Im Finish triumphierte Salzburg
Bundesländerstaffel am 23.April am Josefshof in Graz
Die Bundesländer-Staffel 2005 brachte bei prächtigem (Lauf)wetter ein spannendes Rennen im Wald rund um den steirischen "Josefshof" nördlich von Graz. Am Ende siegte Salzburg vor Wien und Vorjahrssieger Steiermark.
Ein Unterschied zum Vorjahr war von vornherein klar: der GAK würde diesmal am Tag der Bundesländerstaffel nicht Österreichischer Fußballmeister werden. Ein anderer Unterschied war ebenfalls offensichtlich: Mussten (oder durften?) im Vorjahr die Staffelläufer einen quasi feudalen langen Anmarsch quer durch einen Golfplatz bis zum Wald nehmen, so gab es diesmal einen kleinen intimen Startplatz gleich neben dem Wald. Ein Stück Weges bis zum Kartenstart war aber trotzdem vorgesehen – um dem Fotografen tolle Gruppenlauffotos zu ermöglichen?
Karte Josefshof: Klein, fein, optimale Bahnen
Der Wettkampf lief in einem kleinen aber feinen Wald, eigentlich in zwei Waldstücken, getrennt durch den Zuschauerposten, ab. Bahn- und Staffelplaner Michael Melcher gelang es, durch geschickte Bahnlegung das Gelände und die Waldstücke optimal auszunützen. Natürlich waren ein paar Überkreuzungen nötig, die aber nicht wirklich störten und bei kurzen Bahnen international schon fast üblich sind. Etwas ungewöhnlich der Maßstab 1:7500, der – obwohl mehrmals vom Sprecher darauf hingewiesen wurde – nicht allen Läufern gleich bewusst wurde. Vielleicht war es für diese sogar motivierend, dass alles viel schneller als erwartet "kam", man hätte auf besonders gute persönliche Disposition an diesem Tag schließen können.
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Start der offenen Staffeln
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Wien geht in Führung
45 Bundesländerstaffeln á fünf LäuferInnen waren für die Bundesländerwertung im Einsatz. Mehr oder minder hektisch tüftelten die Bundesländercoaches im Vorfeld an den optimalen Aufstellungen. Zusätzlich kämpften zahlreiche Offene Staffeln und Schüler-Staffeln "um die Ehre". Punkt 15 Uhr ging es los – je ein Drittel der Staffeln schickte ihre Läufer auf die A-Strecke (D19-/H-16/H45-), B-Strecke (H-14/D-16) oder C-Strecke (D17-18/D35-/H55-). Dies, um ein allgemeines "Rudel"-Rennen zu vermeiden. Entsprechend wurde bei den zweiten und dritten LäuferInnen gewechselt. Damit gab es nach drei Läufern den ersten Überblick, welche Staffel und welches Bundesland vorne liegt. Und da schaute es für die Wiener gut, wirklich gut, aus. Einmal mehr zeigte sich, dass Wien mit Jugend- und Seniorenläufern gut bestückt ist. Auch nach den vierten Läufern änderte sich nicht viel. Wien vor Wien vor Salzburg vor Steiermark vor Salzburg lautete die Reihenfolge der ersten Staffeln. Aber Salzburg und die Steiermark durften sich noch große Hoffnungen machen, lauerten doch mit Thomas Krejci, Felix und Tobias Breitschädel, Norbert Helminger, Thomas Hudax, Jürgen Egger und Florian Kölbl ziemliche Kapazunder auf ihre Chance, während Wien – gezwungenermaßen – auf Seniorität setzte: Ferri Gassner, Peter Bonek und mit Philipp Haider nur einen "Jungen" hatte.
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Warten auf die letzte Übergabe
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Wer lacht zuletzt?
Es war also klar, das Rennen um die beste Einzelstaffel und um die Bundesländerwertung wird auf der letzten Teilstrecke entschieden. Wien 1 und Wien 2 gingen mit Philipp Haider und Ferri Gassner praktisch gleichzeitig ins Rennen. 2:20 Minuten dahinter setzte Felix Breitschädel zur großen Aufholjagd an. Natürlich liefen die Wiener "um ihr Leben", gasten an was das Zeug hielt, aber gegen den vierfachen Staatsmeister des Vorjahres war es doch ein wenig zuwenig. Und so war Salzburg 1 mit Andrea Eisl, Elisa Elstner, Eduard Böhm, Christian Wartbichler und Felix Breitschädel die schnellste Einzelstaffel und kippte den Trend zum Bundesländersieg zugunsten der Salzburger. Die cleveren Wiener stempelten gleichzeitig, belegten ex aequo Rang 2, was sich als entscheidend für die bessere Platzziffer gegenüber den Steirern erweisen sollte. Thomas Krejci lief zwar die beste Einzelzeit, aber der Rückstand auf die Führenden nach vier Läufern war zu groß – etwa 8 Minuten, um eine Rangverbesserung zu erreichen. Also Platz 4 für die beste steirische Staffel. Die Sprintstärke der Jugend sprach für Thomas Hudax, der Platz 5 vor Norbert Helminger und Tobias Breitschädel (Salzburg 2 und Salzburg 3) für die Steiermark rettete. Letztere liefen nach fast gleichzeitigem Start auch gemeinsam ein und – erraten – stempelten gleichzeitig im Ziel. Also gemeinsam Rang 6, weil im OL, auch bei den Staffeln, für den Rang nur die Zeit, auf Sekunden genau, zählt. Die Gemeinsamkeit des Laufes wurde sowohl bei den Wienern als auch bei den Salzburger auch nicht durch mehrere Gabelungen gestört, die Michael Melcher auf der D- und der E-Strecke eingebaut hatte. Dazu waren die Gabeln nicht groß genug und der Wille zum Zusammenarbeiten zu groß. Nicht wirklich überraschend. Steiermark setzte im Kampf um die Gesamtplatzierung auf Masse – auch ein Kennzeichen dieses Bundesländervergleichskampfes, brachte insgesamt fünf Staffeln noch vor der drittplatzierten Wiener Staffel (Rang 13) ins Ziel, doch es reichte knapp nicht, dazu fehlten die Spitzenplätze.
Immer wieder neue Sieger
Die Bundesländerwertung nach niedrigster Platzziffer aus der Summe der jeweils drei bestplatzierten Staffeln gewann also Salzburg mit Platzziffer 13 (Ränge 1, 6, 6) vor Wien mit 17 (2, 2, 13) und der Steiermark 18 (4, 5, 9). Das knappe Ergebnis spiegelt das spannende Rennen wieder. Und wieder gab es mit Salzburg einen neuen Sieger, nach dem steirischen Heimsieg 2004 und dem ersten Wiener Sieg 2003 bei Gmünd. Die Bundesländerstaffel ist weiterhin ein gut angenommenes Prestigeduell, bei dem hunderte LäuferInnen an den Start gehen. Das hat auch mit der guten Ausrichtung der Veranstaltung zu tun, für die zum zweiten Mal hintereinander das steirische Vereinsduo NF Lok Steiermark / HSV Graz verantwortlich zeichnete. Dieses will das aber nicht als Beginn einer Serie gesehen wissen ...
Fotos
Ergebnisse
Karte B-Strecke (208kB)
Karte E-Strecke (217kB)
Ein Bericht von
Hans Kolar
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Tüfteln an der Aufstellung: Alex Srb und Michael Grill

Teambesprechung Steiermark

Der "Salzburg Express" im Wald

Schlussläufer Felix Breitschädel startet zur Aufholjagd ...

...und kommt als Erster im Ziel.

Der ex-aequo Zieleinlauf sichert schließlich Wien den 2.Platz

Die schnellste Staffel des Tages

Siegerehrung Bundesländerwertung
Fotos von Hans Kolar, Michael Melcher und Tom Täuber
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