JWOC: Norwegen dominiert auch den Staffelbewerb
San Bernardino am 16.Juli 2005
Nur knapp 20 Grad und zu Beginn starker Regen empfing die 57 Junioren- und 41 Juniorinnenstaffeln am San Bernardino-Pass. Und die Besichtigung des Zielgeländes ließ ob eines ca 150 m langen Anstieges mit knapp 50 Hm über den 100 er Posten (Liftstütze) zum Ziel erschaudern. Auch von den besten Läufern wurde dieser später oft nur gehend bewältigt, nur ein ganz kurzes ebenes Stück zum Zielbogen ließ den Einlauf nicht zum Eingang werden. Viele wünschten sich den direkt über den vor Erschöpfung geplagten Köpfen der Läufer verlaufenden Schlepplift in Betrieb.
Und die Norweger haben wieder alle weit hinter sich gelassen. 3:47 vor der eigenen 2.Staffel bei den Damen, 3:06 vor Tschechien bei den Herren. Schweden lag nach der 1.Übergabe bei beiden Staffeln in Führung (vor dem hervorragenden Adam Kovacs aus Ungarn bzw. der ebenso überraschenden Melanie D´Harreville aus Frankreich) aber dann übernahmen Mari Fasting und Magne Daehli die Führung, die Betty Ann Bjerkheim Nilsen und Olav Lundanes sicher verteidigten. Die Tschechen mit einer Bestzeit von Jan Palas auf der Schlußstrecke gewannen Silber vor Schweden, Schweden und Finnland Silber und Bronze bei den Damen. Den Schweizern blieb jeweils "nur" der 4.Rang (die Startläufer Rahel Friedrich als 19. und Sebastian Hägler als 26. vergaben bereits alle Chancen).
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Die siegreichen Staffeln aus Norwegen
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Und Österreich blieben wieder nur einzelne Lichtblicke. Sensationell die Leistung von Jutta Krischan als Startläuferin. Zwischendurch sogar in Führung gelegen kam sie als 9. (rechnet man die 2.Staffeln weg sogar als 6.) zur Übergabe an Karin Leonhardt, die gleich beim 1. und dann noch beim dritten Posten viel Zeit verlor aber wacker weiterkämpfte. Als 20. (bzw. 15. ohne Zweitstaffeln) bei der Übergabe an Anita Seeböck war immer noch eine passable Endplatzierung in Aussicht. Leider machte auch Anita viele Fehler und kam als 22. ins Ziel was schließlich den 17.Rang in der JWOC Wertung ergab. Ursula Kadan lief in einer Staffel mit 2 Schweizerinnen unbelastet ein hervorragendes Rennen und erreichte auf der 3.Strecke die 14.-beste Zeit.
Bei den Herren gab Christian Wartbichler ein weitere Vistenkarte seines Könnens ab und belegte als Startläufer den 22.Rang ehe Thomas Lang auf den 31. und Manuel Wiesberger auf den 33.Rang zurückfielen (22. in JWOC Wertung).
Insgesamt war vor allem bei unseren Juniorinnen die Enttäuschung sehr groß, dass es nach dem guten Auftakt von Jutta nicht geklappt hat, die gute Platzierung zu halten. Aber wer heute unsere Läuferinnen und Läufer bis zum letzten Meter und bis zur absoluten Erschöpfung kämpfen gesehen hat, der kann nicht anders, als großen Respekt zu zeigen und zu hoffen, dass dies in Zukunft auch mit guten internationalen Erfolgen belohnt wird.
"Der Pfad führt schmal und jäh hinab, der Sonne entgegen, die von Mittag an auf dieser Seite des Berges brennt... alles schweigt, wartet, dürstet, senkt das Haupt. (aus Hermann Hesse: Tessin )
Und wann war das in Arcegno? Da war der Hermann im Frühling.
Ergebnis
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Kristian Leonhardt
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