Sieg bei WRE-Event in Portugal
Trainingslager Portugal vom 4.-14.Februar 2005
In der ersten Februar-Hälfte fanden in Portugal 2 World-Ranking-Events statt. Im Zuge dieser Veranstaltugen zog es eine kleine Schar von ÖsterreicherInnen in den Süden, die das wärmere Wetter für eine optimale Saisonvorbereitung nutzen wollten. Zum Abschluß einer intensiven Trainingswoche konnte sich Lisi Hohenwarter beim WRE-Lauf des Óbidos Orienteering Events über einen Sieg freuen.
Nicht nur die Herren der Schöpfung begaben sich in den warmen Süden, auch Eva Walter und Lisi Hohenwarter nutzten die Ferienwoche, um an der Westküste Portugals bei besten Bedingungen zu trainieren.
Die erste Zwischenstation war jedoch das Portugal O-Meeting, das heuer im Grenzgebiet zu Spanien, rund um die Region von Chaves, stattfand. Hatten wir die erste Nacht in Porto im warmen Hotelzimmer mit tollem Frühstücksbuffet verbracht, wartete nun ein eiskalter Turnsaal ohne Warmwasserduschen auf uns. Die Temperaturen drinnen und draußen bewegten sich gegen den Nullpunkt, Schneeschauer zogen durch und wir setzten uns ins Auto und fuhren stundenlang durch die Gegend, um uns aufzuwärmen.
Die Wettkämpfe verliefen mittelmäßig. Lisi erreichte zwei Mal den 3.Platz, Eva machten zwei große Fehler einen Strich durch die Rechnung. Dieser ungemütliche Ort konnte uns nicht länger halten und so fuhren wir gleich nach dem Wettkampf in den Süden.
Am Weg dorthin durfte natürlich auch ein wenig Sightseeing nicht fehlen. Trotz müder Beine, gaben wir uns noch die vielen Stufen zum Bom Jesus do Monte bei Brage.
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Bom Jesus do Monte
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Unser Ziel war der kleine, verschlafene, ausgestorbene Ort Sao Pedro de Muel. Die angenehmen Temperaturen erleichterten die darauf folgende Trainingswoche sehr. Die bestens organisierten Trainings fanden alle im Umkreis von 15km statt. Die anfänglichen Probleme mit der etwas ungewohnten Äquidistanz von 2,5m hatten wir bald im Griff und konnten so die schönen Laufgebiete genießen - fein kuppiert, großteils sehr gut belaufbar. Gemeinsam mit uns trainierten auch Norweger, Kanadier, Briten, die deutschen Junioren und einigen schwedischen Juniorinnen, darunter auch die Dominatorin des letzten Jahres, Helena Jansson.
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Eva Walter und Lisi Hohenwarter beim Training
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Natürlich hatten wir auch Erholungsphasen eingeplant und so erkundeten wir neben zahlreichen Cafes auch das Hinterland. Die Reise führte uns nach Batahla, Porto de Mos und zu aller Letzt Fatima. Den Faschingsdienstag ließen wir uns auch nicht entgehen und pilgerten (stauten) zum Umzug nach Nazaré.
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Strandimpressionen
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Gegen Ende der Woche gesellten sich auch Ingrid Adenstedt, Niki Häusler und Erich Göschl zu uns. Unser gemeinsames Ziel fürs Wochenende waren die Wettkämpfe rund um Óbidos.
Samstag stand ein World Ranking Event über die Langdistanz am Programm. Lisi konnte hier vor Helena Jansson den Sieg erringen. Eva, leider wieder mit einem größeren Patzer, kam auf Platz 11 und Ingrid auf Platz 12. Bei den Herren gelang Martin Binder mit Platz 5 das beste Ergebnis der Österreicher. Mit Platz 7 bis 9 folgten Gernot Kerschbaumer, Martin Pongratz und Markus Lang und zeigten damit eine sehr ausgewogene Mannschaftsleistung. Mit Platz 42 sicherte sich auch noch Matthias Pöll ein paar Punkte für die Weltrangliste.
Am Abend folgte in den verwinkelten steilen Gassen von Óbidos ein Nachtsprint. Hier konnte Pierre Kaltenbacher, der sich am Nachmittag extra für diesen Lauf geschont hatte, endlich seine Sprinterqualitäten unter Beweis stellen: er ließ den Rest der Läufer mit über einer Minute Rückstand in der Kälte stehen!
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Lisi am Start und beim Interview
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Abschließend gaben wir am Sonntag bei der Middle-Distanz noch einmal unser Bestes. Eva, schon etwas von der anstrengenden Woche gezeichnet, ersparte sich den grünen Teil der Karte und joggte locker durch den Wald. Lisi gewann wieder, wurde aber nach dem Rennen sofort zur Dopingkontrolle abgeführt, da vielen ihr Vortagessieg gar überraschend vorkam. (Anm: es traf sowohl die beiden schnellsten Ausländer als auch die beiden schnellsten portugisischen Sportler). Aber auch hier Bestzeit. In Kürze waren 2 Becher (der erste war ungültig, uuuups) voll und wir konnten uns ganz der Siegerehrung widmen. Nach einem kurzen Interview für das portugisische Fernsehen machten wir uns auf die Rückreise nach Porto. Dort stellten Portweinverkostung, ausgelassenes Feiern und nächtliche Wanderungen durch Portos schönste Viertel den Abschluss unserer Reise dar.
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Sightseeing in Porto
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Nach diesen abwechslungsreichen Trainingswoche steht einem erfolgreichen Saisonstart nichts mehr im Wege.
Ergebnisse Óbidos
Ergebnisse Portugal O-Meeting
World Ranking List
Bericht und Fotos von
Lisi Hohenwarter und Eva Walter
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