JWOC: Goldregen für Norwegen bei Langstrecke
Zu einem Festival der Norweger gestaltete sich dieser bei 34 Grad im Schatten ausgetragene technisch und physisch bis an die Grenzen gehende Lauf auf der Karte "Arcegno". Aber eine Weltmeisterschaft eben, die die begrenzten Möglichkeiten unserer österreichischen Läuferinnen und Läufer, auf der langen Strecke deutlich aufzeigte. Aber der Reihe nach.
Sehr früh war Paula Iso-Markuu aus Finnland ins Rennen gegangen und legte eine Richtzeit mit 65:47 die letztlich zur Bronzemedaille führen sollte. Immer noch 8 Minuten über der geplanten Siegerzeit des Bahnlegers lagen die 63:31 Minuten der späteren Siegerin Mari Fasting kurz darauf, was an der Haltbarkeit der Führung vorerst zweifeln ließ, aber der deutliche Vorsprung zu Hanny Allston (AUS) oder Sarah Lüscher (SUI) ließen bald erahnen, dass hier ein besonderer Lauf gelungen war. Einzig und allein Elise Egseth konnte ihre Mannschaftskollegin noch gefährden und mit ihr einen bereits sehr früh feststehenden norwegischen Doppelsieg feiern.
Dramatik pur bei den Junioren. Der Franzose Philippe Adamski löste den bis dahin führenden Slowaken Michal Krajcik mit 4 Minuten Vorsprung ab (78:12) und da er auch Mitfavorit und Middle-Sieger Fabian Hertner (SUI) um 6 Minuten distanzierte schien er bereits ungefährdet. Aber dann kamen sie. Der als drittletzter gestartete Andreas Rüdlinger aus der Schweiz und 4 Minuten dahinter - als allerletzter Starter - der Norweger Olav Lundanes. Und das war dann schon sensationell wie dieser dem glänzend laufenden späteren Silbermedaillengewinner Andreas immer näher kam, ihn letztlich auf der letzten Schleife überholte und mit dem unglaublichen Vorsprung von 4:37 min dem Bahnleger (geplante Siegerzeit 73) doch noch die Ehre rettete.
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Mari Fasting (NOR)
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Olav Lundanes (NOR)
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Und es war kein Tag für unsere Österreicher. Die als Testpilotin ausgeschickte Ursi Kadan (damit rückten die anderen Österreicherinnen in bessere Startpositionen, geplante vorzeitige Beendigung des Rennens) berichtete bereits von ihr beobachteten in Gruppen organisierten Suchaktionen im Wald. Und davon blieben auch unsere Läufer nicht verschont. Ganz arg erwischte es nach gutem Beginn Anita Seeböck und auch Thomas Lang die nach Mega-Fehlern das Handtuch warfen. Trotz Fehlern ein äußerst beachtenswertes Rennen (nach dem ersten Viertel lag er auf Platz 21!)lief der junge Christian Wartbichler als 81. Manuel Wiesberger als 99. sprach vom härtesten Rennen seiner Laufbahn, Jutta Krischan zeigte nach einem Superstart (Platz 3 beim ersten Posten) einen beherzten Lauf ohne grossen Fehler aber an der Grenze ihrer körperlich Leistungsfähigkeit und belegte mit 91:54 den 64.Platz. Karin Leonhardt hatte bereits ganz am Beginn einen groben Fehler, lieferte eine bemerkenswerte Aufholjagd im Mittelteil um auf der Schlußschleife dem hohen Tempo körperlich Tribut zu zollen. Letztlich Platz 71 mit 93:15.
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Die Medaillengewinner
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Nach einem wohlverdienten Ruhetag gibt’s am Samstag bei der Staffel am San Bernardino Paß ein völlig anderes Gebiet und neue Umgebung in hoffentlich kühlerer Höhenlage. Und Szenenwechsel werden auch gerade unsere Läufer brauchen, um neu motiviert an den Start zu gehen. Und dafür werden wir Ihnen wieder alles Gute wünschen.
Und der Berichterstatter wird sich am Freitag wieder selbst in den Wald begeben. Davon wird’s wegen fehlendem Allgemeininteresse weder Bild noch Textberichte geben... Darum bis Samstag heiße Grüße aus dem Tessin!
Ergebnis
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Kristian Leonhardt
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Jutta Krischan kämpft mit der Hitze

Karin Leonhardt

Triumphaler Zieleinlauf für den Junioren-Weltmeister

Eine wohlverdiente Abkühlung für den Silbermedaillengewinner Andreas Rüdlinger (SUI)

Grandioses erstes Viertel für Christian Wartbichler
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