WOC2005 – Finale Langdistanz: Über die sieben Berge und die Hitze des Tages!
Aichi (Japan) vom 7.-15.August 2005
Die Langdistanz wurde die erwartete schwere Prüfung. Mindestens 925 Höhenmeter auf 12,9 km über zahlreiche kleinere oder größere Hügel oder Berge, kombiniert mit drückend schwüler Hitze forderten den Herren alles ab. Die Damen hatten es auch nicht leichter: 8,8 km mit mindestens 630 Höhenmeter.
Vergebliches Hoffen
Für Österreich startete nur Thomas Krejci im A-Finale. Nach seiner guten Vorlaufleistung und weil ihn Hitze nicht sehr stört waren die Erwartungen gedämpft optimistisch. Wenngleich die Wiederholung des 13. Platzes von der WM 2003 (Schweiz) eher als ein Traum schien, so hofften doch alle, dass er zumindest in die Nähe der Top20 kommen würde. Bei der ersten Zwischenzeit nach etwa der Hälfte des Rennens hatte Thomas mit 50 Minuten eine passable Zwischenzeit, nur 5 Minuten Rückstand auf die aktuelle Zwischenbestzeit des Australiers Troy de Haas (und wie wir später wussten etwa 11 Minuten auf den späteren Weltmeister Andrey Khramov). Das ließ hoffen, mit einem guten Finish schien er auf dem Weg in die Top20, denn entscheiden würde es sich erst in der zweiten Hälfte. Das tat es auch. Allerdings nicht so wie es Thomas und die Österreicher sich vorgestellt hatten. Posten 20 musste er lange suchen und gemeinsam mit einem anderen Läufer "baute" er sich am Weg zu Posten 21 ein, verlor sehr viel Zeit – das Rennen war verloren. Platz 37 in der Wertung ist das Ergebnis. Fünf der 43 Gestarteten wurden disqualifiziert, darunter alle drei Australier.
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Thomas Krejci
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Simone Niggli
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Der Rennverlauf
Der früh gestartete Australier Troy de Haas legte mit 45 Minuten eine erste Zwischenbestzeit vor, die lange hielt. Dann allerdings übersah er zwei Posten und als er dies bemerkte, war der Fehler schon viel zu groß geworden – Aufgabe. Viele andere Läufer kamen knapp heran. Dann legte der Schwede Niclas Jonasson (Sprintweltmeister 2004) mit 1:45:05 eine Gesamtbestzeit vor, die lange hielt. Inzwischen hatten Mats Haldin und Holger Hott Johansen gute Zwischenbestzeiten, die der Norweger Johansen mit neuer Gesamtbestzeit ins Ziel brachte. Diese kam erst nach 22 Minuten in Gefahr, als der Schweizer David Schneider mit 1:42:42 bis auf 33 Sekunden herankam. Das Rennen wurde erst mit den letzten Läufern entschieden. Der als Vorletzter gestartete Russe Andrey Khramov lief auf den vor ihm gestartet Schweizer Marc Lauenstein auf. Gemeinsam setzten sie sich bei der zweiten Zwischenzeit an die Spitze und gemeinsam kamen sie in den Zielsprint. Der Russe wurde Weltmeister, der Schweizer holte sich noch vor Holger Hott Johansen die Silbermedaille. Der Italiener Michele Tavernaro wurde von Khramov und Lauenstein überlaufen, er konnte die Chance nicht nützen, gemeinsam mit den beiden auf den 3. Platz zu laufen. Aber auch der 6. Endrang ist für Italien ein schöner Erfolg.
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Andrey Khramov mit Fahne im Zieleinlauf
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Holger Hott Johansen
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Bei den Damen war es für Simone Niggli wieder ein Start-Ziel-Sieg. Bei allen Zwischenzeiten voran, holte sie die vor ihr gestartete Finnin Heli Jukkola ein – Platz 1 und 2 für die beiden. Platz 3 ging ebenfalls an die Schweiz – Vroni König Salmi, die gemeinsam mit der viertplatzierten Norwegerin Marianne Andersen ins Ziel kam.
Es war ein schöner Tag – für die Schweiz – die 3 der 6 Medaillen des Tages holte und in der Medaillenwertung nicht mehr einzuholen ist.
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Siegerehrung
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Tobias Breitschädel startete im B-Finale, kam sehr gut mit der gegenüber der A-Bahn fast gleichen und nur leicht verkürzten Strecke zurecht und wurde hier Zweiter.
Der Ort des Geschehens
War die Karte Tomoeyama, 1:15.000. Bei diesem Maßstab sind die vielen Geländedetails im Braundruck nicht mehr einfach zu lesen, große Aufmerksamkeit beim Kartenstudium ist angebracht.
Erstmals war das Gelände neben dem Event Center Zielbereich. Am Sonntag wird hier die Staffel ausgetragen.
Fotos
Karte
Ergebnisse
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aus Aichi/Japan
Hans Kolar
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die Österreicher zittern nach einer guten Zwischenzeit um Thomas

Gespanntes Mitfiebern vor der Anzeigentafel

Endergebnis bei den Herren

Teilnehmer an der gleichzeitig stattfinden 2.WM im Trail-O

Siegerehrung mit japanischem Flair

Kartenausschnitt
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