SkiOL: ÖSTM Langdistanz und Finale des Austria Cups 2005(26.2.05)
Bodental am 26./27.Februar 2005
Am letzten Februarwochenende fand im südlichsten "Zipfel" Österreichs die österreichische Staatsmeisterschaft auf der klassischen Ski-OL-Langdistanz statt. Curt Maier als Wettkampfleiter und seine OL-Kollegen vom HSV Klagenfurt fungierten als Veranstalter dieses Abschlußevents. Dieser Ski-OL ging zwar ordnungsgemäß über die Bühne; kaum einer hatte jedoch registriert, wie knapp dieses Wochenende vor der Absage stand.
Bis zum Ski-OL-Wochenende in Seckau am Wochenende davor verlief alles zur Zufriedenheit des Veranstalters. Nur der Wunsch nach ein "bißchen" mehr Schnee war vorhanden, lag doch der letzte ausgiebige Schneefall zu diesem Zeitpunkt mehr als 2 Monate zurück. Ähnlich der Bewerbe in Seckau gab es zwar eine geschlossene Schneedecke, doch im Wald gab es bisweilen schon einige apere Stellen. Der Wunsch nach Schnee ging in Erfüllung, so dass es dann fast zuviel Schnee wurde:
Am Montag vor dem Wettkampf zog dann ein Adriatief herein, was für Kärnten stets Schneefall bedeutet. Es begann also ausgiebigst zu schneien und das jeden Tag in der Vor-Wettkampf-Woche.
Von Dienstag bis Donnerstag versuchte Curt Maier mit seinem eigenen Ski-Doo jeden Tag die Spuren offen zu halten bzw. neu zu öffnen, doch jeden Tag gab es 10-20cm Neuschnee und das Unterfangen wurde immer schwieriger. Vom ursprünglich geplanten Spurennetz musste nun aufgrund der Nichtbefahrbarkeit einiger hängender Waldstücke – nach Absprache mit dem TD – jeden Tag ein kleiner Bereich mehr gestrichen werden. Das heißt, dass auch die fertigen Bahnen jeden Tag um ein kleines Stück mehr verkürzt und verändert werden mussten. Das in der ganzen Stressituation kleine Fehler passierten liegt fast auf der Hand. Es konnte jedoch das Schlimmste (die komplette Absage) mit enormen Einsatz verhindert werden. Etwa 30 Mal im Laufe der Woche, grub sich der Ski-Doo im schwimmenden Neuschnee ein und mußte mit Schaufel oder nur mit bloßen Händen wieder ausgegraben und flott gemacht werden.
Das "i-Tüpfelchen" der Wetterkapriolen passierte dann am Freitag vor dem Wettbewerb. Neuerliche intensive Schneefälle und die einzige Zufahrtsstraße über den Loiblpass war zuerst glitschig dann spiegelglatt. Zeitweise musste der Loiblpass aufgrund hängengebliebener, schlecht ausgerüsteter Fahrzeuge sogar gesperrt werden. Außerdem wurde eine allgemeine Schneekettenpflicht verordnet.
Wäre der Wettkampf nun einen Tag vorher gewesen, oder das neuerliche Schlechtwetter einen Tag später gekommen, der Ski-OL wäre undurchführbar gewesen. Selbst Curt Maier hatte am Freitag keine Chance das Bodental zu erreichen. Er mußte von zu Hause zittern, ob die Straße wieder rechtzeitig freigegeben werden würde, was dann Freitag spät abends auch passierte, nachdem die ersehnten Schneefälle endlich eine Pause eingelegt hatten.
Die Läufer bemerkten am nächsten Tag von all diesen Schwierigkeiten nur relativ wenig, denn bis zum Wettkampfbeginn konnten alle Spuren zumindest einmal durchgefahren werden. Allerdings gab es außer der Standard-Skatingspur kaum breite Spuren. Der Großteil des verwendeten Spurennetzes waren schmale, internationale Ski-Doo-Spuren (ca.1,2m breit), die zusätzlich noch ziemlich weich waren. Dieser Ski-OL bot den Läufern also einmal etwas Anderes. Nicht immer nur breite, schnelle und gute Spuren, sondern Spuren, die ein technisch sauberes Laufen notwendig machten. Und hier zeigte sich bei vielen Teilnehmern große Mängel. Richtig würdig einer klassischen Langdistanzmeisterschaft, denn einige Läufer griffen auch tatsächlich zum klassischen Langlaufski (oder Ski mit künstlicher Steighilfe) und bewältigten diese Bahn nach der "Uraltmethode", welche an diesem Tag sicher keine schlechte Idee war. Auf alle Fälle präsentierte der Veranstalter an beiden Tagen allen Läufern dann wirklich brauchbare Langlaufspuren.
Ein großes Lob verdient an dieser Stelle auch Eugen Kainrath, der die Zeitnehmung und Auswertung fest im Griff hatte.
Die Herren-Elitebahn mußte von etwa 16,5km (Luft) (=21km Optimalroute) auf etwa 13,4km (Luft) mit optimalen 16 Laufkilometern verkürzt werden und wies 16 Posten auf. Die enorme Steigungsanzahl von etwa 450Hm sagt hingegen einiges von der Selektivität aus.
Wenn auch die Kärntner Ski-OLer mit gewissem Heimvorteil ins Rennen gegangen waren, ein für das Burgenland startenden Oberösterreicher schlug sie Alle, wenn auch knapp. Johann Kugler (LZ OMAHA) siegte in einer Zeit von 50:04 knapp 35 Sekunden vor Markus Buchtele (50:39 / SU Klagenfurt). Auch der 3.Platz ging mit Dieter Mikula (53:45) an einen Kärntner, der allerdings vom 4.plazierten Felix Meizer (MTV Hernals) hart bedrängt wurde (54:08).
Den besten Start in diesem Einzelrennen erwischte Dieter Mikula, der bis zum 3.Posten die Bestzeit hielt, ab dem 4.Posten übernahm dann Markus Buchtele die Führung und behielt diese bis zu Posten 9. Ab dem 10.Posten war dann Johann Kugler vorne und gab diese Führung bis ins Ziel auch nicht mehr ab, auch wenn der Unterschied zwischen den ersten Beiden auf diesen letzten 7 Posten auf maximal 1:04Minuten anwuchs.
Eine klare Angelegenheit wurde diese Meisterschaft hingegen bei den Damen (DE). Vom 1.Posten bis ins Ziel eindeutig voran war – nach der Absage von Mitfavoritin Sonja Zinkl – Regina Habenicht (SU Klagenfurt), die die 10,5km (Luft) (=13km optimal) lange Strecke in 52;36 Minuten gewann. Auch der 2.Platz ging an eine Klagenfurterin: Ursula POLZER in 60:45. Die Bronzemedaillie ging – mit bereits beträchtlichem Rückstand (75;18) an die Wienerin Luminata Rebisant (NF Wien).
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Regina Habenicht
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Johann Kugler
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Am Sonntag 27.2. fand auf einem kleineren Kartenausschnitt das Ski-OL-Cupfinale 2005 statt. Es wurde ein Postennetz für alle Klassen mit Massenstart angeboten. Während die Herren-Eliteläufer eine etwa 10km lange Bahn (Optimalroute) mit 18 Posten in freier Anlaufreihenfolge zu bewältigen hatten, so mußten die jüngsten Starter(innen) in der H+D--14-Klasse ein etwa 3,2km langes Postennetz mit 9 Posten anorientieren.
Markus Buchtele war an diesem Tag nicht zu bezwingen. Mit 35;31min fand er die besten Anlaufreihenfolge und siegte mit über 2min Vorsprung auf den Wiener Felix Meizer (37;46). Für beide war dies übrigens die beste Saisonplazierung. Den 3.Platz belegte der wohl beständigste Platzläufer in der Elite: Dieter Mikula (38;01), dem aber im heurigen Jahr ein Einzelsieg verwehrt geblieben ist.
Bei den Damen siegte erneut Regina Habenicht (43;42) mit überlegenem Vorsprung auf Kerstin Widmann (OLCU Viktring) in 61;21; der 3.Platz ging an Gerhild Pacher (LZ OMAHA) in 64;18, die es statt in der D35- einmal in der Elite wissen wollte und auch hier vorne mit dabei war.
Gesamtsieger SkiOL Austria Cup 2005
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| Klasse |
Damen |
Herren |
| Elite |
Sonja Zinkl
LZ Omaha
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Johann Kugler
LZ Omaha
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- 14
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Lisa Pacher
SU Schöckl
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Martin Richter
HSV Pinkafeld
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15 - 18
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Sara Habenicht
SU Klagenfurt
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Raphael Mallweger
SU Klagenfurt
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35 -
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Gerhild Pacher
LZ Omaha
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Max Habenicht
SU Klagenfurt
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45 -
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Renate Krauland
SU AG Seckau
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Josef Hones
HSV Kremstal
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55 -
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Dietlinde Venhauer
OLCU Viktring
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Curt Maier
HSV Klagenfurt
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65 -
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Gerfried Hoch
NF Lok Steiermark
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Kurz
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Sonja Venhauer
OLCU Viktring
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Markus Plohn
HSV Wr.Neustadt
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Und während noch die Siegerehrung lief, so präsentierte Fritz Marth (SKV OLG Deutsch Kaltenbrunn / 4 facher Ski-OL-Veranstalter 2004) dem Ski-OL-Kommissionsvorsitzendem Wolfgang Pötsch bereits seine Pläne für die Ski-OL-Saison 2006.
Ergebnis
Karte Samstag - Herren Elite [333kB]
Karte Sonntag - Postennetz Herren Elite [240kB]
Fotos
Endstand Austria Cup
Ein Bericht von
Michael Melcher
mit Fotos von Michael Melcher und Hans Kolar
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