WOC2005: Die Weltmeisterschaft 2005 startet
Aichi (Japan) vom 7.-15.August 2005
Am Sonntag, dem 7. August, startet die heurige Weltmeisterschaft der Orientierungsläufer. Sie findet in der westjapanischen Region Aichi statt – ca. 200 km östlich von Nagoya, der drittgrößten Stadt Japans. Zentralort ist das Dorf Tsukude Village (3.300 Einwohner) in mitten dieser zum Teil ländlichen, für japanische Verhältnisse eher dünn besiedelten Region. Das bergige Gebiet rund um das Eventcenter liegt auf etwa 500 m Seehöhe und ist etwas kühler als die feucht-heiße Küstenregion. Dennoch – die passende Alltags- und auch Abendkleidung im wechselnd sonnig-bewölkten und schwülen Wetter sind T-Shirt, kurze Hose und Sandalen - ohne Socken natürlich. Besonders bemerkenswert ist, dass es die erst OL-WM in Asien ist.
Das österreichische Team Felix und Tobias Breitschädel, Gernot Kerschbaumer, Thomas Krejci und Jan Zazgornik, begleitet von Physiotherpeutin Birgit Eisl, trainiert seit 28. Juli vor Ort. Elitechef Christian Breitschädel stieß am Donnerstag – von der Senioren-WM in Kanada kommend – dazu. Für Felix, Thomas und Jan ist es die 4. WM-Teilnahme, für Gernot die 2. und für Tobias die 1. In den Trainings der letzten Tage wurde Gelände, Belaufbarkeit, Kriterien für Routenwahlen in den für die verschiedenen Bewerbe typischen Trainingsgebieten erkundet und ausgetestet. Bei mehreren Trainings konnte von der Organisation und Vorbereitung des Schweizer Teams profitiert werden. Danke. Eines ist jedenfalls klar: Gelände und Klima sind physisch ziemlich fordernd.
First: Mitteldistanz-Quali
Am Sonntag findet der erste Bewerb statt – die Qualifikation für die Mitteldistanz. 3,8 km mit 230 Hm und 15 Posten sind von den Herren zu bewältigen. Die Siegerzeit wird mit 25 Minuten erwartet. Die Seehöhe liegt zwischen 550-720m. Das Gelände ist in große Hügel gegliedert mit einigen kleineren Gipfeln und großen Rücken. Hinauf bzw. hinunter gibt es steile Hänge mit 25 bis 150m Höhe. Es dürfte relativ schnell werden, denn meist gibt es japanischen Nadelwald und weniger als 20% des Geländes sind langsam belaufbar. Allerdings ist der Boden weich, was besonders steil bergauf sehr mühsam werden kann.
Für Österreich starten Felix Breitschädel, Gernot Kerschbaumer und Jan Zazgornik. Natürlich ist es das erklärte Ziel aller, das A-Finale zu erreichen (es gibt auch ein B-Finale), das am Donnerstag stattfindet. Dazu muss im Vorlauf (es gibt drei parallele) mindestens der 15. Rang erreicht werden.
Die Chancen? Schwer zu beurteilen, zumindest vor diesen allerersten Wettkämpfen. Sicher werden sich auch unter den hiesigen Bedingungen die Allerbesten durchsetzen. Aber dahinter? Das Gelände ist gegenüber dem typisch österreichischen sicherlich nicht so unterschiedlich wie das skandinavische, vielleicht ein Vorteil. Es gilt aber auch abzuwarten, wie die anderen, die "Nichtspitzennationen" mit Gelände und den klimatischen Bedingungen zurecht kommen.
|

Jan Zazgornik, Gernot Kerschbaumer, Felix Breitschädel
|
Second: Die Langdistanz-Quali
Am Tag nach der Mittel- folgt am Montag die Langdistanz-Qualifikation. Das Gelände ist ähnlich dem der Mittel-Qualifikation. 7,9 km mit 510 Hm und 17 Posten sind von den Herren zu bewältigen.
Fixstarter für Österreich sind Thomas Krejci und Tobias Breitschädel. Der dritte mögliche Starter wird erst nach der Mittel-Quali bestimmt werden.
Wir halten allen ganz fest die Daumen!
Trainingskarte 1 (438 kB)
Trainingskarte 2 (509 kB)
Weitere WOC-Berichte
WOC-Homepage
Direkt aus Japan
Hans Kolar
|
|

Wettkampfzentrum (CC)

Wegweiser beim CC Alles klar?

Steile Hänge mit viel Fallholz

Kartenausschnitt Training
|