Russische Festspiele bei Langstrecke
16.Weltmeisterschaft im SkiOL vom 5.-13.März 2005 in Kittilä Levi (Finnland)
Gleich 5 von 6 Medaillen gingen bei den Bewerben über die Langstrecke an Russland. Bei den Herren gewann Eduard Khrennikov vor Andrei Gruzdev (beide RUS) und Jukka Lanki (FIN). Bei den Damen siegte Tatiana Vlasova vor Natalia Tomilova und Olga Shevchenko (alle RUS), nachdem die Sprintweltmeisterin Stina Hjermstad-Kirkevik (Norwegen) mit Bestzeit im Ziel auf Grund eines falschen Posten disqualifizert werden musste! Johann Kugler, wiederum bester Österreicher, schrammte mit Platz 21 nur knapp am Top-20-Ergebnis vorbei.
Am Morgen der Langdistanz hatten wir ein kleines Schockerlebnis, denn das Thermometer am Zimmer hat -13°c angezeigt. Wir rechneten schon mit einem Kälterennen, aber es wurde rasch etwas wärmer. Somit stand einem guten Rennen nichts mehr im Wege.
Bei den Herren ging es um 11Uhr auf die Strecke. Streckenlänge idealerweise 25,5km mit 790Hm. Die Damen gingen 2 Stunden später auf die 18,1km lange Strecke mit 520Hm. Gestartet wurde auf einem See, aber der flache Beginn täuschte, denn der Kurs war gespickt mit steilen, giftigen Anstiegen und ebenfalls solchen Abfahrten!
Mit einem 21.Platz belegte Johann Kugler die beste Platzierung, die seit 1996 ein Ski-Orientierungsläufer erringen konnte. Sein Soll hat er damit bei weitem erreicht. Sein Traum, den er seit langem hat, wieder einmal unter die 20 Besten der Welt zu kommen, ist gerade nicht aufgegangen. Aber so motiviert, wie er im Moment ist, könnte ihm das auf der geliebten Mitteldistanz gelingen.
|

Johann Kugler
|
Stephan Varga machte es "Kugs", wie Kugler von uns immer liebevoll genannt wird, nach und platzierte sich als 27. Damit erreichter er sein bisher bestes WM Ergebnis. Eine falsche Routenwahl kostete ihm einen Platz unter den besten 25.
Gebremst durch einen Hungerast konnte Sonja Zinkl ihre Platzierung - sie war 18. - nach dem 2.Wechsel nicht mehr halten und verlor an die 8 Minuten. Das bedeutet schlussendlich Platz 25.
Dieter Mikula erlief nach 2 Jahren Zwangspause - er stürzte beim Training schwer und verletzte sich am Auge - wiederum einen beachtlichen 37. Platz und erreichte somit denselben Rang, den er auch bei seinem Debüt vor drei Jahren hatte.
Auch Hannes Pacher ist mit seinem 46.Platz überaus zufrieden, denn ihm gelang sein Vorhaben unter die 50 Besten zu kommen. Aber auch er klagte auf der vierten Schleife schon etwas über Hunger.
Ergebnisse
Weitere SkiOL-WM-Berichte
SkiOL WM-Homepage
Ein Bericht von
Wolfgang Zweimüller
|