur als Inhalationspräparate zugelassen (eine orale Applikation ist nicht erlaubt).

Ihre Anwendung muss aber therapeutisch begründet sein und dem zuständigen Verband gemeldet werden

Ab 2005 sind alle ß2 Aagonisten innerhalb und außerhalb des Wettkampfes verboten:

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Substanzen mit antiestrogener Wirkung

Die Gruppe unterteilt sich in Aromatase-Hemmer und Antiestrogene Der Missbrauch dieser Substanzen im Sport ist damit zu begründen, dass zum einen versucht wird, mit der Anwendung von Aromatase-Hemmern, Nebenwirkungen durch den Missbrauch von Anabolika zu vermindern, z.B. Gynäkomastie (unnatürliches Brustwachstum) bei männlichen Anabolika-Anwendern.

 


Nebenwirkungen der Aromatase-Hemmer sind sehr umfangreich.

So werden z.B. für Aminoglutethimid in der Produktbeschreibung folgende unerwünschte Wirkungen angegeben: Müdigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit, inn. Unruhe, depress. Verstimmung, Adynamie, Durchschlafstör., Ataxie b. höh. Dosierung; Nausea, Erbrechen, Verstopfung, Diarrhoe; selten Schwindel, Kopfschmerzen, usw.

 

 

Neu 2005: Substanzen mit anti-estrogener Wirkung

Die Gruppe wird nun in 3 Substanzklassen geteilt:


1. Aromatase-Inhibitoren:

 2. Selektive Estrogenrezeptor Modulatoren:

3. Andere Substanzen mit anti-estrogener Wirkung


Das bisherige Verbot galt nur für männliche Athleten, ab.1.1.2005 gilt das Verbot auch für weibliche Athleten.

 

 

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Kortikoide

Corticosteroide sind sythetisch hergestellte Varianten des körpereigenen Hormons Kortison. Die körpereigene Produktion von Kortison wird vom Hypophysenhormon ACTH (Adenocorticitropes Hormon) gesteuert.

 

Wirkung im Sport:

Sie steuern den Kohlehydratstoffwechsel. Aminosäuren können rasch in der Leber zu Energie umgewandelt werden

Kortikoide werden wegen ihrer schmerz- lindernden und euphorisierenden (Corticotropin) Wirkung vornehmlich in Ausdauersportarten, wie zum Beispiel bei Etappenrennen im Radsport, missbraucht.

 

 

 

 

                                                 

 

Kortikoide können bei längerer Anwendung u.a.

Muskelschwäche, Bluthochdruck,

Leistungsverminderungen der Nebennierenrinde oder die Erhöhung eines Infektionsrisikos bewirken.

 

Erhöhte Cortisolkonzentrationen führen zu einer Unterdrückung immunologischer und entzündlicher Vorgänge.



 

Die Benutzung von Corticosteroiden ist verboten, wenn sie systemisch eingesetzt werden. Hierzu gehören folgende Anwendungsformen: intramuskuläre und intravenöse Injektion sowie orale, rektale Applikation.

Falls sie lokal, topisch oder intrartikulär (Salben, Sprays, Spritzen direkt ins Gelenk) angewendet werden, so muss durch die behandelnde Fachperson ein Antrag auf eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ) gestellt werden.

Ab 2005 müssen oberflächlich auf der Haut aufgetragene Glucocorticoide nicht mehr gemeldet werden.

 

 

Substanzklasse – Beschreibung

Nebenwirkung

Besonderheiten

Maskierende Substanzen

Zu dieser Gruppe werden folgende Substanzgruppen und Wirkstoffe als Beispiele aufgelistet:

Diuretika
Epitestosteron
Probenecid
Plasmaexpander wie .B.Hydroxyethylstärke

Diese Produkte haben das Potential, die Ausscheidung bzw. Anwesendheit von Dopingsubstanzen zu verändern und einen Dopingnachweis zu beeinträchtigen bzw. zu verhindern.

 

 

Mit dem Einsatz von Diuretika wird eine negative Flüssigkeitsbilanz erreicht, womit eine Gewichtsreduktion einhergeht.

Die Gefahren, die sich der dopende Sportler aussetzt, sind mit der extrem hohen Abgabe von Flüssigkeitsmengen verbunden, eine anhaltende Diurese, in akuten Fällen ein initialer Blutdruckabfall, bei längerem Verlauf bedrohliche Störungen des Elektrolyt-haushaltes und unter Umständen Herzrhythmusstörungen.

 

Der abgegebene Urin darf bei der Kontrolle eine relative Dichte von 1.010 nicht unterschreiten. Falls doch, sind die Kontrolleure angehalten, eine weitere Urinprobe vom Athleten zu verlangen.

 

 

 

 

 

 

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

 

 

 

 

 

Die Industrie hat die Nahrungsergänzungsmittel als lohnenden Markt entdeckt, oft ohne Rücksicht auf die Situation von Leistungssportlern.

Im März 2002 untersuchte das biochemische Labor der Sporthochschule Köln ca. 600 Nahrungsergänzungsmittel, ob sie mit Dopingsubstanzen verunreinigt sind:

 

 

In 93 Produkten wurden auf der Dopingliste stehende Substanzen gefunden. Ergänzungspräparate können durch Überdosierungen und Wechselwirkungen durchaus schädlich sein.

 

Nahrungsergänzungsmittel sind eine besondere Art von "Lebensmitteln". Sie werden aber nicht "lebensmitteltypisch" angeboten, sondern in Kapsel-, Tabletten- oder Pulverform. Zu ihnen zählen Multi- Vitaminkapseln, Ballaststoff-Pillen, Eiweißpulver oder Mineral-Tabletten.

 

Eine aktuelle Studie aus den USA ergab beispielsweise, dass gut sechs Prozent der Schulsportler(innen) zwischen 10 und 18 Jahren Creatin konsumieren. Möglicherweise ist damit bereits für den einen oder anderen Jugendlichen mental der erste Schritt gemacht, um die Schwelle zu überschreiten, die hin zum Doping führt. Das Problem: In den USA sind Pro-Hormone als Nahrungsergänzungsmittel definiert. In Europa sind sie als Medikament verboten.

Studie Nahrungsergänzungsmittel Österreich

Im Rahmen einer Untersuchung des Österreichischen Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen wurden 54 Nahrungsergänzungsmittel auf verbotene anabol-androgene Steroide (sog. Prohormone) untersucht.

 

In 12 Produkten (22 % der untersuchten Produkte) wurden anabol-androgene Steroide gefunden, die nicht auf der Packung angegeben waren. Diese anabol-androgenen Steroide, vor allem Norandrostendion, Norandrostendiol und Androstadiendion, können zu positiven Dopingbefunden führen.

§          Die in den Apotheken gekauften Proben waren alle negativ.

§           Bei den Produkten aus Sporternährungsfachgeschäften wurden ca. 20% positive     Proben gefunden

 

Leistungssportlerbrauchen nur im Ausnahmefall Ergänzungspräparate, wenn sie sich dich gesund ernähren.

 

 

 

 

§          Sie versprechen schnelles Muskelwachstum. Sie sind nicht verboten und daher frei verkäuflich. Aber Vorsicht: manche der Mittel sind mit Anabolika versetzt,

 

§          Ein Sportler riskiert neben einer möglichen Gesundheitsgefährdung auch noch, bei einer Dopingkontrolle positiv getestet zu werden.

 

 

 

 

 

 

VORSICHTSMASSNAHMEN

 

 

 

Welche Maßnahmen lassen sich nun daraus für den Athleten ableiten?

  • Athleten sollten alle Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel meiden, die auch Prohormone im Angebot haben. (USA)
  • Athleten sollten nur Produkte benutzen, die auf Verunreinigungen überprüft wurden.
  • Athleten sollten grundsätzlich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf Sinn und Notwendigkeit überprüfen. Die Zufuhr ist auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Der Konsum aller Nahrungsergänzungsmittel sollte von Seiten des Sportlers genau dokumentiert werden.

Eine Kontamination von Nahrungsergänzungsmitteln mit Prohormonen schließen diese Maßnahmen jedoch nicht aus.

 

 

 

 

Prohormone wurden bisher in folgenden Präparaten nachgewiesen:

·      Kreatin

·      Carnithin

·      Zink

·      Pyruvat

·      Ribose

·      Glutamin

·      Vitaminen und Mineralien

·      Tribulus Terrestris

·      Chrysin

·      Konjugierte Linolsäure (CLA)

·      Guarana

·      Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA)

 

 

Auf was Sportler achten sollten:

 

Vorsicht ist auch bei Gratismustern geboten.

Vorsicht ist auch bei Appetitzüglern und Erkältungsmitteln geboten, welche häufig Stimulanzien enthalten.

Im AuslandInhaltsstoffe genau prüfen (Ausland)

Bei Unsicherheit nachfragen (Fachperson, Arzt, Apotheker)

Bei Arzbesuch auf den Sportlerstatus aufmerksam machen.

Der Konsum aller Nahrungsergänzungsmittel sollte von Seiten des Sportlers genau dokumentiert werden.

 

 

 

Jeder Athlet ist in letzter Konsequenz selbst dafür verantwortlich, welche Substanzen er zu sich nimmt. Unswissenheit schützt nicht vor Strafe!

Ein Nichterscheinen zur Dopingkontrolle gilt als positver Befund!

Jeder Athlet (bzw. der Verband) ist verpflichtet seine Abwesenheit vom normalen Trainingsort, falls diese länger als 3 Tage beträgt dem Anti-Doping – Komitee zu melden.

 

 

 

 

 

 

 

 

DOPING- EIN GESELLSCHAFTLICHES PROBLEM

 

 

 

Doping – ein gesellschaftliches Problem

 

Zweifellos kommt es auch im alltäglichen Leben vor, dass jemand versucht, seine Leistungsfähigkeit mit Hilfe von Substanzen zu steigern. In diesem Zusammenhang gehören beispielsweise coffein-haltige "Genussmittel" wie Kaffee, Tee oder "Power Drinks" als "Wach- und Frischmacher" für viele Leute zum normalen Lebensstil. Niemand würde aber in solchen alltäglichen Zusammenhängen ernsthaft von Doping sprechen.

 

Anders sieht es dagegen aus, wenn sich jemand regelmäßig und ohne medizinische Indikation " Weckamine" (Amphetamine} beschafft und auch nutzt, um am Arbeitsplatz für längere Zeit " frisch" zu bleiben und Müdigkeit zu Überwinden, um seine Produktivität zu erhöhen oder um für Prüfungssituationen seine Lernfähigkeit zu steigern.

 

Hier findet eine Art Doping im weiteren Sinne statt , denn strukturell ähnelt dieser Medikamentenmissbrauch dem Doping im Leistungssport. In beiden Fällen ist die Mentalität -"um jeden Preis erfolgreich" zu sein und aus diesem Grunde Leistung künstlich zu steigern -dieselbe, nur die "Arbeitsplätze" unterscheiden sich.

 

Wer zum Beispiel unbedingt den sportlichen Erfolg will und dabei von seinem sozialen Umfeld (Eltern, Trainer, Freundeskreis, Publikum) immateriell und materiell unterstützt wird, kann schnell an künstliche Hilfsmittel geraten, wenn der Erfolg sich nicht in der gewünschten Weise einstellt.

 

 

Dabei spielen auch     Generalisierungen (Glaubenssätze) eine Rolle, wie zum Beispiel:

 

  • "Spitzenleistung ist ohne Doping nicht möglich."
  • "Das machen doch alle."

 

 

 

Doping – Ursachen:

 

1.   Physilogische Ebene: Die biologische Trainierbarkeit ist erreicht! „Wer weiterkommen will muss dopen.“

 

2.   Psychologische Ebene: Siegen um jeden Preis. Die Werte Fairness und Gesundheit sind in der Wertehirachie weit unter angesiedelt. Erfolg und Anerkennung sind die wichtigsten Werte.

 

Dieses Phänomen ist sowohl im Spitzensport als auch im Breitensport gültg.

 

 

 

 

 

DOPING- PSYCHOLOGISCHE URSACHEN

 

Der Kurs unseres Lebens, auch unsere Einstellung zu Dopingt wird von unseren Wertvorstellungen geprägt. Entscheidungen zu treffen, bedeutet nichts anderes als Werte bestimmen.

 

Unser Wertsystem hat sich im Laufe unseres Lebens aus einer Vielfalt von Erfahrungen entwickelt, aus einer lebenslangen Konditionierung durch Bestrafung und Belohnung. Wenn Eltern z.B. den Bewegungsdrang ihres Kindes durch Kommentare wie z.B. „Pass auf, benimm Dich, Du machst Dich schmutzig, usw. „ im Keim erstickt haben, wird dieses Kind auch im späteren Leben Bewegung mit Bestrafung (Missachtung) in Verbindung bringen.

 

Werte sind Einstellungen, Dinge, die man für wichtig erachtet.

Sie leiten unser handeln

 

Jeder Mensch hat seine eigene Wertehierarchie, eine Reihenfolge seiner Werte. Diese Reihenfolge bestimmt dann unsere Entscheidungen, die wir in jedem Augenblick unseres Lebens treffen. Es gibt es zwei Arten von Werten:

 

 

Appetenzwerte: (Hin zu)

 

Wir alle streben stets danach einen positiven emotionalen Zustand zu erreichen. Das sind also Werte auf die wir uns zu bewegen. Was vermittelt Ihnen die größte Freude? Liebe, Erfolg, Freiheit, Abendteuer, Sicherheit, Anerkennung.

 

Aversionswerte: (Weg von)

 

Es sind Werte, von denen wir uns wegbewegen. Es sind Dinge, die wir unter allen Umständen vermeiden wollen! Dazu zählen z.B. Zurückweisung, Einsamkeit, Krankheit, Wut, Versagen, usw.

 

Beide Wertsysteme bestimmen unsere Motivation. Jedes Mal, wenn wir uns entscheiden etwas bestimmtes zu tun, versucht unser Gehirn zu ergründen, ob uns eine bestimmte Aktion einen positiven oder negativen Gefühlszustand beschert. Es wägt ständig die Alternativen ab, ob diese Aktion mehr Freude oder mehr Leid bringt

 

Wer z.B. Erfolg als obersten Appentenzwert (also was er um jeden Preis erreichen möchte) hat und Zurückweisung als Afferenzwert (also was er um jeden Preis verhindern möchte) hat, befindet sich in einem Wertekonflikt. Mit anderen Worten: Wer gerne in den Genuss des Erfolges kommen möchte, ohne jemals eine Zurückweisung zu riskieren, wird scheitern.

 

Menschen, die dopen, entwickeln daher selbstzerstörerische Gewohnheiten: sie nehmen verbotene Substanzen, um ihr Ziel (Erfolg, Anerkennung) mit allen Mitteln zu erreichen. Die Gesundheit bleibt auf der Strecke.

 

 

 

 

 

 

DOPING-URSACHEN: ÜBERTRAINING

 

 

Training, Übertraining

 

Training ist eine Anpassungsreaktion von Organsystemen, Hormonen, Nervensystem, Psyche und Stoffwechselsystem.

Training ist ein Wechselspiel zwischen Ermüdung und Regeneration. Im Hochleistungssport werden die Grenzen der Trainierbarkeit oft überschritten.

 

Das Prinzip der biologischen Anpassung besteht in der Abfolge von Trainingsreiz, Ermüdung (Absinken des Leistungsniveaus) und Regenerationsphase am Trainingsende. Die Regeneration benötigt unterschiedlich viel Zeit, am Ende wird ein höheres Leistungsniveau erreicht (sogenannte Superkompensation). Ohne weiteres Training kommt es zur Rückkehr auf das Ausgangsniveau.

 

Übertraining stellt einen fehlerhaften Trainingsprozeß dar. Mögliche Ursachen für ein Übertraining sind:

 

  • Falsche Lebensweise (Ernährungsdefizit, Nikotin, Alkohol, Schlafdefizit), psychische „Stress“-Belastung (Schule, Familie, Partner, Trainer),
  •  Krankheit (Herderkrankungen, Infekte, Magen- Darm-Störungen).

 

 

Hauptfehler im Trainingsprozess, die zu Übertraining führen können, sind:

 

  • Vernachlässigung der Regeneration - zu schnelle Steigerung der Anforderungen
  • zu großer Belastungsumfang
  • zu hohe Intensität im Ausdauertraining,
  • zu rasche Erhöhung der Belastung,
  • zu starke Technikschulung ohne aktive Erholung,
  • Übermaß an Wettkämpfen,
  • Häufung von Mißerfolgserlebnissen,
  • übersteigerte Zielsetzung.

 

 

Maßnahmen der Regeneration ( Wiederherstellung) sind:

 

  • physikalische Verfahren und Therapien (wie Auslaufen/Ausschwimmen (Cool down), Dehnungsgymnastik, Entmüdungsbad, Sauna, Unterwassermassage, Entmüdungsmassage)

 

  • Eine optimale Listungskost (ausgewogen und vollwertig)

 

Ein optimales Training verbunden mit einer optimalen Regeneration unter Vermeidung eines Übertrainings gekoppelt mit einer ausgewogenen Ernährung sind die besten Grundlagen für eine optimale Leistungssteigerung im Sport.

 

 

 

  • Ursachen für Leistungsminderung:

 

  • Der Sportler ist nach Verletzungen bemüht, möglichst schnell das Training wieder aufnehmen zu können, um keine großen Trainingsrückstände zu erleiden.

 

  • Folgeverletzungen entstehen durch zu frühen Beginn mit der sportartspezifischen Vollbelastung.

 

  • Ursache für eine angestrebte Leistungssteigerung nach einer Verletzung ist der empfundene Zwang zur Beschleunigung des Heilprozesses.

 

  • Mit Hilfe von Dopingsubstanzen wird versucht, die Regenerationsprozesse zu verkürzen.

 

 

 

 

 

  • Wer nicht regeneriert, der verliert

 

 

 

 

 

DOPING-PRÄVENTION

 

 

Der Dammbruch durch illegale Substanzen hat bereits stattgefunden. Auch von jugendlichen Breitensportlern wird nach Doping-Substanzen gefragt und das präventive Wissen über Doping ist gering.    

 

Wer immer noch denkt, Doping sei relativ ungefährlich, sollte sich die durchschnittliche Lebenserwartung von Sportlern in verschiedenen Sportarten, die besonders vom Doping betroffen sind, anschauen. Im amerikanischen "Football" sank sie von 1973 bis 1993 von 57 auf 55 Jahre.

 

Eine ähnliche Beobachtung hat der frühere Tour-Arzt Jean-Pierre de Mondenard für die Ent\vicklung im Profiradsport für die Teilnehmer der Tour de France gemacht, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 54 Jahren. Die Todesfälle von jungen Leistungssportlern im Lauf der letzten Jahre sollten zusätzlich zu denken geben.

 

Die Fairneß im Sport muss erhalten bleiben!

 

Lösungsansätze bestehen in der Wegnahme eines zu hohen Leistungsdrucks auf Sporttreibende, in der Vermittlung von Wissen zur primären Prävention und vor allem in der Freude an der Sportausübung und an der dabei erzielten persönlichen Leistung, auch wenn sie objektiv klein sein mag.

 

Dopingprävention:

 

  1. Dopingfrei zu leben – bedeutet seine Werte zu verändern und Gesundheit als auch Fairness als obersten Wert in der eigenen Wertehierarchie zu installieren. Das ist der beste Weg, um tatsächlich gesund und drogenfrei zu leben.

     

  2. Eine optimale Trainingssteuerung verbunden mit einer ausreichenden Regeneration unter Vermeidung eines Übertrainings sind die besten Grundlagen für eine optimale Leistungssteigerung im Sport.

 

  1. Eine ausgewogene Leistungskost ist für Hobby- und Freizeitsportler unerlässlich. Nährungsergänzungsmittel sind dann im Breitensport meist überflüssig.

 

  1. Fachlich qualifizierte und vertrauenswürdige Trainer und Betreuer (Übungsleiter), die Sportler über alle schädigenden physischen wie psychischen Vorgänge des Dopings aufzuklären.

 

 

  1. Im Mittelpunkt von Sport sollte immer die Freude an der Bewegung und an der eigenen Leistung stehen.

 

 

Weitere Informationen:
Österreichisches Anti-Doping Comitè
Institut für Biochemie Köln

 

Autor: Mag. Franz Kernmayer, ist Sportwissenschafter und ist Vortragender der Aufklärungskampagne des ÖADC im Zusammenarbeit mit dem BKA: „Doping geht jeden an“.

 

 

 

 

 

Abbildung: Folgende Substanzen wurden bei 151210 Proben, die in 31 Labors weltweit untersucht worden sind, so oft gefunden.

 

 

 

 

 

 

Abbildung: In olympischen Sportarten erwischte Dopingssünder im Jahr 2003.