JEC-Staffel: Nach 2 Läufern war das Podest noch in Reichweite
6.-9.Oktober 2005 in Graz und Umgebung
Als Abschluss dieser Jugend-OL-Spiele fanden am Sonntag (9.10) in Mariatrost bei Graz die Staffelbewerbe statt. Wettkampfzentrum war das Fußballstadion des JSV Mariatrost, dessen Infrastruktur ein perfektes Ambiente ergab. Zusätzlich veranstaltete dieser Sportverein einen Live-Frühschoppen, der etliche Zuschauer anlockte. Es gab an diesem Schlusstag nur mehr je eine Herren- und Damenklasse. Die Bahnen waren eher kurz gehalten, die schnellsten Laufzeiten betrugen zwischen 36-40 Minuten. Die tschechischen Herren und die norwegischen Damen waren an diesem Tag tonangebend; dieses Staffelergebnis spiegelt auch den Gesamteindruck über die Teamstärken all dieser 3 Tage wieder. Auf österreichische Belange umgemünzt heißt dies: wir haben 1-2 Spitzenläufer, die erfreulicherweise ganz vorne mit dabei sein können, aber für ein Top-Staffel-Ergebnis reicht es noch nicht ganz: hier wird - vorausgesetzt die Nerven flattern nicht - noch ein(e) Dritte(r) benötigt, um ein Spitzenergebnis zu erbringen.
Die Herrenbahnen waren zwischen 5,7-5,9 km + 300Hm lang, nach einer ca. 5km langen Schleife gab es im Zielstadion einen Zuschauerposten. Danach folgte noch eine 700-800m lange Schlussrunde mit 3 Posten. 36 Herrenstaffeln gingen ins Rennen. Zwei Staffeln setzten sich gleich vom Start weg ab und liefen einen ziemlich großen Vorsprung heraus: Norwegen-1 und Schweiz-2 übergaben mit fast 3min Vorsprung auf ihre zweiten Läufer. 12 Staffeln folgten danach innerhalb einer halbenMinute, darunter erfreulicherweise auch Österreich-1 mit Startläufer Christian Wartbichler. Auf der mittleren Strecke wurden die beiden führenden Teams fast wieder eingeholt. Schweiz-2 übergab zwar noch als Führende, doch nur wenige Sekunden dahinter, Norwegen-2, Norwegen-1 und an der 4.Stelle Österreich1, wobei Wolfgang Siegert sogar die zweitschnellste Teilzeit lief. Mit einem Rückstand von 1 Minute erreichte dann ein größeres Paket von Läufern die letzte Übergabe. Leider konnte der Schlussläufer Thomas Lang nicht ganz mithalten und verlor den Anschluß an die Spitze und büßte so einige Plätze ein. Tschechien-1 – nach 2 Läufern nur an der 6.Stelle – holte zum Schluß noch stark auf und siegte in einer Gesamtlaufzeit von 116:32 mit 20 Sekunden Vorsprung auf Norwegen-2. Das lange führende Team der Schweiz fiel noch auf den 3.Platz zurück (118:21), konnte diesen aber noch knapp gegen die heranstürmenden Ungarn verteidigen. In einem Paket von 4 Läufern erreichte dann auch das österreichische Team das Ziel und belegte Platz 9.
Ähnlich spannend verlief dann auch das Damenrennen. Auch hier wieder eine längere Runde zwischen 3,5-3,7km mit etwa 200Hm und danach noch drei Schlussposten auf etwa 700m. 29 Damenstaffeln gingen in diesem sehr detailreichen, aber ziemlich feuchten Grabengebiet ins Rennen. Das letzte Rennen in diesem Gebiet - ÖMS Nacht und Ranglistenfinale - fand 1998 statt.
11 Teams kamen innerhalb 1 Minute zur ersten Übergabe; darunter erfreulicherweise gleich 2 österreichische Teams. Jutta Krischan als 3. und Ursula Polzer als 10.; in Führung das Team Norwegen-1 vor Norwegen-2. Auf der 2.Strecke setzten sich vorerst 2 Teams ab: Norwegen-1 und Russland-3 kamen fast gemeinsam zur letzten Übergabe. Etwa 1 Minute dahinter das Team Tschechien-1 und dann im Abstand von etwa 20 Sekunden Österreich-1 und 30 Sekunden dahinter Norwegen-1. Anita Seeböck lief zum 3.Mal ein ausgezeichnetes Rennen und hielt Österreichs Damen auf Podestkurs. Leider konnte die Schlussläuferin Karin Leonhardt nicht an ihre gute Leistung des Vortages anschließen und sie verlor gute 10 Minuten und erreichte das Ziel an 8.Stelle liegend. Der Sieg ging an das Team Norwegen-2 in 113:19 vor dem Team Tschechien-1 in 113:55. Der 3.Platz ging an die Norwegen-1. Zufriedenstellend war dann auch noch der 14.Platz der 2.österreichischen Staffel mit Urula Polzer, Ursula Kadan und Stephanie Killmann.
Die Ergebnisse im Detail:
Women/Damen (27)
1. Norway Team 2 1:53:19
Flatekval Guro 38:00
Ulvestad Siri 37:06
Björgul Ida Marie 38:13
2. Czech Republic Team 1 1:53:55
Krafkova Lucie 38:10
Tichovska Martina 38:00
Duchova Iveta 37:45
3. Norway Team 1 1:55:36
Bjerkreim-Nilsen Inger Liv 37:56
Ekroll Jahren Silje 39:30
Fjogstad-Nilsen Mali 38:10
8. Austria Team 1 2:06:18
Krischan Jutta 38:00
Seeböck Anita 38:44
Leonhardt Karin 49:34
14. Austria Team 2 2:11:03
Polzer Ursula 38:55
Kadan Ursula 45:23
Killmann Stephani 46:45
Men/Herren (34)
1. Czech Republic Team 1 1:56:32
Kodeda Stepan 39:27
Chromy Adam 39:11
Kral Vojtech 37:54
2. Norway Team 2 1:56:52
Sagvolden Erik 39:41
Einum Anders 37:26
Soukup Martin 39:45
3. Switzerland Team 2 1:58:21
Mathys Jonas 36:34
Merz Jonas 40:19
Mathys Christian 41:28
9. Austria Team 1 2:01:58
Wartbichler Christian 39:38
Siegert Wolfgang 37:46
Lang Thomas 44:34
24. Austria Team 2 2:39:02
Killmann Tobias 44:24
Schachner Sandro 47:59
Mallweger Raphael 1:06:39
25. Austria Team 4 2:46:15
Krauland Niko 57:10
Pfeifer Michael 55:26
Tobias Guggenberger 53:39
27. Austria Team 3 2:48:04
Rameder Andreas 47:19
Schachner David 1:06:38
Bosina Ernst 54:07
Österreichs Juniorenbetreuer können mit den gezeigten Leistungen mehr als zufrieden sein. Arbeit mit dem Endziel noch besser zu werden ist aber noch genügend vorhanden. Vor allem die mentale Stärke in einem Staffelbewerb in aussichtsreicher Position liegend, sollte unbedingt verbessert werden. Dann wird das nächste Mal wirklich auch in dieser Disziplin eine Topplatzierung herauskommen.
Bericht Sprint
Bericht Langdistanz
Ergebnis
Michael Melcher
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Bahnleger Wolfgang Pötsch bei einer letzten Kontrolle

Fast voller Sportplatz in Maria Trost

Fan-Transparent

Staffelstart Herren mit Christian Wartbichler (2A) an der Spitze

Schlußläuferin Karin Leonhardt

Zwei unermüdliche Arbeiter: Eugen Kainrath und Hannes Pacher
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